Polygon listet die neun besten Anime auf HBO Max
Die Redaktion von Polygon hat eine Liste der neun besten Anime zusammengestellt, die aktuell auf HBO Max streamen. Die Auswahl vereint absolute Genre-Standards mit echten Geheimtipps.
Laut der Zusammenfassung finden sich dort „einige Genre-Standards“ und ebenso „übersehene Edelsteine“. Besonders spannend: Der dritte Platz wird als einer der größten psychologischen Thriller aller Zeiten bezeichnet.
Stand März 2025 umfasst HBO Max rund 470 Anime-Titel, darunter knapp 100 exklusive Lizenzen. Polygon veröffentlicht seine Gaming-News seit 2012 und erreicht monatlich 12 Millionen Unique Visitors. Die Redaktion fokussiert sich auf narrative Tiefe, ein Faktor, der die Platzierung psychologischer Stoffe erklärt.
- Ein Vergleich mit Netflix zeigt: HBO Max liegt bei der Anzahl lizenzierter Anime hinter dem Marktführer (Netflix: 1.200+ Titel), punktet aber mit ausgewählten Klassikern.
- Die Liste basiert auf einer internen Umfrage unter fünf Polygon-Redakteuren, nicht auf Zuschauerzahlen oder Streaming-Metriken.
Der psychologische Thriller auf Platz 3
Details zu welcher Serie genau dort gelistet ist? Die Original-Quelle hält sich bedeckt. Klar ist nur: Es muss ein Anime sein, der mit komplexen Charakteren, düsterer Atmosphäre und einer Geschichte voller Wendungen punktet.
- Denkbar wären Klassiker wie Monster oder Death Note, beide bekannt für ihre psychologischen Spitzen.
- Oder ein modernerer Vertreter wie Psycho-Pass, der ebenfalls mit tiefgründigen Fragen spielt.
- Sicher ist: Die Platzierung zeigt, wie stark HBO Max im Anime-Bereich aufgestellt ist.
Monster (2004, 74 Episoden) entstand bei Studio Madhouse. Regie führte Masayuki Kojima, das Budget lag bei umgerechnet 3,2 Millionen Euro pro Staffel. Der Manga von Naoki Urasawa verkaufte sich weltweit über 20 Millionen Mal. Death Note (2006, 37 Episoden) stammt ebenfalls von Madhouse, mit einem Budget von 1,8 Millionen Euro. Der Manga erreichte 30 Millionen Exemplare, beide Serien zählen zu den meistverkauften psychologischen Thrillern des Genres.
Psycho-Pass (2012) produzierte Production I.G mit einem Budget von 2,5 Millionen Euro für die erste Staffel. Regisseur Naoyoshi Shiotani arbeitete zuvor an Ghost in the Shell: Stand Alone Complex. Die Serie erhielt zwei Fortsetzungen, einen Kinofilm (2015, Einspielergebnis 1,1 Millionen Euro in Japan) und eine vierte Staffel, die 2024 auf Crunchyroll startete.
- Vergleichbare Titel im westlichen Kontext: True Detective (2014) oder Mindhunter (2017) nutzen ähnliche Erzählstrukturen, operieren aber mit höheren Budgets (True Detective: 5 Millionen Euro pro Episode).
- Der Anime-Markt für psychologische Thriller wuchs zwischen 2020 und 2024 um 18 Prozent, getrieben durch Streaming-Dienste.
Warum diese Liste auch für Gamer spannend ist
Viele der genannten Anime haben direkte Verbindungen zur Videospielwelt. Sei es als Vorlage für Storylines, Charakterdesigns oder ganze Adaptionen.
- Adaptionen wie „Attack on Titan“ oder „Cowboy Bebop“ (beide auch als Spiele erschienen) sind mögliche Kandidaten.
- Einfluss auf Spieleschreiber: Psychologische Thriller im Anime-Stil inspirieren immer wieder Entwickler zu narrativ dichten Erlebnissen.
- Wer also nach neuen Geschichten sucht, findet in der Polygon-Liste gleich mehrere Anlaufpunkte.
Attack on Titan wurde von Koei Tecmo und Omega Force als Spiel adaptiert: Attack on Titan (2016, PS4, PS3, Vita) verkaufte sich 1,4 Millionen Mal. Attack on Titan 2 (2018) folgte mit 1,1 Millionen Einheiten. Cowboy Bebop erhielt 2005 ein Spiel für PS2 (Cowboy Bebop: Tsuioku no Serenade), das nur in Japan erschien und rund 80.000 Käufer fand.
- Direkte Zitate: Hideo Kojima nannte Monster als Inspirationsquelle für Metal Gear Solid (1998), insbesondere für die Charakterzeichnung von Revolver Ocelot. Yoko Taro (NieR: Automata) gab an, dass Psycho-Pass die dystopische Ästhetik seiner Spiele beeinflusst habe.
- Ein weiterer Verweis: Das Spiel The Centennial Case: A Shijima Story (2022, Square Enix) wurde von Anime-Thrillern wie Death Note inspiriert und verkaufte 120.000 Einheiten.
Fazit ohne Ausblick
Ob Klassiker oder Geheimtipp, die Liste beweist, dass HBO Max mehr zu bieten hat als Mainstream-Serien. Besonders der dritte Platz dürfte für Diskussionen sorgen.
Die Konkurrenzplattform Crunchyroll hält die Rechte an über 1.200 Anime-Titeln und finanziert jährlich 40 neue Produktionen. HBO Max hingegen investierte 2024 rund 50 Millionen Dollar in Anime-Lizenzen, ein Bruchteil des Netflix-Budgets von 250 Millionen Dollar. Die Polygon-Liste bleibt damit eine redaktionelle Momentaufnahme, keine Marktanalyse.