Frischer Wind für den Editor
Die Entwickler von Pioneers of Pagonia haben ein weiteres Update veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht der verbesserte Editor, mit dem Spieler nun eigene Quests erstellen können.
Bisher war der Editor auf Kartenbau und Szenarien beschränkt. Jetzt lassen sich eigene Aufgaben, Dialoge und Zielvorgaben einbauen, direkt im Spiel, ohne externe Tools.
Was der Quest-Editor konkret bietet
- Eigene Questtexte und Bedingungen festlegen
- Belohnungen und Zwischenziele definieren
- KI-gesteuerte Charaktere mit eigenen Dialogen ausstatten
Das Feature öffnet die Tür für Community-Kampagnen und individuelle Herausforderungen. Wer schon immer eine eigene Geschichte in Pagonia erzählen wollte, kann das jetzt tun.
Balancing bleibt nicht außen vor
Neben dem Editor haben die Entwickler diverse Balancing-Änderungen eingepflegt. Details dazu nennt das offizielle Changelog, etwa Anpassungen an Ressourcenraten und Produktionsketten.
Betroffen sind unter anderem die Effizienz von Bauernhöfen und die Verteilung von Rohstoffen in späteren Spielphasen. Das Update soll das Spielgefühl glatter machen, ohne bestehende Strategien zu zerstören.
Ein Update für die Basis
Das Quality-of-Life-Update richtet sich an alle, die Pioneers of Pagonia schon länger spielen. Der erweiterte Editor dürfte vor allem Kreative ansprechen, die Balancing-Passagen halten die Kampagne frischer.
Quelle der Informationen ist ein Bericht von PCGames. Das Update ist ab sofort verfügbar, ein Download über die üblichen Plattformen reicht.
Envision Entertainment und Volker Wertich
Hinter Pioneers of Pagonia steht das deutsche Studio Envision Entertainment, gegründet 2015 von Volker Wertich. Wertich ist der Erfinder der legendären Die Siedler-Reihe und war Lead Designer der ersten drei Teile.
Das Team besteht aus Veteranen, die zuvor bei Blue Byte (heute Ubisoft Düsseldorf) an Strategiespielen arbeiteten. Envision entwickelte unter anderem The Settlers: New Allies (2023) im Auftrag von Ubisoft.
Das Erbe der Siedler
Pioneers of Pagonia wird oft als geistiger Nachfolger der klassischen Siedler-Spiele bezeichnet. Es übernimmt das Genre der Wirtschaftssimulation mit Siedlungsbau, Produktionsketten und KI-Gegnern.
Im Gegensatz zu modernen Siedler-Ablegern setzt Pagonia auf eine isometrische Grafik und einen reduzierten Militärfokus. Die Early-Access-Version startete am 7. Dezember 2023 auf Steam.
Eckdaten und Marktposition
Bis Mitte 2024 hat der Titel laut SteamDB über 150.000 Nutzer erreicht, die Bewertungen sind zu 86 % positiv. Das Spiel kostet im Early Access 29,99 Euro und befindet sich derzeit in Version 0.9.4.
Zum Vergleich: Manor Lords (2024) verkaufte über 2 Millionen Einheiten innerhalb weniger Wochen, liegt aber preislich und im Umfang deutlich höher. Pioneers of Pagonia bedient eine Nische für Spieler, die den Fokus auf Logistik und Kreislaufwirtschaft legen.
Konkurrenz im Genre
Der Markt für Aufbauspiele mit mittelalterlichem Setting ist hart umkämpft. Neben Manor Lords gibt es Foundation (2019), Timberborn (2021) und das bevorstehende Nova Roma. Pagonia hebt sich durch seine KI vernetzten Siedler und die Zufriedenheitsmechanik ab.
Das Studio veröffentlicht alle zwei bis drei Monate ein größeres Update. Der Quest-Editor ist ein Feature, das vor allem den Modding-Aspekt stärkt und die Lebensdauer des Spiels verlängern soll.
Zahlen, Daten, Fakten zum Patch
Laut offiziellem Changelog wurden die Nahrungsproduktion um 12 % gesenkt und die Holzrate um 8 % erhöht. Die Anpassungen basieren auf Spielerfeedback aus den letzten Monaten.
Der Editor erlaubt nun bis zu fünf simultane Quest-Ziele pro Szenario. KI-Dialoge können mit bis zu drei Antwortmöglichkeiten verzweigt werden. Das Update ist etwa 1,2 GB groß.