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Microsoft wehrt sich gegen Visa-Vorwürfe: Xbox-Entlassungen waren kein „Ersatz“
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Microsoft wehrt sich gegen Visa-Vorwürfe: Xbox-Entlassungen waren kein „Ersatz“

Microsofts Kommunikationschef Frank X. Shaw stellt klar: Die massiven Xbox-Entlassungen von 1.600 Mitarbeitern haben nichts mit H-1B-Visa zu tun. Die Umstrukturierung sei nötig, weil das Geschäft „nicht gesund“ sei.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Massenentlassungen bei Xbox: Visa als Sündenbock?

Seit bekannt wurde, dass Microsoft 1.600 Mitarbeiter sofort entlässt und die Zahl bis zum nächsten Jahr auf rund 3.200 anwachsen soll, machen Gerüchte die Runde. Mehrere konservative US-Medien behaupten, die Entlassungen seien eine Folge von massenhaft genehmigten H-1B-Visa für ausländische Fachkräfte.

Microsofts Kommunikationschef Frank X. Shaw kontert auf Twitter mit harten Worten: „Bad information“, schlechte Informationen. Er stellt klar, dass H-1B-Mitarbeiter zwar existieren, aber „nicht Xbox-spezifisch sind und einen kleinen Prozentsatz der Gesamtbelegschaft ausmachen“. Außerdem: Die meisten der gestrichenen Stellen befänden sich außerhalb der USA.

Shaw: „Restrukturierung, kein Austausch“

In seinem Post betont Shaw: „Die jüngsten Personalveränderungen wurden durchgeführt, um das Xbox-Geschäft umzustrukturieren, weil es nicht gesund ist. Sie wurden nicht gemacht, um Mitarbeiter durch ausländische Arbeitskräfte zu ersetzen.“

Microsoft hatte in diesem Jahr über 2.200 H-1B-Visa genehmigt bekommen. Fox News wurde vor Veröffentlichung von Microsoft selbst darauf hingewiesen, dass auch H-1B-Beschäftigte von den Entlassungen betroffen sind. Ein direkter Kausalzusammenhang, Visa als Grund für die Kündigungen, lässt sich daraus also nicht ableiten.

Fünf Studios zerschlagen, id Software halbiert

Die Einschnitte sind die größten, die die Gaming-Branche je gesehen hat. Rund 20 % der Xbox-Belegschaft mussten gehen. Noch schwerer wiegt der Verlust ganzer Studios:

  • Double Fine und Compulsion Games kehren als unabhängige Studios zurück.
  • Ninja Theory und Undead Labs werden an einen unbekannten Käufer verkauft.
  • Arkane steht zur Prüfung, Verkauf oder Trennung sind möglich.

Die verbliebenen Studios bluteten ebenfalls. Besonders hart traf es id Software: Fast die Hälfte der Belegschaft wurde entlassen, just zum Launch der Erweiterung Doom: The Dark Ages. Ein Paukenschlag für ein Studio, das mit dem neuen Doom-Ableger eigentlich Feierlaune verbreiten wollte.

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