Solo-Spieler aufgepasst: „Vault Breaker“ kommt
Bungie hat den ersten reinen PvE-Modus für Marathon angekündigt. Er heißt Vault Breaker und richtet sich speziell an Spieler, die allein unterwegs sind.
Laut einem Bericht von Kotaku klingt der Modus richtig gut, und ich will ihn sofort spielen. Leider müssen wir uns bis zum 21. Juli gedulden.
Was ist Vault Breaker?
- Ein kooperativer PvE-Modus, der aber für Solo-Spieler optimiert ist.
- Kein Matchmaking mit Fremden, du kaperst die Vaults allein oder in einer festen Gruppe.
- Bungie verspricht eine knackige Herausforderung, die an klassische Extraktions-Shooter erinnert.
Das Besondere: Der Modus verzichtet komplett auf PvP-Elemente. Keine anderen Spieler, die dir in den Rücken fallen, nur du gegen die Umgebung und die Feinde.
Warum das interessant ist
Marathon startete als reiner PvPvE-Shooter mit Extraktionsmechanik. Viele Spieler fanden das Konzept spannend, fühlten sich aber von den PvP-Kämpfen abgeschreckt.
Mit Vault Breaker schafft Bungie einen Einstieg für genau diese Zielgruppe. Du kannst dir in Ruhe die Karten ansehen, Waffen testen und den Loot einsammeln, ohne ständig über die Schulter zu schauen.
Hintergrund: Bungies Weg zu Marathon
Bungie wurde 1991 gegründet und machte sich mit der ursprünglichen Marathon-Trilogie (1994–1996) einen Namen. Die Spiele liefen exklusiv auf dem Mac und prägten das Genre mit einer dichten, textbasierten Erzählweise. 2001 folgte Halo: Combat Evolved, ein Meilenstein für Konsolen-Shooter, der Microsofts Xbox trug. Nach der Übernahme durch Microsoft und später der Loslösung (2007) entwickelte Bungie Destiny (2014), einen MMO-Shooter mit hybriden PvPvE-Modi.
Das neue Marathon ist kein Remake der alten Spiele, sondern ein völlig eigenständiger Extraktions-Shooter im Sci-Fi-Setting. Angekündigt im Mai 2023, erschien das Spiel im Juni 2025 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Zum Launch verzeichnete Marathon laut SteamDB knapp 210.000 gleichzeitige Spieler, vergleichbar mit den Startwerten von Hunt: Showdown (34.000) und Escape from Tarkov (200.000+). Die Community zeigte sich gespalten: Die PvPvE-Mechanik polarisierte, Solo-Spieler beklagten fehlende Einstiegsmöglichkeiten.
Einordnung: Solo-PvE in der Extraktions-Shooter-Szene
Reine PvE-Modi sind in diesem Subgenre selten. Escape from Tarkov bietet keine Solo-Queue, Hunt: Showdown hat mit „Trials“ nur zeitlich begrenzte PvE-Herausforderungen. The Cycle: Frontier stellte den Betrieb 2023 ein, ein Solo-Modus war nie geplant. Bungie reagiert damit auf eine klare Marktlücke: Laut einer Umfrage des Branchendienstes GameDiscoverCo von März 2025 gaben 37 % der Extraktions-Shooter-Spieler an, sie würden häufiger spielen, wenn reine PvE-Optionen verfügbar wären.
Vault Breaker erinnert an Destiny 2s „Strikes“, kooperative Missionen ohne PvP, die sich an feste Gruppen oder Solo-Spieler richten. Bungie hatte dort über Jahre gelernt, wie man Schwierigkeitsgrade und Belohnungen staffelt. Die Entscheidung, keinen Matchmaking-Zwang einzubauen, ist kein Zufall: Im Destiny-Forum führten Beschwerden über toxische Mitspieler in „Gambit“ (PvPvE) zu wiederholten Änderungen. Mit Vault Breaker baut Bungie diese Erfahrung direkt ein.
Release und Erwartungen
Der Modus erscheint am 21. Juli als kostenloses Update für alle Marathon-Besitzer. Ein eigener Solo-Queue soll sicherstellen, dass du nie mit randoms zusammengeworfen wirst.
Ob Vault Breaker langfristig neue Mechaniken oder eigene Belohnungen bringt, ist noch offen. Bungie hat in der Vergangenheit bei Destiny 2 jede zweite Saison einen neuen PvE-Aktivitäts-Typ nachgeschoben, etwa „Menagerie“ oder „Dares of Eternity“. Der erste Eindruck aus der Vorschau zeigt eine Karte mit drei Zonen, die in zufälliger Reihenfolge aktiviert werden, sowie Boss-Gegner, die Waffen-Mods droppen. Ein konkretes Belohnungssystem wurde nicht genannt.