Resonance: A Plague Tale Legacy im Test: Der schwere Erbe der Ratten
Ein düsteres Action-Adventure auf Xbox, PC und PS5, das bekannte Schleichmechaniken mit einer neuen historischen Seuchen-Erzählung verknüpft.
Resonance: A Plague Tale Legacy auf dem Prüfstand
Der Einstieg ins mittelalterliche Desaster
Das neue Abenteuer wirft uns direkt in das von der Pest geplagte Frankreich des Jahres 1348.
Resonance: A Plague Tale Legacy setzt auf bekannte Mechaniken, liefert aber frische Schauplätze.
Wir steuern die junge Diebin Clara durch modrige Kellergewölbe und verlassene Dörfer.
Überall lauern Soldaten der Inquisition und die namensgebenden, hungrigen Nager.
Mechanischer Tiefgang und seine Tücken
Das Kern-Gameplay verlangt ständiges Schleichen und den cleveren Einsatz von Feuer.
Mit einer Steinschleuder zerstören wir Laternen, um Wachen im Dunkeln zu überraschen.
Doch die künstliche Intelligenz der Gegner trübt diesen Spaß spürbar ein.
Wachen erspähen Clara manchmal durch dichte Holzwände, was zu unfairen Toden führt.
Technische Stolpersteine auf PC und Konsole
Grafisch zeigt der Titel auf der PlayStation 5 beeindruckende Licht- und Schattenspiele.
Sobald hunderte Ratten gleichzeitig über den Bildschirm wuseln, bricht die Framerate jedoch ein.
Auf dem PC läuft das Spiel mit angepassten Einstellungen deutlich flüssiger.
Die Texturen in den hinteren Bildbereichen laden auf allen Plattformen oft viel zu spät nach.
Atmosphäre schlägt Innovation
Trotz technischer Macken zieht die düstere Geschichte schnell in ihren Bann.
Die musikalische Untermalung aus dumpfen Cello-Klängen verstärkt die ständige Paranoia.
Wer über unpräzise Sprungpassagen und frustrierende Frustmomente hinwegsehen kann, findet hier ein solides Abenteuer.
Am Ende bleibt ein Titel, der seine großen Vorbilder zwar zitiert, sie aber selten übertrifft.
+ PRO
- +Finstere Pest-Atmosphäre mit dichter Beleuchtung und bedrückendem Sounddesign
- +Knackige Rätselpassagen verlangen logisches Kombinieren von Lichtquellen
- +Spannende Verfolgungsjagden gegen riesige Rattenhorden erzeugen echten Adrenalinstick
- +Historisch inspirierte Kulissen des 14. Jahrhunderts wirken greifbar und authentisch
- +Gelungene Ressourcenknappheit zwingt zum strategischen Crafting von Fackeln
- CONTRA
- -Wachen-KI reagiert oft unberechenbar und entdeckt den Spieler durch massive Steinwände hindurch
- -Kanten-Erkennung beim Klettern erweist sich in hektischen Momenten als unzuverlässig
- -Deutliche Framerate-Einbrüche auf der PS5 bei großen Ratten-Animationen
- -Deutsche Synchronisation wirkt in emotionalen Szenen hölzern und unpassend abgemischt
FAZIT
Ein atmosphärisch starkes, aber spielerisch oft frustrierendes Abenteuer für Fans historischer Schleichkost.
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