Eine Demo, die nachhallt
Die gamescom 2026 hielt viele Neuheiten bereit, doch My Cannibal Family stach durch seine Mischung aus Splatter, Humor und absurdem Gameplay hervor. Am Raw-Fury-Business-Stand wurde eine Demo gezeigt, die den Kern des grotesken Monster-Horror-Simulationsspiels erahnen ließ. Der kurze Blick auf das Werk reichte aus, um im Gedächtnis zu bleiben: eine untote Familie, die Rache sucht und dabei höchst eigenwillige Wege geht. Eine spielbare Version war für Messebesucher nicht verfügbar, die Präsentation lief über eine gezeigte Vorführung.
Vom Opfer zum Todesarchitekten
- Der Spieler startet als Untoter, der nach einem grausamen Tod wieder aufersteht.
- Ziel ist Rache an den Lebenden, doch die Umsetzung mutiert zu einer opulenten Rache-Show.
- Der eigene Freizeitpark wird zur Todesmaschine, gespickt mit Fallen, die alles niedermähen.
- Das frische Fleisch der Opfer dient dabei als Nahrung für die eigene Zombie-Familie.
Das Konzept erinnert an einen Mix aus Theme-Park-Aufbau und Survival-Horror, aber mit einem Augenzwinkern, das jede Einstellung ins Groteske zieht. Die Demo zeigte, wie aus harmlosen Karussells und Geisterbahnen blutige Parcours werden. Jede Falle wirkt wie eine makabre Attraktion, die die Besucher in Fallen locken soll.
Koop und Familiendynamik
Die Koop-Modi unterstützen bis zu vier Spieler, die gemeinsam die Zombie-Familie steuern. Jede Figur scheint eigene Fähigkeiten oder Spezialisierungen zu besitzen, auch wenn die Demo davon nur eine Ahnung gab. Das Zusammenspiel ist offenbar darauf ausgelegt, das Chaos im Freizeitpark zu koordinieren: Fallen auslösen, Fleisch einsammeln und die Gegner in die gewünschten Routen treiben. Ob die vier Spieler kooperativ die Fallen auslösen oder sich gegenseitig in die Pfanne hauen, bleibt vorerst Spekulation. Klar ist allein, dass der Fokus auf gemeinsamer Rache liegt.
Grotesker Humor statt purer Splatter
Wer jetzt nur an blutige Schlachtplatten denkt, unterschätzt den Charme des Spiels. Der Humor liegt in der Übertreibung: Ein Freizeitpark als Instrument der Rache ist eine Idee, die zwischen schwarzhumorig und schrullig pendelt. Die Präsentation auf der Messe zeigte, dass sich das Spiel offenbar nicht in purem Gore verliert, sondern mit Slapstick-Einlagen und absurden Situationen spielt. Die Zombie-Familie wirkt dabei weniger wie eine Horde Monster, sondern wie ein skurriler Clan mit eigenen Essgewohnheiten. Genau diese Note macht den Titel zu einem Kandidaten für Liebhaber ungewöhnlicher Spieleexperimente.
Messe-Eindruck: Ansehen statt Anspielen
- Die Demo lief am Raw-Fury-Business-Stand in einer gezeigten Sitzung.
- Eine öffentliche Spielstation wurde nicht bestätigt, Besucher konnten das Spiel nicht selbst testen.
- Der grobe Umfang der Simulation blieb daher hinter der Theke verborgen.
- Erste Gameplay-Einblicke ließen jedoch die zentralen Mechaniken klar erkennen.
Trotz des fehlenden Hands-on-Erlebnisses überzeugte die Präsentation durch ihre klare Vision: eine düstere Spielwiese, die keine Tabus kennt.
Von Asseln zu, nun ja, Fallen?
Genauere Entwicklerinformationen sind nicht bekannt gegeben worden, weder zum Studio noch zu möglichen Vorgängern. Beobachter der Szene werden hier Parallelen zu früheren Trap-Games erinnern, doch konkrete Referenzen fehlen. Sicher ist nur, dass das Fertigstellungsjahr mit 2027 angegeben wird, was eine lange Belichtungszeit nahelegt. Fans skurriler Simulationen sollten die Ankündigung im Auge behalten, auch wenn sich ein Test vor Release 2027 noch nicht abzeichnet.
My Cannibal Family ist für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S angekündigt. Das Release-Jahr 2027 liegt noch entfernt, aber die frühe Demo lässt darauf schließen, dass die Entwicklung bereits fortgeschritten ist. Die Koop-Funktion könnte dem Titel nach dem Erscheinen zu einer treuen Gemeinschaft verhelfen, die gerne gemeinsame Rachefeldzüge plant. Ob daraus ein Langzeiterlebnis wird, hängt von der Balance zwischen Kreativität und Fairness der Fallen ab.
Ein Freizeitpark gegen die Lebenden
Die Grundidee, einen Vergnügungspark als tödliches Werkzeug zu nutzen, ist so absurd, dass sie gerade durch die konsequente Umsetzung funktioniert. Die groteske Darstellung von Nahrungsbeschaffung über Fallen-Opfer wirkt wie eine Satire auf Konsumverhalten und Familienrituale. Ob das Spiel letztlich mit dieser schrägen Sichtweise überzeugt, wird sich nach der Veröffentlichung zeigen. Schon jetzt hinterlässt die Demo jedoch einen bleibenden Eindruck von einem Projekt, das keine Scheu vor Tabubrüchen kennt. Ein konkreter Release-Termin innerhalb des Jahres 2027 ist noch nicht genannt worden, aber der Auftritt auf der gamescom 2026 hat für Aufmerksamkeit gesorgt.