Star Fox auf Switch: Ein Stern, der verglüht
Ein actionslastiger Weltraum-Shooter, der auf der Switch mit kaum mehr als leeren Versprechungen abstürzt.
Das Versprechen
Schon der Name „Star Fox“ weckt Erwartungen an flotte Weltraumgefechte und knallige Lichtgeschwindigkeit. Stattdessen liefert dieser Switch-Titel eine Engine, die selbst auf der Docking-Station ruckelt. Die Menü-Optik erinnert an Freeware-Titel aus den frühen 2000ern, und das ist noch das freundlichste Detail.
Steuerung und Gameplay
Der linke Stick fühlt sich an, als müsste er erst durch Matsch gepflügt werden, bevor das Schiff reagiert. Selbst mit aktiviertem Gyro-Aiming bleibt ein konstantes Gefühl des „Nachziehens“, präzises Ausweichen wird zur Glückssache. Die drei Waffen-Upgrades (Feuer, Eis, Plasma) klingen vielversprechend, entfalten aber in den linearen Korridoren nie wirklich Wirkung.
Level-Design und Gegner
Jede Mission besteht aus einer Aneinanderreihung identischer Röhren, gespickt mit Gegnern, die nur zwei Attacken kennen. Einmalige Umgebungen, alternative Routen oder gar Bosskämpfe? Fehlanzeige. Die KI wiederholt ihr einziges Ausweichmanöver so exakt, dass man nach fünf Minuten jede Patrouille vorhersagen kann.
Technische Mängel
Bereits nach zehn Minuten Spielzeit stürzte die Software auf meiner Switch im Handheld-Modus zwei Mal ab. Da es keine automatische Speicherfunktion gibt, verliert man den kompletten Missionsfortschritt. Außerdem friert das Bild gelegentlich für eine halbe Sekunde ein, genau dann, wenn drei Gegner gleichzeitig feuern.
Koop und Soundtrack
Der lokale Koop-Modus ist die einzige halbwegs funktionierende Spielvariante, zwei Spieler teilen sich denselben Bildschirm. Allerdings skaliert die Framerate im Splitscreen auf unter 20 FPS. Der Titel-Song bleibt immerhin im Ohr, verliert aber nach der dritten Wiederholung jeden Charme.
Fazit
Star Fox auf der Switch erinnert an ein unfertiges Studentenprojekt, das versehentlich in den eShop gelangt ist. Wer auf der Suche nach einem soliden Action-Shooter ist, greift lieber zu einem der vielen Galaxy-Inspirierten Indies. Die einzige positive Überraschung: Der Akkuverbrauch ist niedrig, weil das Spiel ständig abstürzt.
+ PRO
- +Einzigartige Waffen-Upgrade-Mechanik mit drei Elementar-Modifikatoren
- +Soundtrack enthält einen Ohrwurm im Titelmenü
- +Kurze Ladezeiten zwischen den Missionen
- +Option zum manuellen Zielen mit Gyro-Aiming
- +Lokaler Koop-Modus für zwei Spieler
- CONTRA
- -Steuerung reagiert mit 200ms Verzögerung selbst im Handheld-Modus
- -Level-Design besteht zu 90% aus geraden Korridoren ohne Abwechslung
- -Gegner-KI beschränkt sich auf zwei animierte Angriffsmuster
- -Spiel stürzt durchschnittlich alle 15 Minuten ab, kein Autosave vorhanden
FAZIT
Ein liebloser Abklatsch, der weder Nostalgie noch Spielspaß bietet.
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