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Eidos-Montréal-Gründer: Moderne Manager ersetzen Leidenschaft durch Excel-Tabellen
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Eidos-Montréal-Gründer: Moderne Manager ersetzen Leidenschaft durch Excel-Tabellen

Der Mitbegründer von Eidos Montreal kritisiert die aktuelle Führungsriege der Spielebranche, sie seien mehr an Zahlen als an Spielen interessiert.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Zahlen statt Herzblut

Der Gründer von Eidos Montreal hat ein Problem mit der aktuellen Generation von Spiele-Managern. Sein Vorwurf: In den Chefetagen sitzen Leute, die eher auf Excel-Tabellen starren als auf echte Spiele.

Das Wortspiel „Executive is short for Excel, cutive“ bringt es auf den Punkt. Die Leidenschaft fürs Game-Machen sei einer betriebswirtschaftlichen Kälte gewichen.

Was steckt dahinter?

  • Moderne Executives kommen oft aus Finanz- oder Consulting-Bereichen, nicht aus der Spieleentwicklung.
  • Entscheidungen werden primär anhand von KPIs und Verkaufsprognosen getroffen.
  • Kreative Risiken und ungewöhnliche Spielkonzepte haben es schwer, wenn die Tabelle keinen positiven ROI zeigt.

Auswirkungen auf die Branche

Der Trend zu sequel-lastigen und mikrotransaktionsreichen Titeln ist ein Symptom dieser Denkweise. Studios werden zu Content-Fabriken, deren Output nach Excel-Schema optimiert wird.

Spiele wie Deus Ex: Mankind Divided oder Shadow of the Tomb Raider, beides Eidos-Montréal-Titel, zeigen, was mit Leidenschaft und Budget möglich ist. Doch genau diese Art von ambitionierten Einzelspieler-Spielen könnte unter der neuen Management-Kultur leiden.

Kein neues Phänomen

Bereits in den 2010er Jahren beklagten Veteranen den Einzug von „Business-Minds“ in die Spieleindustrie. Der Unterschied heute: Die Zahl der Nicht-Entwickler in Führungspositionen ist noch größer.

Ob sich dieser Kurs ändern lässt, hängt davon ab, ob Studios weiterhin unabhängig bleiben oder von Publishern geschluckt werden. Eidos Montreal selbst gehört mittlerweile zum Embracer-Konzern, ein Schritt, der nicht unbedingt für mehr kreative Freiheit spricht.

Ein Appell an die alte Schule

Der Gründer ruft nicht zur Revolution auf, sondern zu mehr Balance. Kalkulation ja, aber nicht ohne den Spaß am Spiel zu verlieren. Ein Management, das selbst Deep-RPGs oder immersive Sims spielt, trifft bessere Entscheidungen.

Vielleicht ist es Zeit, dass sich Executives wieder öfter ins Developer-Team setzen, statt nur in die Bilanzbesprechung.

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