Die Pro 2 ist da
Viture hat mit der Pro 2 seine bisher leichteste und dünnste XR-Brille offiziell vorgestellt. Sie kostet 299 Dollar und ist ab heute, dem 6. August 2026, erhältlich.
Das Unternehmen hinter der Marke, Viture Inc., wurde 2021 von ehemaligen Mitarbeitern von Google, Apple und Disney gegründet. Ihr Fokus liegt auf der Kombination von Unterhaltungselektronik und tragbarer Optik, um den Markt für mobile Bildschirme zu besetzen.
Technik unter der Haube
- 1080p bei 120 Hertz über Sony-Micro-OLED-Linsen
- Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits
- Sichtfeld von 50 Grad
- UltraClarity 3.0: neue Birdbath-Optik für schärfere Bilder
Die Birdbath-Optik nutzt einen halbdurchlässigen Spiegel, der das Bild eines internen Displays direkt vor das Auge projiziert. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen wie der Viture One (2022) wurde die Lichtdurchlässigkeit durch die neue Beschichtung um 15 Prozent gesteigert. Die Sony-Micro-OLEDs erreichen bei der Pro 2 einen Kontrastwert von 100.000:1.
Historie und Vorgänger
Viture startete 2022 eine Kickstarter-Kampagne für die Viture One, die über 3 Millionen Dollar einbrachte. Dieses erste Modell etablierte den magnetischen Anschluss sowie den Fokus auf Cloud-Gaming.
Die Viture Pro (2024) verbesserte die Bildqualität und führte die elektrochrome Tönung ein, um Umgebungslicht mechanisch auszublenden. Die Pro 2 verzichtet auf die teure elektrochrome Schicht, um das Gewicht unter die 75-Gramm-Marke zu drücken.
Auch für Brillenträger
Die Pro 2 besitzt integrierte Dioptrien, die sich individuell einstellen lassen. Das ist ein praktisches Feature für alle, die ohnehin eine Sehhilfe tragen.
Die mechanische Anpassung erlaubt Einstellungen von 0 bis -5 Dioptrien pro Auge. Dies ersetzt die bei Konkurrenzprodukten wie der XREAL Air 2 Pro notwendigen Korrekturgläser, die oft separat beim Optiker bestellt werden müssen.
Branchenkontext und Wettbewerb
Der Markt für XR-Brillen wird derzeit von XREAL, Rokid und Viture dominiert. Während XREAL mit der Air 2 Ultra auf 6DoF-Tracking (sechs Freiheitsgrade) setzt, konzentriert sich Viture primär auf den Konsum von Medien und Gaming.
Die Viture Pro 2 konkurriert direkt mit der Rokid Max 2. Im Gegensatz zur Beast XR, die als High-End-Modell ein eigenes Betriebssystem auf Android-Basis besitzt, fungiert die Pro 2 als reines Peripheriegerät für externe Zuspieler.
Der Mobile Mini Dock
Parallel zur Brille bringt Viture den Mobile Mini Dock für 99 Dollar heraus. Er ist kleiner als der Pro Mobile Dock und mit allen Viture-XR-Brillen kompatibel.
- Hub-Modus: digitale Verbindung mit Konsolen wie der Switch 2, um Spiele per XR-Brille zu sehen
- Solo-Modus: funktioniert als normaler USB-C-Hub
- Per Magnethalterung direkt an der Switch 2 befestigbar
Das Dock unterstützt das Aufladen des Endgeräts während der Nutzung (Pass-Through-Charging). Dies war bei der ersten Viture One nur über ein komplexes Zubehör-Set möglich, das oft Kompatibilitätsprobleme mit dem Steam Deck aufwies. Der neue Dock verwendet einen Standard-USB-C-PD-Controller (Power Delivery), der die Kommunikation zwischen Handheld-Chipsätzen und der Brille stabilisiert.
Preis und Verfügbarkeit
Die Viture Pro 2 kostet 299 Dollar, der Mobile Mini Dock 99 Dollar. Beide Produkte sind ab sofort erhältlich.
Mit diesem Preispunkt unterbietet Viture die Markteinführungspreise der XREAL Air 2-Serie, die meist bei 399 Dollar starten. Der Verzicht auf eine integrierte Recheneinheit oder Sensoren für räumliches Tracking ermöglicht diese aggressive Kalkulation für den reinen Bildschirm-Einsatz. Die Auslieferung erfolgt in den USA und Europa direkt über den Webshop des Herstellers.