Vergessenes Feature mit großem Nutzen
Viele Spieler achten auf Bildwiederholraten und Reaktionszeiten. Aber ein Detail wird oft übersehen: Manche Gaming-Monitore werden mit einer Fernbedienung geliefert. Das klingt banal, ist aber für alle mit mehr als einem Gerät extrem praktisch.
Warum eine Fernbedienung?
- Kein Herumfummeln an kleinen Tasten unter dem Bildschirm.
- Schnelles Umschalten zwischen Eingängen, HDMI 1 für PlayStation 5, HDMI 2 für Xbox Series X, DisplayPort für den Gaming-PC.
- Oft auch Lautstärkeregelung und Zugriff auf Bildmodi direkt vom Sessel aus.
Gerade bei Multiplattform-Setups spart das Zeit und Nerven. Statt sich zum Monitor zu beugen, drückt man einfach einen Knopf.
Nicht alle Monitore haben das
Es ist kein Standard-Feature. Meist findet man Fernbedienungen bei größeren Modellen oder solchen mit eingebauten Lautsprechern und Smart-TV-Funktionen. Marken wie LG, Samsung oder ASUS bieten sie bei manchen Reihen an. Vor dem Kauf lohnt ein Blick in die Spezifikationen.
Hersteller und ihre Fernbedienungs-Geschichte
LG führte die Magic Remote 2012 mit seinen Smart-TVs ein. Das Prinzip: eine Zeiger-Fernbedienung mit Scrollrad, ursprünglich für Menünavigation. Erst 2021 übertrug LG diese Technik auf Gaming-Monitore, konkret auf die UltraGear-Serie. Das Modell 32GQ950-B (2022) war eines der ersten mit beigelegter Fernbedienung. Sein direkter Vorgänger, der 27GN950 (2020), besaß noch einen einfachen Joystick. Samsung zog 2022 mit dem Odyssey Neo G8 nach. Dessen Vorgänger, der Odyssey G7 (2020), hatte keine. ASUS wiederum integrierte eine eigene ROG Remote im Swift PG32UQ (2021), ein kompaktes Viereck mit vier Tasten. Frühere ROG-Modelle wie der PG27UQ (2018) verließen sich auf OSD-Joysticks und Software.
Branchenkontext und Zahlen
Im TV-Sektor sind Fernbedienungen seit Jahrzehnten Standard. Gaming-Monitore dagegen sparten oft daran, um Kosten zu drücken. Erst mit dem Aufkommen von Smart-Monitoren (Samsung M8, LG Ergo mit WebOS) und dem Trend zu Multiplattform-Setups änderte sich das. Eine Marktanalyse von IDC aus 2023 zeigte: Nur 12% aller Gaming-Monitore über 500 Euro hatten eine Fernbedienung im Lieferumfang. Zum Vergleich: Bei Monitoren mit integriertem TV-Tuner waren es 78%. Dell und BenQ setzen weiterhin auf Joysticks, selbst in High-End-Modellen wie dem Alienware AW3423DW. Dabei zeigen Umfragen unter Multiplattform-Spielern: 43% schalten mindestens drei Mal täglich den Eingang um. Eine Fernbedienung spart pro Wechsel etwa 15 Sekunden, aufs Jahr gerechnet über fünf Stunden.
Ein Tipp aus der Praxis
Wer regelmäßig zwischen PC und Konsole wechselt, kennt das Problem: Der Monitor zeigt kein Signal, weil der falsche Eingang aktiv ist. Mit einer Fernbedienung ist das in Sekunden erledigt. Auch das Anpassen von HDR-Einstellungen oder das Aktivieren des Dunkelmodus wird bequemer.
Fazit für Vielspieler
Die Fernbedienung ist kein spektakuläres Feature, aber eines, das den Alltag merklich verbessert. Wer mehrere Geräte an einem Monitor betreibt, sollte genau darauf achten. Es ist eine kleine Investition in Bequemlichkeit, und die zählt beim Zocken.