Ein Jubiläum für eine Legende
Vor genau 40 Jahren feierte Metroid sein Debüt bei Nintendo. Das Plattform-Abenteuer überraschte mit einer dichten, bedrohlichen Atmosphäre. Es legte den Grundstein für eine Spielform, die noch immer lebt.
Die Heldin hinter dem Helm
Metroid stellte den Spielern eine der beständigsten Figuren der Industrie vor: die Kopfgeldjägerin Samus Aran. Sie kämpfte sich allein durch eine fremde, feindliche Welt. Ihre wahre Identität blieb bis zum Ende ein Geheimnis.
- Dieser Twist wurde später oft aufgegriffen.
- Samus sprach kaum, überzeugte aber durch Taten.
- Damit brach sie mit vielen Klischees ihrer Zeit.
Eine ungewöhnliche Spielidee
Der Titel verband Sprungaktionen mit dem Aufspüren neuer Fähigkeiten. Spieler mussten bereits besuchte Gebiete erneut durchqueren, um mit frischer Ausrüstung weiterzukommen. Dieser Kreislauf aus Erkunden und Entdecken wirkte lange nach.
Der Name für ein ganzes Genre
Das Spielprinzip bekam später einen eigenen Namen: Metroidvania. Der Begriff setzt sich aus Metroid und Castlevania zusammen, den zwei wichtigsten Vertretern dieser Gattung. Zusammen definierten sie ein Genre, das nach wie vor zahlreiche neue Spiele hervorbringt.
Ein Erbe mit großer Strahlkraft
Die Formel von Metroid taucht in unzähligen modernen Titeln wieder auf. Indie-Entwickler variieren die Struktur, verlegen sie in neue Welten und erweitern sie um eigene Ideen. Der Kern bleibt jedoch derselbe: eine große Karte, viele Geheimnisse, beständige Fortschritte.
Ein stiller Meilenstein
40 Jahre sind für ein Videospiel eine lange Zeit. Samus Aran begeistert bis heute, ohne viele Worte zu verlieren. Ihre Reise begann damals mit einem Sprung in eine unbekannte Tiefe.
Ein Jubiläum für eine Legende
Metroid erschien am 6. August 1986 für das Famicom Disk System in Japan. Das Team um den Produzenten Gunpei Yokoi wollte ein Gegenstück zu den linearen Actionspielen der Ära schaffen.
- Die Entwicklung leitete Yoshio Sakamoto, der später die Serie über Jahrzehnte prägte.
- Vor der Arbeit an Metroid war das Team vor allem für Kid Icarus und die Game & Watch-Reihe bekannt.
- Das Spiel nutzte das Speichermedium des Disk Systems, da Standard-Module damals keine permanenten Spielstände unterstützten.
Die Heldin hinter dem Helm
Die Identität von Samus Aran war 1986 ein gezielter Marketing-Coup. Nach dem Durchspielen in unter einer Stunde erschien die Protagonistin ohne ihren Kampfanzug.
- Das Design orientierte sich an Ellen Ripley aus den Alien-Filmen von Ridley Scott.
- Der Name Ridley für den Erzfeind von Samus ist eine direkte Anspielung auf den Regisseur.
- Die Stille der Figur entstand durch die technischen Limitierungen der Hardware, die keine narrativen Dialoge zuließen.
Eine ungewöhnliche Spielidee
Das Spielprinzip erforderte vom Nutzer ein hohes Maß an räumlichem Gedächtnis. Karten gab es damals nicht auf dem Bildschirm, was die Erkundung des Planeten Zebes zu einer Herausforderung machte.
- Spieler mussten die Umgebung durch den Erwerb von Upgrades wie den Morph Ball oder den High Jump Boots neu bewerten.
- Viele Areale waren durch Hindernisse versperrt, die erst mit spezifischen Waffen zerstört werden konnten.
- Die nicht-lineare Struktur unterschied sich massiv von Zeitgenossen wie Super Mario Bros. oder Contra.
Der Name für ein ganzes Genre
Der Begriff Metroidvania etablierte sich erst Jahre nach der Veröffentlichung von Castlevania: Symphony of the Night (1997). Während Metroid die Science-Fiction-Komponente lieferte, brachte Castlevania Rollenspiel-Elemente wie Erfahrungspunkte und Ausrüstungsmenüs ein.
- Super Metroid (1994) auf dem SNES gilt als der technische Höhepunkt der Serie.
- In den 2000er Jahren verlagerten die Retro Studios die Serie mit Metroid Prime erfolgreich in die Ego-Perspektive.
- Das Genre erlebt durch Titel wie Hollow Knight oder Axiom Verge seit 2010 eine starke Präsenz im Indie-Sektor.
Ein Erbe mit großer Strahlkraft
Seit dem ersten Teil umfasst die Serie über 15 Einträge auf verschiedenen Nintendo-Plattformen. Die Verkaufszahlen der frühen Ableger blieben hinter den Marken Mario oder Zelda zurück, sicherten sich jedoch einen hohen Stellenwert in der Spieler-Community.
- Metroid Fusion auf dem Game Boy Advance setzte die lineare Erzählweise fort, die später in Metroid Dread (2021) kulminierte.
- Metroid Prime 4: Beyond befindet sich aktuell in der Entwicklung für die Nachfolgekonsole der Nintendo Switch.
- Das ursprüngliche Metroid verkaufte sich weltweit etwa 2,7 Millionen Mal.
Ein stiller Meilenstein
Die Mechanik des "Ability-Gating" bleibt das Kernstück der Reihe. Durch den Erhalt einer Fähigkeit verändert sich die Wahrnehmung der bereits bekannten Spielwelt sofort.
- Das erste Spiel bot fünf unterschiedliche Endsequenzen, abhängig von der benötigten Zeit für den Abschluss.
- Die Atmosphäre entstand durch den minimalistischen Soundtrack von Hirokazu Tanaka, der auf unheimliche Klänge statt auf Melodien setzte.
- Samus Aran tauchte zuletzt in Metroid Dread auf, welches die spielerische Freiheit durch neue Bewegungsoptionen wie den Slide-Move erweiterte.