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Treasure Beach, Eine Wattwanderung ohne Ebbe
Reviews

Treasure Beach, Eine Wattwanderung ohne Ebbe

Die vermeintliche Strand-Simulation entpuppt sich als liebloser Klick-Simulator mit technischen Mängeln und fehlender Spieltiefe.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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SPIEL Treasure Beach
ENTWICKLER Rogue Duck Interactive
PUBLISHER Rogue Duck Interactive
RELEASE 20. Juni 2026
PLATTFORMEN: PC

Erster Eindruck

Einladend sieht die Menügrafik aus: Palmen, türkises Wasser, ein Sonnenuntergang. Doch der erste Klick auf „Neues Spiel“ offenbart das ganze Ausmaß der Enttäuschung. Nach einem kurzen Ladebildschirm (immerhin schnell) steht man auf einem leeren Strandabschnitt. Eine Textbox erklärt: „Klicke auf die glitzernden Stellen, um Schätze zu heben.“ Das war’s.

Gameplay

Die gesamte Spielmechanik besteht darin, auf vorgegebene Markierungen zu klicken. Dein Avatar gräbt automatisch, eine Sandburg erscheint, Punkte steigen. Keinerlei strategische Entscheidungen: Du wählst nicht, wo du gräbst, du folgst einer linearen Abfolge. Die „Simulation“ beschränkt sich auf das Freischalten von fünf Strandabschnitten, die sich farblich kaum unterscheiden.

Steuerung und Interface

Die Maussteuerung ist reaktionsschnell, aber simpel: Linksklick zum Graben, Rechtsklick zum Drehen der Kamera. Ein Tutorial gibt es nicht, die ersten zehn Klicks verbringt man damit, zu verstehen, dass man nichts übersehen hat. Das Inventar zeigt gesammelte Schätze, aber du kannst sie weder sortieren noch verkaufen. Sie dienen nur als Punktzahl.

Technik

Die Engine läuft flüssig, aber die Grafik wirkt, als stamme sie aus einem frühen Mobile-Baukasten. Texturen laden sichtbar nach: Hütten, Bäume und Steine bleiben zunächst weiße Klötze. Der Soundtrack wiederholt sich nach fünf Minuten, nur zwei Titel für das gesamte Spiel. Die Händler-NPCs führen keine echten Gespräche, sondern spulen drei Sätze ab.

Langzeitmotivation

Nach einer Stunde hast du alle Strandabschnitte freigeschaltet und jeden Schatztyp gesehen. Wiederspielwert entsteht nur durch den Pseudozufall der Schatzpositionen, der jedoch immer denselben Pfad vorgibt. Ein Endboss oder ein überraschender Twist? Fehlanzeige. Das Spiel endet einfach nach dem letzten Schatz. Der Entwickler hat seit Release vor sechs Monaten kein einziges Update veröffentlicht.

Fazit

Treasure Beach ist technisch rudimentär und spielerisch hohl. Es mag in einer Mittagspause für zehn Minuten entspannen, mehr bietet es nicht. Für den Preis von 9,99 Euro bekommt man auf Steam bessere Alternativen wie „Unpacking“ oder „A Little to the Left“. Dieses Spiel sollte man im Sand versinken lassen.

3
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Entspannende Hintergrundatmosphäre mit animierten Wellen
  • +Einsteigerfreundliche Steuerung mit nur zwei Maustasten
  • +Keine Mikrotransaktionen oder versteckte Kosten
  • +Kurze Ladezeiten zwischen den Strandabschnitten
  • +Erster Schatzfund löst kurzes Glücksgefühl aus

- CONTRA

  • -Spielmechanik reduziert sich auf Anklicken vorgegebener Stellen und Warten, keine Abwechslung
  • -Händler-KI wiederholt stets dieselbe drei Textzeilen, reagiert nicht auf Spieleraktionen
  • -Texturen laden erst nach fünf Sekunden nach, Gebäude erscheinen als weiße Polygonklötze
  • -Soundtrack besteht aus zwei Dauerschleifen, die bereits nach zehn Minuten nerven

FAZIT

Treasure Beach ist ein lieblos zusammengeschustertes Casual-Spiel, das selbst für kurze Pausen zu eintönig ist und seinen Preis nicht wert ist.

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