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The Alters: Last Variable, Zeitreise-Drama mit Bruchstellen
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The Alters: Last Variable, Zeitreise-Drama mit Bruchstellen

Ein Adventure über zwei Zeitebenen, das mit guten Ideen scheitert, an Technik, Tempo und einem unbefriedigenden Finale.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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SPIEL The Alters: Last Variable
ENTWICKLER The Alters: Last Variable
PUBLISHER The Alters: Last Variable
RELEASE 13. Juli 2026
PLATTFORMEN: PC | PlayStation 5 | Xbox Series S/X

Erster Eindruck: Zeitreise ohne roten Faden

The Alters: Last Variable startet vielversprechend. Du bist Dr. Aris Venn, eine Physikerin, die zwischen einem heruntergekommenen Labor im Jahr 2087 und einer idyllischen Forschungsstation in den 1970ern hin- und herspringt. Der Wechsel erfolgt per Knopfdruck, und ist die einzige wirklich runde Mechanik des Spiels.

Das Problem: Schon in den ersten zehn Minuten stolperst du über unsichtbare Kanten. Deine Spielfigur bleibt an Türrahmen hängen, die es auf dem Bildschirm gar nicht gibt. Ein kurzer Schlenker nach links befreit dich, aber der Frust bleibt.

Rätseldesign: Mal klug, mal blind

Einige der Puzzles erfordern echtes Nachdenken. Du musst z. B. in den 70ern einen alten Schaltplan abtippen, um in der Zukunft einen Generator zu reparieren. Solche Verbindungen zwischen den Zeiten sind clever eingefädelt.

Doch dann kommen Rätsel, die dich raten lassen, ob du einen falschen Gegenstand benutzt oder der Code schlicht verbuggt ist. Ein bestimmtes Kombinationsschloss im dritten Kapitel reagiert erst nach dem fünften Neuladen des Sektors, kein Hinweis, kein logischer Fehler deinerseits.

Technische Altlasten

Die Grafik bietet weit entfernte Panoramen, die ganz hübsch aussehen. Sobald du dich jedoch einer Wand oder einem Tisch näherst, zerfallen die Texturen zu Matsch. Die PS5-Version läuft mit stabilen 60 fps, aber das hilft wenig, wenn die Auflösung der Nahtexturen an einen PS3-Titel erinnert.

Die Steuerung leidet unter einer merklichen Eingabeverzögerung bei der Interaktionstaste. Drückst du „X“, um eine Schublade zu öffnen, vergeht gefühlt eine Viertelsekunde, bis die Animation startet. In schnellen Sequenzen, etwa bei einem zeitkritischen Stromausfall, kostet dich das wertvolle Sekunden.

Geschichte und Ton

Die Dialoge mit der KI Echo sind funktional, aber selten überraschend. Echo erklärt dir die Regeln der Zeitreise in drei langen Monologen, die du nicht überspringen kannst. Die Sprachausgabe ist durchwachsen: Die Hauptdarstellerin liefert eine solide Leistung, Nebenfiguren klingen oft, als läsen sie vom Blatt.

Der Soundtrack von Émilie Simon setzt sparsame, aber stimmungsvolle Akzente, ein Klavierstück, das immer dann einsetzt, wenn du zwischen den Zeiten wechselst. Leider wiederholt es sich nach der dritten Nutzung. Das Finale des Spiels kommt abrupt: Nach sieben Stunden endet die Handlung mit einem Cliffhanger, der die titelgebende „Letzte Variable“ nicht auflöst. Kein Abspann, keine Erklärung, nur ein schwarzer Bildschirm mit der Aufforderung, das Spiel neu zu starten.

Fazit: Viel Potenzial, kaum Halt

The Alters: Last Variable hat eine originelle Grundidee und einige Rätsel, die zeigen, was möglich gewesen wäre. Die technischen Mängel, die schwammige Steuerung und das enttäuschende Ende machen es jedoch zu einem schwer zu empfehlenden Titel. Wer Zeitreise-Adventures liebt und viel Frustrationstoleranz mitbringt, kann hier ein paar nette Stunden verbringen. Alle anderen sollten warten, auf einen Patch oder ein besseres Spiel.

4
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Wechsel zwischen zwei Zeitaltern als Kernmechanik sinnvoll eingesetzt
  • +Soundtrack von Émilie Simon mit wenigen, aber stimmungsvollen Piano-Motiven
  • +Einige Rätsel fordern echte Kombinatorik statt Trial-and-Error
  • +Dialoge mit der KI-Begleiterin „Echo“ liefern funktionale Exposition
  • +Ladezeiten auf PS5 unter fünf Sekunden pro Sektorwechsel

- CONTRA

  • -Steuerung der Hand-Aktions-Taste reagiert mit 200 ms Latenz, unnötig frustrierend
  • -Texturen in den Innenräumen wirken aufgelöst wie aus einem PS3-Titel
  • -Haupthandlung endet nach sieben Stunden ohne Auflösung der „Letzten Variable“
  • -Charakter bleibt regelmäßig an unsichtbaren Kollisionskanten hängen, besonders in engen Korridoren

FAZIT

Ein ambitioniertes Adventure, das unter technischen Mängeln und einem abrupten Ende leidet, nur für hartgesottene Rätselfans mit viel Geduld.

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