Ein Satz mit Ansage
Chris Mundy, der Showrunner von Lanterns, äußerte gegenüber GamesRadar+ den Anspruch, das volle Potenzial der Vorlage auszuschöpfen. Sein Zitat lautet: "We'd be stupid not to use everything that you can do inside the Green Lantern universe."
Mundy leitet das Projekt unter der Ägide der DC Studios, die von James Gunn und Peter Safran geführt werden. Er ist bekannt für seine Arbeit als Showrunner bei Ozark, wo er über vier Staffeln hinweg ein düsteres, charakterzentriertes Drama für Netflix etablierte.
Vom Boden ins All?
Lanterns ist als Serie für den Streamingdienst Max konzipiert und folgt einem "True Detective"-Ansatz. Die Geschichte konzentriert sich auf den erfahrenen Hal Jordan und den jungen John Stewart, die gemeinsam einen Mordfall auf der Erde untersuchen.
- Die Serie ist Teil des neuen DC Universe (DCU), das mit dem Kapitel "Gods and Monsters" startet.
- Ursprüngliche Pläne für eine Green Lantern-Serie unter Greg Berlanti wurden verworfen, um Platz für Mundys Vision zu schaffen.
- Die Serie soll sich ästhetisch von den bisherigen, oft CGI-lastigen Superhelden-Produktionen abgrenzen.
Die Mythologie des Corps bietet mit den Guardians of the Universe und dem Sinestro Corps ein Spektrum, das von bodenständiger Krimi-Ermittlung bis zu intergalaktischen Kriegen reicht. Mundys Ziel ist es, diese Spannweite innerhalb der acht Episoden der ersten Staffel auszuloten.
Branchenkontext und Studio-Historie
James Gunn setzt bei den neuen DCU-Projekten stark auf erfahrene Autoren mit einem klaren Stil. Mundys Verpflichtung nach seinem Erfolg mit Ozark deutet auf eine Erzählweise hin, die weniger auf Effekte und mehr auf psychologische Dynamiken setzt.
- Vergleiche lassen sich zu Andor ziehen, das innerhalb des Star Wars-Kosmos ebenfalls einen geerdeten Thriller-Ton wählte.
- Lanterns muss sich gegen die Wahrnehmung des Kinofilms von 2011 behaupten, der weltweit 219 Millionen Dollar einspielte und bei Kritikern durchfiel.
- Das Budget für die Serie wird auf über 100 Millionen Dollar geschätzt, um die notwendige visuelle Qualität für Weltraum-Sequenzen zu sichern.
Warner Bros. Discovery investiert massiv in dieses Format, da die Green Lantern-Marke seit Jahren als schwierig für Live-Action-Adaptionen gilt. Die Kombination aus Krimi-Struktur und kosmischer Skalierung soll das Franchise für ein breites Publikum reaktivieren.
Keine offizielle Bestätigung
Bisher existiert lediglich das Konzept, das Mundy gemeinsam mit Damon Lindelof und Tom King entwickelt hat. Lindelof bringt Erfahrung aus Lost und Watchmen ein, während King durch seine Arbeit an den DC Comics-Reihen wie Mister Miracle als Experte für die Materie gilt.
- Es gibt keinen offiziellen Starttermin für die Produktion.
- Die Besetzung der Hauptrollen ist noch nicht abgeschlossen.
- Die Serie ist als abgeschlossene Staffel geplant, kann aber bei Erfolg fortgesetzt werden.
Die Verantwortlichen halten sich mit Details zur Handlung zurück, um das Geheimnis um den Mordfall im Zentrum der Serie zu wahren. Die Aussage von Mundy dient primär dazu, Fans der Comics zu beruhigen, die eine zu starke Einschränkung auf die Erde befürchteten.
Was das für die Serie bedeutet
Der Ansatz, die kosmische Tragweite der Ringe mit einem intimen Krimi-Format zu kreuzen, unterscheidet Lanterns von konventionellen Comic-Serien. Mundy nutzt das Budget von Max, um das Green Lantern-Universum als Schauplatz für unterschiedliche Genres zu etablieren.
Die Serie fungiert als Ankerpunkt für den Übergang des DCU in den Weltraum. Sollte der Plan aufgehen, dient sie als Blaupause für weitere Projekte, die das interstellare Potenzial von DC ausnutzen. Die Vorproduktion findet derzeit in den Studios in Atlanta statt, wobei das Drehbuchteam weiterhin an den kosmischen Elementen arbeitet.