Kostenlos und immer noch ungeschlagen
Acht Jahre nach seinem Kinostart ist Bumblebee ab sofort kostenlos auf Tubi verfügbar. Der Film von 2018 gilt für viele Fans als der beste Ableger der Transformers-Reihe. Polygon bestätigt: Kein anderer Transformers-Film wird ihn je übertrumpfen.
- Keine versteckten Kosten: Einfach Tubi öffnen, anmelden und loslegen.
- Erhältlich in den USA, ein Blick in die Tubi-Mediathek lohnt sich für deutschsprachige Zuschauer ebenfalls.
Tubi und der kostenlose Streaming-Markt
Tubi ist ein werbefinanzierter Streamingdienst (AVOD) der Fox Corporation. Seit 2024 ist Tubi auch in Deutschland aktiv, die Mediathek umfasst mehrere tausend Filme und Serien, ohne Abogebühr. Im Gegensatz zu Netflix oder Paramount+ setzt Tubi auf Werbepausen statt monatliche Kosten. Bumblebee war zuvor nur kostenpflichtig oder auf Paramount+ verfügbar. Jetzt wird der Film mit Werbeunterbrechungen ausgeliefert, ähnlich wie bei Pluto TV oder Amazon Freevee. Die Strategie zielt auf Zielgruppen, die keine Streaming-Abos abschließen wollen. In den USA erreicht Tubi über 80 Millionen aktive Nutzer monatlich, Tendenz steigend.
Was macht Bumblebee so besonders?
Der Film kehrt zurück zu den Wurzeln. Statt überladener Action setzt Regisseur Travis Knight auf eine herzliche Coming-of-Age-Geschichte zwischen einem Teenager und ihrem treuen Autobot.
- Reduziertes Casting: Weniger Roboter, aber jede Figur hat Persönlichkeit.
- Hailee Steinfeld spielt Charlie Watson, eine echte Heldin, kein Beiwerk.
- Der Soundtrack dröhnt aus den 80ern, inklusive „The Touch“ und Rick Astley.
Das Drehbuch konzentriert sich auf Emotion statt Explosionen. Der titelgebende Bumblebee verliert seine Stimme früh im Film, was jede Interaktion noch berührender macht.
Regisseur Travis Knight und Laika
Travis Knight ist CEO des Animationsstudios Laika, bekannt für Stop-Motion-Filme wie Coraline, ParaNorman und Kubo, Der tapfere Samurai. Keiner dieser Filme war ein Realfilm. Bumblebee war Knights Spielfilmdebüt in Realfilm-Regie. Laika selbst steuerte keine Produktionsressourcen bei; Knight nutzte seine Erfahrung mit Handwerk und Figurenentwicklung. Das Ergebnis: eine ungewöhnlich ruhige, fokussierte Inszenierung für ein Blockbuster-Franchise. Die Cybertron-Sequenz am Anfang wurde von Studio Trigger animiert, das vorher mit Kill la Kill und Promare auffiel. Trigger lieferte stilisierte, fast japanisch inspirierte Transformers-Kämpfe, ein bewusster Kontrast zum späteren Real-Ton.
Ein Neustart ohne Neustart-Nebel
Viele vergessen: „Bumblebee“ war ursprünglich als Prequel zur Bay-Ära gedacht, funktioniert aber ebenso als eigenständiger Film. Er behält die Transformers-DNA, wirft aber die Michael-Bay-Manierismen über Bord.
- Kein dauerndes Geballer, kein sexistischer Humor.
- Die Cybertron-Sequenz am Anfang ist purer Fan-Service, animiert von Studio Trigger.
- Die Bösewichte Shatter und Dropkick sind echte Bedrohungen mit Charakter.
Der Film respektiert die klassischen G1-Designs. Optimus Prime sieht aus, wie man ihn aus der Kindheit kennt, keine komischen Flammen oder überladene Panzerung.
Die Transformers-Filmreihe in Zahlen
Die fünf Michael-Bay-Filme spielten weltweit zwischen 700 Millionen und 1,1 Milliarden Dollar ein, hatten jedoch sinkende Kritikerwerte. Transformers (2007) erreichte noch 57 Prozent auf Rotten Tomatoes, Transformers: The Last Knight (2017) stürzte auf 16 Prozent ab. Bumblebee brach mit diesem Muster: 135 Millionen Dollar Budget, 468 Millionen Dollar Einspiel, 91 Prozent bei Kritikern und 84 Prozent beim Publikum. Der Nachfolger Transformers: Rise of the Beasts (2023) investierte 200 Millionen Dollar, spielte 439 Millionen ein und erhielt 52 Prozent, ein Rückschritt. Der animierte Transformers One (2024) kam auf 89 Prozent, aber sein Einspielergebnis von 129 Millionen Dollar bei 150 Millionen Budget enttäuschte. Bumblebee bleibt der einzige Teil, der sowohl kommerziell solide abschnitt als auch von der Fachpresse gefeiert wurde.
Warum kein späterer Film ihn überflügeln wird
Die späteren Teile „Transformers: Rise of the Beasts“ (2023) und der angekündigte „Transformers: One“ (2024, Animationsfilm) versuchten, an Bumblebee anzuknüpfen, scheiterten aber.
- Rise of the Beasts verlor sich in Maximals und Mirage-Witzen.
- Transformers One ist zwar visuell beeindruckend, aber kein Live-Action-Feeling.
Bumblebee bleibt der Maßstab. Er beweist, dass eine Robotermarke kein 200-Millionen-Dollar-Chaos braucht, nur ein gutes Drehbuch, echte Figuren und einen Autobot mit Herz.