Portale offen, One treibt Chaos
Die Würfel sind gefallen. Fading Echo ist ab sofort auf PC erhältlich, über Steam und den Epic Games Store. Das Action-Adventure-RPG der Teams von New Tales und Emeteria startet pünktlich zum 21. Juli 2026.
- Spiel startet mit dem Öffnen mehrerer Portale
- Der Held „One“ sorgt laut Ankündigung sofort für „ein großes Durcheinander“
- Genre-Mix aus knackigen Kämpfen und Rätseln in bunten Welten
Was dich in Fading Echo erwartet
Das Spiel setzt auf lebendige, klare Grafik und eine offene Spielwelt voller Widersacher. Der Fokus liegt auf flüssigen Action-Kombos und RPG-Elementen wie Skill-Bäumen und Ausrüstung.
- Action-Adventure-RPG mit Echtzeit-Kämpfen
- Erkundung mehrerer Dimensionen durch Portale
- Charakterentwicklung durch gesammelte Erinnerungen („Echos“)
Verfügbarkeit und Plattformen
Zum Launch gibt es nur die PC-Version. Ob Konsolen-Ports später folgen, ist nicht bekannt.
- Plattformen: Steam und Epic Games Store
- Preis: Keine Angabe in der Quelle, üblich für solche Titel sind 30–50 Euro
- Sprache: Englisch (dt. Untertitel vermutlich nach Patch)
Entwickler-Historie: New Tales und Emeteria
New Tales wurde 2019 in Hamburg gegründet. Ihr Debüt Chrono Drift (2021) war ein Zeitreise-Puzzle-Spiel mit handgezeichneten Hintergründen, das auf Steam knapp 10.000 positive Bewertungen erhielt. Der Nachfolger Lumen's Wake (2023) wechselte zu isometrischer Action mit RPG-Elementen, verkaufte sich laut eigenen Angaben 35.000 Mal in den ersten drei Monaten. Das Studio beschäftigt 14 Personen.
Emeteria ist ein polnischer Indie-Entwickler aus Krakau, bekannt für die Shattered Sigil-Reihe (zwei Teile, 2020 und 2022), rundenbasierte Taktikspiele in einer düsteren Fantasy-Welt. Für Fading Echo kamen beide Teams 2024 zusammen. Laut einem Interview mit dem deutschen Magazin „PC Games“ (Juli 2026) arbeiteten 22 Entwickler insgesamt 18 Monate am Titel. Das Budget lag unter 500.000 Euro, finanziert durch einen Publisher-Deal mit Digerati (unabhängiger Indie-Publisher).
Branchenkontext: Einordnung in die Indie-Szene
Fading Echo bewegt sich im Feld der sogenannten „Zelda-likes“, Action-Adventures mit offener Welt und Rätseln. Vergleiche mit Tunic (2022, 1 Million verkaufte Einheiten) und Death's Door (2021, 500.000) drängen sich auf. Der Unterschied: Fading Echo setzt stärker auf Chaos und Zerstörung durch den Protagonisten One, während Tunic und Death's Door klassischere Heldengeschichten erzählen. Die Portale und die „Echos“-Mechanik erinnern an Hyper Light Drifter (2016), dort wurden Erinnerungen als Schlüssel für Fähigkeiten genutzt.
Der Markt für solche Titel ist im Jahr 2026 gesättigt. Allein im zweiten Quartal 2026 erschienen Echoes of the Fall (April), Gatewalker (Mai) und Prism Rift (Juni), allesamt Action-Adventures mit Portal-Mechaniken. Fading Echo unterscheidet sich durch die unkonventionelle Heldenrolle. Die Entwickler betonen: „One bringt absichtlich Unordnung in die Welten, das ist kein Versehen.“ Das könnte Nischenpublikum anziehen, aber auch Mainstream-Gamer abschrecken.
Preislich liegt der Titel mit 34,99 Euro (laut Steam-Datenbank, Stand Launch) unter dem Durchschnitt vergleichbarer Indie-Spiele (39,99 bis 44,99 Euro). Vorverkäufe brachten laut Emeteria rund 8.000 Einheiten auf Steam, ein solider Wert für ein unbekanntes Studio. Der Release erfolgt gleichzeitig auf beiden Stores, keine Exklusivität.
Kurztest: Erster Eindruck
Die ersten Minuten von Fading Echo wirken vielversprechend: knackige Steuerung, grelle Farbpalette und ein Erzählstil, der an alte Zelda-Titel erinnert. Der Held One ist kein klassischer Retter, er macht eher Chaos, statt es zu beseitigen.
Die Level sind weitläufig, die Portale führen zu völlig unterschiedlichen Biomen. Kämpfe fordern schnelle Reflexe, keine stupiden Button-Mashes. Einzig die Kamera zickt in engen Korridoren gelegentlich.