Momoa trifft auf den grünen Wilden
Jason Momoa, bekannt als Aquaman und Duncan Idaho in Dune, soll im kommenden Street Fighter Movie den elektrisierenden Kämpfer Blanka spielen. Die ersten geleakten Bilder, über die Kotaku berichtet, zeigen Momoas Gesicht auf einem massiven, grünen Körper, mit wilden, rot-orangenen Haaren und einem muskulösen, fast grotesken Design.
Das Resultat wirkt unfreiwillig komisch. Einige Fans sprechen bereits von einem „cursed image“, als hätte jemand Momoas markante Züge in ein Billig-Halloween-Kostüm gesteckt. Die Hautfarbe erinnert an einen überreifen Avocado-Shake, die Mimik an einen verwirrten Action-Star, der nicht weiß, ob er lachen oder brüllen soll.
Studio und Produktionshintergrund
Der Film entsteht bei Legendary Entertainment, das auch Dune und Godzilla vs. Kong produzierte. Capcom lizenzierte die Rechte für eine Neuauflage nach dem Flop von Street Fighter: The Legend of Chun-Li (2009). Legendarys Hausregisseur Rawson Marshall Thurber (bekannt durch Red Notice, Central Intelligence) wurde 2023 als Regisseur und Drehbuchautor verpflichtet, eine Wahl, die für Action-Komödien steht, nicht für harte Kampfkunst. Das Budget soll laut Brancheninsidern bei 80 bis 100 Millionen Dollar liegen.
Bisher gibt es keine offiziellen Set-Fotos oder Trailer. Das Leak, das Kotaku zitierte, stammt mutmaßlich von einem Drehort oder aus einer frühen CGI-Vorschau. Legendary kommentierte die Bilder nicht.
Die Reaktionen der Community
- Vergleiche mit dem 1994er Street Fighter-Film mit Jean-Claude Van Damme, viele fürchten eine Wiederholung des damaligen Desasters.
- Fragen nach der Machart: Handelt es sich um praktisches Make-up, Animatronics oder reines CGI? Bisher gibt es keine offiziellen Statements von Capcom oder den Produzenten.
- Memes und Shitposts überschwemmen soziale Medien, von „Blanka als Aquaman-Version“ bis zu „Street Fighter meets The Room“ ist alles dabei.
Die Kotaku-Zusammenfassung spricht knapp von „Jason Momoa’s face is plastered on a green monstrosity“, eine Beschreibung, die viele Fans bestätigt sehen.
Frühere Street-Fighter-Verfilmungen
Die Reihe hat eine wechselhafte Filmgeschichte. Der 1994er Film mit Jean-Claude Van Damme als Guile kostete 35 Millionen Dollar und spielte 99 Millionen weltweit ein, kein Kassenschlager, aber kein Totalausfall. Kritiker vergaben 21 Prozent auf Rotten Tomatoes. Der 2009er Film Street Fighter: The Legend of Chun-Li (Regie: Andrzej Bartkowiak) floppte mit 12 Millionen Dollar Einspiel bei 50 Millionen Budget und satten 4 Prozent auf Rotten Tomatoes. Dazu kommen Anime-Produktionen wie Street Fighter II: The Animated Movie (1994), der bei Fans als gelungen gilt und 2 Millionen Dollar einspielte, aber Kultstatus erreichte.
Die neue Produktion ist der erste Realfilm seit 16 Jahren. Zwei Serien, Street Fighter: Assassin’s Fist (2014) und Street Fighter: Resurrection (2016), blieben im Low-Budget-Bereich und verschwanden schnell.
Was sagt uns dieser Look über den Film?
Ein derart extremer Blanka könnte auf zwei Dinge hindeuten: Entweder setzt das Team auf bewusst trashigen Charme im Stil der alten Videospielverfilmungen, oder es handelt sich um ein massives CGI-Fiasko. In der Spielreihe ist Blanka ein wilder, unberechenbarer Kämpfer, ob Momoa dessen rohe Energie einfangen kann, bleibt abzuwarten.
Bis zur offiziellen Enthüllung bleibt nur ein Eindruck: ein grünes Monstrum mit dem Gesicht von Aquaman, das wie eine Fieberfantasie aus den 90ern aussieht. Ob das gut oder schlecht ist, entscheidet wohl erst der fertige Film.
Branchenkontext und Vergleich
Der Boom der Videospielverfilmungen seit 2020 setzt Street Fighter unter Druck. Sonic the Hedgehog 2 spielte 405 Millionen Dollar ein, The Super Mario Bros. Movie über 1,36 Milliarden. Sogar Mortal Kombat (2021) erreichte bei einem Budget von 20 Millionen Dollar ein Einspiel von 84 Millionen, trotz mäßiger Kritiken. Legendary selbst hat mit Pokémon: Detective Pikachu (433 Millionen Dollar) gezeigt, dass man Franchise-Stoffe massentauglich umsetzen kann.
Die größte Hürde ist das schlechte Image der Marke im Realfilm. Während Mortal Kombat 2021 auf eine düstere, gewalttätige Ästhetik setzte, wirkt der geleakte Blanka-Look wie ein Rückfall in die Zeit der trashigen 90er-Adaptionen. Erinnert an die erste Sonic-Enthüllung 2019, die nach Fan-Protest komplett überarbeitet wurde, ob Legendary eine ähnliche Kehrtwende hinlegt, ist offen. Momoas Gage soll bei 12 Millionen Dollar liegen, was zeigt, dass das Studio auf Star-Power setzt, nicht auf visionäres Design.