Erstmals in Europa spielbar
Am Bandai-Namco-Stand in Halle 6.1 stand Dragon Ball Xenoverse 3 zum ersten Mal in Europa zum Anspielen bereit. Das war zugleich der einzige Messeauftritt des Titels: Einen neuen Trailer gab es nicht, und bei der Opening Night Live kam das Spiel nicht vor.
- Die Demo war ab dem 26. August verfügbar und dauerte rund fünfzehn Minuten.
- Gespielt wurde auf PlayStation 5.
- Die Charaktererstellung des Hauptspiels war deaktiviert, stattdessen standen zwei feste Avatare bereit: J・SEN als Erdling und J・AGE als Saiyajin.
Inhaltlich zerfiel die Demo in zwei Teile. Zuerst eine kurze Erkundung von West City, danach eine Kampfmission in einem Gletschergebiet mit Zeitlimit. Am Ende wartete Broly in der Fassung Super-Saiyajin-Vollkraft, unterstützt wurde man dabei von Brett und Mitgliedern der Great Saiya Squad.
Wichtig zur Einordnung: Diese Begleiter waren computergesteuert. Bandai Namco spricht bislang nur von Trupps „bis zu vier"; wie ein Onlinemodus konkret aussieht, ist offen.
AGE 1000: eine neue Zeitlinie
Der größte Bruch liegt nicht im Kampfsystem, sondern im Rahmen. Xenoverse 3 spielt in AGE 1000, einer neu angelegten Zukunft der Dragon-Ball-Chronologie.
- Der Protagonist erwacht ohne Erinnerung und schreibt sich an der West City University ein.
- Er schließt sich der Great Saiya Squad an, einer Friedenstruppe.
- Die Welt ist jene, die Goku und seine Verbündeten einst beschützten, nun aber in deren Abwesenheit.
Als Knotenpunkt dient West City und nicht mehr Conton City. Ob das Zeitpatrouillen-Konzept der Vorgänger damit fortgeführt, umgedeutet oder fallengelassen wird, hat Bandai Namco bisher nicht gesagt.
Bemerkenswert ist die Beteiligung von Akira Toriyama: Laut Bandai Namco legte er das AGE-1000-Setting an und entwarf mehrere Charaktere. Für den 2024 verstorbenen Serienschöpfer zählt das zu den letzten Arbeiten.
Kämpfe ohne Ki-Kosten
Mechanisch ändert sich mehr, als eine dritte Nummer im Titel vermuten lässt.
- Superattacken kosten kein Ki mehr, sondern haben eigene Abklingzeiten.
- Es gibt drei Angriffstypen: Defense Breaker bricht die Deckung, Ki Drain senkt das gegnerische Ki, Critical Strike setzt auf Schaden.
- Fällt das gegnerische Ki auf null, folgt ein Ki-Break-Zustand, in dem kritische Treffer eigene Animationen mit hohem Schaden auslösen.
- Ultimates werden vor dem Auslösen gezielt.
Damit rückt Ressourcenverwaltung in den Hintergrund und Timing nach vorn.
Soul Change als Herzstück
Die auffälligste Neuerung ist eine zeitlich begrenzte Verwandlung.
- Soul Change lässt den eigenen Avatar für etwa vierzig Sekunden zu einer bekannten Figur werden, im gezeigten Material Future Trunks samt Schwertangriffen. Ki und Trefferpunkte füllen sich auf, das Moveset wird komplett getauscht.
- Soul Assist ruft einen Verbündeten für eine Signature-Technik herbei.
- Awakening bringt die rassenspezifischen Verwandlungen zurück. Neu ist, dass sich die Haare sichtbar verändern; Super-Saiyajin 3 hat eine eigene Animation.
Die Rassenwahl kehrt ebenfalls zurück. Genannt wurden bislang Erdling, Saiyajin, Majin, Namekianer und Frieza-Typ.
Neue Gesichter
Neben bekannten Figuren wie Bulma, Gamma 1 und Broly führt AGE 1000 eigene Charaktere ein, darunter Brett als freundschaftlicher Rivale, die Überfliegerin Tap, die Studentin und Idol-Sängerin ROM sowie Lilica.
Termin und Plattformen
Ein genaues Datum gibt es nicht.
- Der Release ist für 2027 angesetzt, ohne Monatsangabe.
- Plattformen sind PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC über Steam. Fassungen für PS4, Xbox One oder Switch sind nicht angekündigt.
- Eine Beta oder ein Netzwerktest existiert bislang nicht, Vorbestellungen sind noch nicht möglich.
Der nächste gesicherte Auftritt ist die Tokyo Game Show vom 17. bis 21. September 2026, wo der Titel erneut spielbar sein soll.
Fazit
Xenoverse 3 wirkt nach der kurzen Anspielzeit deutlich verändert: schnelleres Tempo, weniger Ressourcenverwaltung, mehr Wucht. Entwickelt wird erneut bei Dimps, das schon die beiden Vorgänger verantwortet hat.
Einschränkend gilt: Eine Viertelstunde mit festem Avatar und deaktiviertem Editor zeigt vom eigentlichen Kern eines Xenoverse — der eigenen Figur und ihrem Aufstieg — noch nichts. Und die für die Serie zentrale Frage, wie der Mehrspielerpart aussieht, hat Bandai Namco in Köln nicht beantwortet.