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Mark Darrah kritisiert die Live-Service-Sucht der Branche
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Mark Darrah kritisiert die Live-Service-Sucht der Branche

Der ehemalige BioWare-Produzent fordert ein Umdenken bei der Entwicklung großer Titel und warnt vor der einseitigen Ausrichtung auf Dauer-Service-Modelle.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Eine kritische Stimme aus den eigenen Reihen

Mark Darrah, bekannt durch seine Arbeit an Dragon Age und Mass Effect, sieht die aktuelle Entwicklung der Spieleindustrie mit Sorge. Er hinterfragt die Strategie vieler großer Publisher, alles auf das Live-Service-Modell zu setzen.

Der Branchenveteran zieht einen direkten Vergleich zur Filmindustrie. Er vergleicht den aktuellen Sättigungsgrad bei Spielen mit dem Überangebot an Blockbustern im Kino.

Warum das aktuelle Modell wackelt

Die Liste der Probleme in der Branche ist lang. Darrah verweist auf konkrete Missstände der letzten Monate:

  • Massive Entlassungswellen bei bekannten Studios.
  • Einstellung von Projekten, die Jahre in der Entwicklung waren.
  • Das kommerzielle Scheitern von Titeln, die auf langfristige Monetarisierung ausgelegt waren.

Der Vergleich mit Hollywood

Darrah sieht Parallelen zwischen der Spielewelt und dem Kino-Markt. Wenn jeder Publisher nur noch nach dem nächsten großen Dauerbrenner sucht, leidet die Vielfalt.

  • Studios kopieren blind das Modell von Anthem oder ähnlichen Titeln.
  • Diese Strategie ignoriert die unterschiedlichen Bedürfnisse der Spielerschaft.
  • Der Markt für Live-Service-Spiele ist bereits jetzt massiv überlaufen.

Die Notwendigkeit von Alternativen

Die Industrie braucht wieder klassische Spiele, die ein festes Ende haben. Darrah fordert Produzenten auf, öfter in eigenständige Erlebnisse zu investieren.

  • Ein Spiel sollte nicht zwingend eine zehnjährige Laufzeit benötigen.
  • Budget-Fokussierung auf Service-Elemente schadet oft der spielerischen Qualität.
  • Die Abhängigkeit von kontinuierlichen Inhalts-Updates belastet die Entwickler-Teams unnötig.

Blick auf die wirtschaftliche Realität

Die Branche stützt sich zu stark auf die Hoffnung, jedes Spiel müsse ein finanzieller Dauerläufer sein. Dieser Ansatz führt laut Darrah zu einer gefährlichen wirtschaftlichen Instabilität.

Er plädiert für eine Rückkehr zu einer gesunden Mischung im Portfolio. Die Spielerbasis zeigt bereits jetzt Ermüdungserscheinungen gegenüber rein auf Mikrotransaktionen ausgelegten Systemen. Aktuell sind weltweit mehr als 10.000 Stellen in der Gaming-Branche durch Restrukturierungen gefährdet.

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