Spiele-Deal mit Plattform-Power
MediaMarkt wiederholt eine Aktion, die sich bereits bewährt hat: Drei Spiele zum Gesamtpreis von 49 Euro. Das Besondere: Die Titel erscheinen gleichzeitig für PS4, PS5, Nintendo Switch, Xbox Series X/S und PC.
Die genaue Spieleauswahl steht noch nicht fest, das Modell ist aber immer gleich. Kunden wählen drei Titel aus einer festgelegten Liste und zahlen pauschal 49 Euro.
Was die Aktion besonders macht
- Plattformübergreifend: Egal ob Sony, Microsoft, Nintendo oder der PC, alle Systeme sind dabei.
- Fixpreis statt Einzelkauf: Normalerweise kostet ein einziger Triple-A-Titel oft 60 bis 70 Euro. Hier gibt es drei für weniger als einen.
- Wiederholung: Die Aktion lief bereits früher und kam bei der Community gut an. Viele haben auf eine Neuauflage gehofft.
Die Historie des Drei-für-49-Modells
MediaMarkt startete das Drei-für-49-Format erstmals im November 2021. Damals waren nur PS4 und Xbox One abgedeckt, der PC fehlte noch.
Die erste Auflage war innerhalb von 72 Stunden ausverkauft. Laut internen Händlerdaten gingen rund 12.000 Pakete über die Ladentische. Der durchschnittliche Warenkorb lag mit 49 Euro deutlich unter den sonst üblichen 100 Euro für zwei neue Spiele.
Die Community forderte in Foren und auf Twitter eine Neuauflage. MediaMarkt reagierte und erweiterte 2022 das Angebot auf alle aktuellen Systeme. Die diesjährige Version ist die dritte Iteration.
Vergleich mit anderen Händler-Aktionen
Saturn, die Schwesterkette, setzt auf „2 für 30 Euro“, aber nur mit älteren Titeln aus dem „Budget-Label“ wie „Assassin’s Creed Origins“ oder „Far Cry 5“. Amazon bietet im Prime Day zwar Rabatte, aber kein festes Bündel.
GameStop wiederum verkauft gebrauchte Spiele im „Buy 2 Get 1 Free“-Modell, der effektive Stückpreis liegt dann bei rund 20 Euro pro Spiel. MediaMarkt unterbietet das mit 16,33 Euro pro Titel.
Der Vorteil für den Kunden: Die Auswahl ist nicht auf Klassiker beschränkt, sondern umfasst oft aktuelle Releases wie „Elden Ring“, „Hogwarts Legacy“ oder „The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“, je nach Verfügbarkeit.
Preisentwicklung im Spielemarkt
Seit dem Generationswechsel 2020 haben viele Publisher den Preis für Neuerscheinungen auf 70 Euro angehoben (PS5, Xbox Series X). Sony, Ubisoft und Take-Two zogen zuerst, Microsoft folgte mit „Starfield“ (2023).
Ein Preis von 49 Euro für drei Spiele bedeutet einen effektiven Stückpreis von 16,33 Euro. Das liegt 77 Prozent unter dem aktuellen Neupreis eines durchschnittlichen Triple-A-Titels.
Selbst ältere Spiele kosten im Einzelverkauf meist noch 30 bis 40 Euro, erst nach zwei Jahren fallen sie unter die 20-Euro-Marke. MediaMarkts Paketpreis unterbietet also auch die gebrauchten Alternativen.
Plattformübergreifender Ansatz
MediaMarkt ist der einzige große Händler in Deutschland, der ein solches Paket für alle fünf Plattformen gleichzeitig anbietet. Konkurrenten wie Müller oder Expert trennen ihre Angebote nach Konsolengruppen.
Logistisch bedeutet das: Der Händler muss für jede Plattform separate Bestände vorhalten und die SKUs im Warenwirtschaftssystem verwalten. Das ist aufwendiger als ein reines „Disk-only“-Angebot.
Die Pakete werden als physische Discs oder Module ausgeliefert, digitale Codes sind nicht im Deal enthalten. Das bindet Kunden an den stationären Handel, der in Deutschland mit gut 30 Prozent Umsatzanteil noch eine wichtige Rolle spielt.
Relevanz für den deutschen Markt
Der deutsche Spielemarkt setzte 2023 rund 6,2 Milliarden Euro um. Physische Spiele machten davon etwa 1,9 Milliarden aus, ein Anteil von 30 Prozent, der langsam schrumpft.
Aktionen wie diese bremsen den Trend zur reinen Digitaldistribution. Kunden, die drei Discs für 49 Euro kaufen, kommen häufiger in die Filiale, und greifen dort oft zu Zubehör oder weiteren Titeln.
MediaMarkt operiert mit rund 200 Filialen deutschlandweit. Die Aktion wird in allen Standorten parallel durchgeführt, solange der Vorrat reicht. Eine Obergrenze von drei Paketen pro Kunde verhindert Scalping.