Ein Walk-off entfacht die Spiellust
Nach einem 5-4-Sieg der Pirates gegen die Twins im Bottom 9 schlägt Bryan Reynolds einen Walk-off-Homer über die linke Mauer. Der Redakteur ist elektrisiert, sucht sofort Clips und startet MLB The Show 26, um im PNC Park eigene Home Runs zu jagen. Sein Ziel: einen Ball in den Allegheny River zu befördern.
Niederlage macht alles zunichte
Ganz anders nach einer 4-10-Pleite gegen die Colorado Rockies. Starting-Pitcher Mitch Keller wird auseinandergenommen, das Bullpen versagt. Der Autor will das Spiel nicht einmal ansehen. Er vermeidet es, die Gesichter der enttäuschenden Spieler zu sehen oder gegen sie anzutreten, selbst im virtuellen Stadion.
Ratings werden zum Ärgernis
- Marcell Ozuna hat eine miserable echte Leistung gezeigt, im Spiel steht er bei nur 73 Punkten und löst puren Frust aus.
- Spencer Horwitz, der für seine Bat Flips bekannt ist, hat lediglich 68 Punkte, obwohl er trifft.
- Die realen Enttäuschungen übertragen sich direkt auf die virtuelle Baseball-Welt.
Die Entwickler und die Seriengeschichte
MLB The Show wird seit 2006 von San Diego Studio entwickelt, einem internen Team von Sony Interactive Entertainment. Vor der Übernahme durch Sony arbeitete das Studio an Titeln wie MLB 06: The Show und später an der jährlichen Reihe, die bis 2020 exklusiv für PlayStation erschien. Mit MLB The Show 21 öffnete Sony den Titel erstmals für Xbox und Nintendo Switch, ein Schritt, der die Spielerbasis massiv vergrößerte. Laut Sony haben sich die Spiele der Reihe bis 2024 insgesamt über 35 Millionen Mal verkauft. Der neueste Ableger, MLB The Show 26, setzt die Tradition fort, bietet aber keine größeren Gameplay-Revolutionen, die jährlichen Updates konzentrieren sich auf Kader, Stadien und kleine Mechanik-Anpassungen. Kritiker loben konstant die realistische Simulation, werfen dem Franchise aber Stagnation vor.
Technische Probleme und Server-Frust
Serverausfälle gehören bei MLB The Show zur Release-Tradition. MLB The Show 24 hatte am Launch-Wochenende stundenlange Verbindungsabbrüche, die tausende Spieler von Online-Modi ausschlossen. Sony San Diego veröffentlichte innerhalb von 48 Stunden einen Patch, doch der Ärger blieb. Auch MLB The Show 26 startete nicht reibungslos: Forenberichte meldeten Lags im Cross-Play-Modus und abgebrochene Ranked-Spiele. Der Redakteur erlebt genau diesen Frust, wenn er nach einer Pleite trotzig startet, und auf eine Fehlermeldung stößt.
Wenn die Baseball-Götter zuschlagen
Manchmal startet der Redakteur das Spiel trotzig, und wird von einem Serverausfall begrüßt. Er sieht darin eine ironische Bestätigung der Baseball-Götter, dass man nach einer Niederlage nicht zocken soll. Die technischen Probleme von Sony San Diego tun ihr Übriges.
Die Kehrseite der Leidenschaft
Der Autor gibt zu, zu sehr an seinem Team zu hängen. Doch genau diese emotionalen Tiefen machen die Hochs unvergesslich. Nach einem Walk-off-Sieg will er nur eines: MLB The Show 26 spielen und grinsen. Ohne Frust gäbe es keine solche Euphorie. Seine letzte Botschaft an Besitzer Bob Nutting: „Verkauf das Team!“