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Kreativer von Baby Steps: Mario Sunshine-Kritik zeigt, wo 3D-Spiele entgleisten
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Kreativer von Baby Steps: Mario Sunshine-Kritik zeigt, wo 3D-Spiele entgleisten

Bennett Foddy erklärt, warum die abkühlende Begeisterung für Super Mario Sunshine ein Wendepunkt für 3D-Plattformer war, und wie die sengende Hitze von Isle Delfino sein eigenes Spiel Baby Steps prägte.

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Tommes Parzl
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Die These des Baby Steps-Schöpfers

Bennett Foddy, Designer des preisgekrönten Baby Steps, sieht in der wachsenden Kritik an Super Mario Sunshine einen Wendepunkt. In einem Interview mit Kotaku nannte er die abkühlenden Meinungen zum GameCube-Klassiker den Moment, „wo die Dinge für 3D-Spiele schief liefen“.

Das Spiel über das quälende Gehen verdankt seine Atmosphäre direkt der Insel Isle Delfino. Foddy zufolge steckt in jeder verschwitzten, mühsamen Bewegung von Baby Steps die Essenz von Mario Sunshines umstrittener Hitzephysik.

Warum ausgerechnet Mario Sunshine?

  • Mario Sunshine gilt oft als der schwächere 3D-Mario, unpräzise Düse, rutschige Böden, ungewohnt träges Tempo.
  • Foddy widerspricht: Genau diese Unbequemlichkeit sei mutig gewesen. Die Ablehnung des Spiels zeige, dass Spieler und Entwickler den Fokus auf „saubere“ Mechaniken verloren hätten.
  • Heutige 3D-Plattformer seien zu flüssig, zu vorhersagbar. Sunshine habe bewusst Reibung erzeugt, etwas, das Foddy als verlorene Tugend bezeichnet.

Der körperliche Anspruch von Baby Steps

  • Baby Steps zwingt den Spieler, jeden Schritt zu kontrollieren, Gewicht verlagern, Balance halten, im Sand versinken.
  • Foddy ließ sich direkt von der schwülen Atmosphäre Isle Delfinos inspirieren: „Das Gefühl, im heißen Sand zu versinken, das erschöpfte Vorankommen, das ist Sunshine pur.“
  • Die Sonneneinstrahlung und das unnachgiebige Terrain in Baby Steps spiegeln den gleichen Unwillen wider, dem Spieler etwas leicht zu machen.

Ein Plädoyer für unbequeme Spiele

  • Foddy kritisiert, dass moderne 3D-Plattformer oft zu glatt und vorhersagbar geworden seien. Mario Sunshine habe mit seiner unpräzisen Düse und den rutschigen Flächen bewusst Reibung erzeugt.
  • „Wir haben vergessen, dass Spiele auch anstrengend sein dürfen“, so Foddy. Die heutige Abneigung gegen Sunshines Design sei ein Symptom für eine Industrie, die den Mut verloren habe.
  • Er verweist auf den Erfolg eigener Titel wie Getting Over It, die ähnliche „unbequeme“ Mechaniken feiern und eine Gegenbewegung einleiten.

Was das für die Zukunft bedeutet

  • Foddy arbeitet bereits an einem Nachfolger zu Baby Steps, der noch tiefer in die Hitzephysik eintauchen soll.
  • Er hofft, dass Indie-Titel wie seines eine Renaissance unbequemer Plattformer auslösen, inspiriert von einem GameCube-Spiel, das viele heute zu Unrecht links liegen lassen.
  • Mario Sunshine bleibt für ihn ein unverstandenes Meisterwerk: Der Moment, als 3D-Spiele den Mut zur Reibung verloren, sei der Punkt gewesen, an dem sie ihre Seele einbüßten.

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