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Zerstörung mit Stil: Brigador Killers im Check
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Zerstörung mit Stil: Brigador Killers im Check

Brigador Killers ist ein isometrischer Indie-Simulator, der auf physikbasierte Zerstörung und cleveres Loadout-Management setzt, aber an repetitiven Missionen krankt.

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Tommes Parzl
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SPIEL Brigador Killers
ENTWICKLER Stellar Jockeys
PUBLISHER Stellar Jockeys
RELEASE 20. August 2026
PLATTFORMEN: PC

Erster Eindruck

Brigador Killers setzt einen ohne Vorgeplänkel in eine Stadt, die komplett demoliert werden will. Die erste Mission heißt sinngemäß „Räum auf“, und das ist wörtlich zu nehmen.

Innerhalb von zehn Minuten habe ich drei Häuserblocks eingeebnet und dabei gelernt, dass die Zerstörung nicht nur Dekoration ist.

Zerstörung als Prinzip

Das Kernstück ist die Physik-Engine. Jedes Gebäude besteht aus einzelnen Segmenten, die nach und nach wegbröckeln.

Ein gezielter Schuss auf eine Stützkonstruktion lässt den kompletten Dachstuhl einstürzen und darunter stehende Feinde begraben. Das funktioniert zuverlässig und sieht dabei immer noch spektakulär aus.

Drei spielbare Brigador-Klassen bieten unterschiedliche Herangehensweisen:

  • Der Vanguard mit schwerer Panzerung und Granatwerfer für den Nahkampf.
  • Der Scout mit Railgun und Tarnmodul für Schleichaufträge.
  • Der Juggernaut mit irre vielen Raketen, dafür kaum Beweglichkeit.

Die Loadouts lassen sich vor jeder Mission anpassen, Waffen sind teils erst nach erfolgreichen Aufträgen freischaltbar.

Missionen und Abwechslung

Hier zeigt sich die Kehrseite. Die meisten Aufträge folgen einem Muster: Zerstöre eine bestimmte Anzahl von Zielgebäuden oder eskortiere einen Konvoi durch feindliches Gebiet.

Eine Invasion der Alien-Fraktion Kess bringt etwas Abwechslung, weil diese Gegner andere Schwachstellen haben als die menschlichen Milizen.

Der Permadeath-Modus ist nett für Wiederholungsspieler, aber er führt dazu, dass man nach dem Tod eine komplette Mission nochmal beginnt. Es fehlt eine optionale Zwischenspeicherung, vor allem bei den längeren Missionen, die gerne mal 40 Minuten dauern.

Die KI der Kameraden ist ein Ärgernis. Sie bleiben an offenen Toren oder Müllcontainern hängen, wenn man nicht alle 20 Sekunden einen „Folgen“-Befehl gibt.

Technik und Präsentation

Die Retro-Grafik mit ihren groben Pixeln und dem düsteren Neon-Look erinnert an Klassiker wie Syndicate Wars. Der Soundtrack von Makeup and Vanity Set untermalt die Zerstörung mit treibenden Synthie-Bässen, das passt hervorragend zur Stimmung.

Die Performance war auf meinem Testsystem (Ryzen 5, GTX 1660) stabil. Nur bei der Entladung aller Waffen gleichzeitig ruckelt es kurz, sobald mehr als 20 Trümmerteile gleichzeitig kollidieren.

Die Kamerasteuerung ist das größte Manko. Es gibt keinen Zoom, und in engen Straßenschluchten verdeckt ein hohes Gebäude die Sicht auf den eigenen Brigador. Dann ist man auf die Minikarte angewiesen, die aber keine Feinde anzeigt.

Fazit

Brigador Killers macht genau eine Sache richtig, nämlich das Gefühl, mit einem schweren Mech wahllos Zerstörung zu verbreiten. Die eintönigen Missionen und die Kamera verhindern aber, dass daraus ein Dauerbrenner wird.

Wer sich nach zwei Stunden fragt, ob er noch mehr von den gleichen Aufträgen will, hat seine Antwort gefunden. Die beste Mission ist die letzte, und die endet mit einem Cliffhanger, der auf einen Nachfolger hoffen lässt.

7.5
/10
GUT

+ PRO

  • +physikbasiertes Zerstörungssystem kollabiert Gebäude in Echtzeit
  • +drei Brigador-Klassen mit unterschiedlichen Waffen und Panzerung
  • +Synthwave-Soundtrack von Makeup and Vanity Set
  • +Permadeath-Modus steigert Wiederspielwert
  • +präzise Steuerung per Tastatur und Maus

- CONTRA

  • -Missionsziele variieren kaum zwischen Zerstörungs- und Eskortaufträgen
  • -Kamera ohne Zoom versperrt in engen Straßen die Sicht
  • -KI-Kameraden bleiben an offenen Toren hängen
  • -kein Zwischenspeichern in langen Missionen

FAZIT

Brigador Killers ist ein charmanter Retro-Simulator für alle, die gerne Städte dem Boden gleichmachen, aber die eintönigen Aufträge bremsen den Langzeitspaß.

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