Fantasy-Fan mit scharfem Gepäck
Eine junge Frau dachte wohl, sie könne unbemerkt ein Stück Mittelerde durch den Hauptbahnhof Hannover schmuggeln. Die Bundespolizei durchschaute den Plan und stellte zwei Herrn-der-Ringe-Repliken sicher: Aragorns Schwert Andúril und einen Dolch.
Beide Waffen befanden sich im Reisegepäck der Frau. Statt nach Mordor ging die Reise jetzt direkt zur Bundespolizei-Dienststelle. Die Fantasystücke aus Metall sind realen Waffengesetzen unterworfen.
Was im Gepäck steckte
- Andúril, die Flamme des Westens, das berühmte Schwert von Aragorn aus der Filmtrilogie
- Ein verzierter Dolch, vermutlich ebenfalls aus dem Herr der Ringe-Universum
- Beides hochwertige Repliken, aber aus metallischen Materialien gefertigt
Die Frau gab an, die Gegenstände auf einer Convention oder einem Fan-Event erworben zu haben. Der Heimweg endete nun vorläufig im Büro der Bundespolizei.
Die gute Absicht zählt nicht
Die Beamten handelten nach Paragraf 42a des Waffengesetzes. Auch sogenannte Anscheinswaffen, also originalgetreue Nachbildungen, dürfen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen nicht mitgeführt werden. Selbst in einer Tasche oder im Koffer versteckt sind sie verboten.
Die Frau muss nun mit einem Bußgeld rechnen. Die beiden Repliken bleiben bis zum Abschluss des Verfahrens bei der Polizei. Ob sie jemals wieder in Fan-Hände gelangen, ist unklar.
Mittelerde bleibt im Kino
Spiele wie The Lord of the Rings: Gollum oder Middle-earth: Shadow of War zeigen: Fantasy-Schwerter gehören in virtuelle Welten. In der realen Welt sind sie ein Fall für die Bundespolizei.
Der Vorfall in Hannover ist kein Einzelfall. Immer wieder werden Sammlerstücke und Deko-Waffen bei Kontrollen entdeckt. Die Beamten zeigen kein Mitleid, egal ob Narsil, Stich oder Andúril.
Fantasy-Fan mit scharfem Gepäck
Eine junge Frau dachte wohl, sie könne unbemerkt ein Stück Mittelerde durch den Hauptbahnhof Hannover schmuggeln. Die Bundespolizei durchschaute den Plan und stellte zwei Herrn-der-Ringe-Repliken sicher: Aragorns Schwert Andúril und einen Dolch.
Beide Waffen befanden sich im Reisegepäck der Frau. Statt nach Mordor ging die Reise jetzt direkt zur Bundespolizei-Dienststelle. Die Fantasystücke aus Metall sind realen Waffengesetzen unterworfen.
Was im Gepäck steckte
- Andúril, die Flamme des Westens, das berühmte Schwert von Aragorn aus der Filmtrilogie
- Ein verzierter Dolch, vermutlich ebenfalls aus dem Herr der Ringe-Universum
- Beides hochwertige Repliken, aber aus metallischen Materialien gefertigt
Die Frau gab an, die Gegenstände auf einer Convention oder einem Fan-Event erworben zu haben. Der Heimweg endete nun vorläufig im Büro der Bundespolizei.
Die gute Absicht zählt nicht
Die Beamten handelten nach Paragraf 42a des Waffengesetzes. Auch sogenannte Anscheinswaffen, also originalgetreue Nachbildungen, dürfen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen nicht mitgeführt werden. Selbst in einer Tasche oder im Koffer versteckt sind sie verboten.
Die Frau muss nun mit einem Bußgeld rechnen. Die beiden Repliken bleiben bis zum Abschluss des Verfahrens bei der Polizei. Ob sie jemals wieder in Fan-Hände gelangen, ist unklar.
Mittelerde bleibt im Kino
Spiele wie The Lord of the Rings: Gollum oder Middle-earth: Shadow of War zeigen: Fantasy-Schwerter gehören in virtuelle Welten. In der realen Welt sind sie ein Fall für die Bundespolizei.
Der Vorfall in Hannover ist kein Einzelfall. Immer wieder werden Sammlerstücke und Deko-Waffen bei Kontrollen entdeckt. Die Beamten zeigen kein Mitleid, egal ob Narsil, Stich oder Andúril.
Studios mit Mittelerde-Vergangenheit
- Daedalic Entertainment entwickelte The Lord of the Rings: Gollum (2023). Das Hamburger Studio war zuvor für Point-and-Click-Adventures wie Deponia und Edna bricht aus bekannt. Der Wechsel zu einer großen Lizenz und einem Action-Stealth-Titel endete katastrophal.
- Monolith Productions schuf das Nemesis-System in Middle-earth: Shadow of Mordor (2014). Der Nachfolger Shadow of War (2017) erweiterte dieses System, litt aber unter Microtransactions. Beide Spiele verkauften sich jeweils über 5 Millionen Mal.
- Warner Bros. Interactive hält die Rechte an den Mittelerde-Spielen seit 2009. Frühere Titel wie The Lord of the Rings: The Battle for Middle-earth II (2006) von EA sind heute nicht mehr digital erhältlich.
Verkaufszahlen und Kritiken im Vergleich
- Shadow of Mordor erhielt Metacritic-Werte von 84 (PC) und 87 (PS4). Es gewann mehrere Game Awards und wurde für sein Nemesis-System gelobt.
- Shadow of War startete mit 73 (PC) auf Metacritic, erholte sich später durch Updates. Laut Branchenberichten blieb der Verkauf mit rund 3 Millionen Einheiten hinter den Erwartungen.
- Gollum erreichte Metacritic-Werte um 34 (PC) und 38 (PS5). Daedalic meldete kurz nach Release Insolvenz an und schloss seine Entwicklungsabteilung im Juli 2023. Der finanzielle Schaden durch das Spiel wird auf über 20 Millionen Euro geschätzt.
Branchenkontext: Lizenzspiele unter Druck
- Der Herr der Ringe ist eine der wertvollsten Film- und Buchmarken. Dennoch scheitern viele Spiele daran, die Erwartungen der Fans zu erfüllen. EA’s The Lord of the Rings: The Third Age (2004) oder The Lord of the Rings: Conquest (2009) gelten als durchschnittlich.
- Das erfolgreichste Spiel der Marke ist LEGO Der Herr der Ringe (2012) mit über 3,5 Millionen verkauften Einheiten. Die offene Welt und der Humor trafen den Ton.
- Aktuell arbeitet Amazon Games an einem Herr der Ringe MMO. Ein Release ist nicht vor 2026 geplant.