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Baum-Massaker im Goblin-Land: Warum „goblinAmerica“ der verstörendste Shooter des Jahres ist
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Baum-Massaker im Goblin-Land: Warum „goblinAmerica“ der verstörendste Shooter des Jahres ist

„goblinAmerica“ beginnt mit einem grotesken Kirschbaum-Mord und zieht den Spieler in eine eiternde, abartige USA, unser erster Eindruck vom abgedrehten Indie-Shooter.

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Dennis Adam
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Ein Baum wie kein anderer

goblinAmerica macht schon im Tutorial klar: Hier ist nichts heilig. Ihr metzelt eine gigantische Kirschkreatur nieder, die eher wie ein gummiartiger, beiger Missgeburt wirkt. Die Früchte hängen wie Hanteln, die grausam in die Haut genäht wurden.

Die Todeszuckungen des Baumes sind erbärmlich, und irgendwie erotisch. Das Monster sackt zusammen, „breasted boobily across the arena“ mit einem undefinierbaren Schrei. Der Spieler ist erleichtert, diesen Albtraum besiegt zu haben, und weiß doch, dass noch mehr kommen.

Willkommen im Goblin-Amerika

Das Spiel spielt in einer verfaulten Alternativ-USA, in der Goblins die Herrschaft übernommen haben. Die Welt ist ein einziges, eiterndes Abstoßungsfest. Die Umgebungen sind bewusst als krankhafte Parodie angelegt, nichts erinnert an patriotische Idylle.

  • Die Gegner sind absurde Mischwesen aus Mensch, Müll und Albtraum.
  • Die Waffen fühlen sich klobig und schmutzig an, passend zum Setting.
  • Der Humor ist schwarz, grenzüberschreitend und bewusst geschmacklos.

Brain-Mottling-Shooter, was bedeutet das?

Der Begriff beschreibt einen Shooter, der das Gehirn des Spielers vernebelt, durch überladene, eklige und sinnlich verwirrende Eindrücke. goblinAmerica zielt nicht auf realistischen Militarismus, sondern auf puren, psychodelischen Brechreiz.

Das Tutorial ist nur der Anfang. Wer hier durchhält, darf sich auf eine Reise durch eine putrefizierende Landschaft freuen, in der selbst die Kirschbäume vor sexueller Gewalt strotzen.

Kein Spiel für schwache Nerven

Fans von Boomer Shootern wie „Postal“ oder „Cruelty Squad“ werden hier fündig. goblinAmerica treibt den Exzess auf die Spitze, technisch grob, ästhetisch widerlich, aber konsequent durchgestaltet.

Der Artikel auf Rock Paper Shotgun nennt es ein „brain-mottling“ Erlebnis. Wir stimmen zu: selten hat ein Tutorial so sehr verwirrt, angewidert und neugierig gemacht.

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