Neue Codes für ein 23 Jahre altes Rennspiel
F-Zero GX erschien in Europa am 31. Oktober 2003 für den Nintendo GameCube. Fast 23 Jahre später sind nun Cheat-Codes aufgetaucht, mit denen sich die sogenannten Gold Parts freischalten lassen sollen. Die Meldung dazu nennt eine ungewöhnliche Voraussetzung: Wer die Codes eingeben will, braucht vier Controller und drei weitere Personen. Eine offizielle Bestätigung für den Fund gibt es bislang nicht, die Angaben stammen aus einer einzelnen Meldung und sind nicht unabhängig überprüft. Unabhängig davon zählen die Gold Parts seit zwei Jahrzehnten zu den bekanntesten unerreichbaren Inhalten des Spiels.
Was die Codes verlangen
- Für die Eingabe sollen vier angeschlossene Controller am GameCube nötig sein, nicht nur einer.
- Drei zusätzliche Personen müssen die Eingabe gleichzeitig unterstützen.
- Die Gold Parts sollen danach als freischaltbare Teile für die eigenen Maschinen verfügbar werden.
- Bestätigt ist bislang nur, dass es die Gold Parts im Spiel gibt. Ob die neuen Codes tatsächlich funktionieren, ist offen.
Warum die Gold Parts ein Mythos sind
Die Gold Parts gelten als die wohl schwerste Belohnung in F-Zero GX. Sie verbessern Fahrzeuge in mehreren Kategorien gleichzeitig und waren lange nur über extreme Spielleistungen erreichbar. Genau das machte sie zum Ziel von Dataminern und Tüftlern, die über Jahre nach alternativen Wegen suchten. Wer die Teile sein Eigen nennen konnte, gehörte zu einer sehr kleinen Gruppe. Dass nun ausgerechnet ein Mehrspieler-Trick auftauchen soll, passt zum Ruf des Spiels als arcadeharter Ausnahmetitel.
Amusement Vision und der Sega-Hintergrund
Entwickelt wurde F-Zero GX von Amusement Vision, einem Studio aus dem Umfeld von Sega. Dort entstanden unter anderem Titel wie Super Monkey Ball, das 2001 für den GameCube erschien. Die Zusammenarbeit mit Nintendo als Publisher war für die damalige Zeit ungewöhnlich, brachte Sega-Erfahrung mit Arcade-Rennspielen auf eine Nintendo-Konsole. Amusement Vision lieferte mit F-Zero GX eines der technisch aufwendigsten Spiele der GameCube-Ära ab. Bis heute gilt der Titel als eines der wenigen Sega-Nintendo-Crossover dieser Art.
Die F-Zero-Reihe und ihr Vorgänger
- F-Zero startete 1990 auf dem Super Nintendo und etablierte das Genre des futuristischen Rennspiels.
- F-Zero X erschien 1998 auf dem Nintendo 64 und führte den 30-Fahrer-Modus ein.
- F-Zero GX setzte 2003 auf dem GameCube mit Story-Modus und einem deutlich höheren Schwierigkeitsgrad nach.
- Die Reihe steht für hohe Geschwindigkeit, Anti-Gravity-Strecken und einen Fokus auf Fahrzeugtuning.
Cheat-Codes als Gemeinschaftsprojekt
Cheat-Codes sind in der Retro-Szene ein eigenes Forschungsfeld. Ältere Spiele enthalten oft ungenutzte Datenpfade, die erst Jahre später sichtbar werden, wenn Speicherstände und Datenträger systematisch durchsucht werden. Der Preis dafür ist meist eine umständliche Eingabe, die mehrere Personen oder Controller erfordert. Genau dieses Muster zeigt sich bei den angeblichen Gold-Parts-Codes. Solche Funde verbreiten sich heute schnell, weil sich Interessierte weltweit in Foren und auf Videoplattformen organisieren. Bis jemand die Eingabe nachstellt, bleibt es allerdings bei einer Behauptung.
F-Zero GX ist bis heute offiziell nur für den Nintendo GameCube erschienen, ein Preis in Euro lässt sich für das Original nicht pauschal angeben. In aktuellen Listen zu Nintendo Classics wird der Titel im Zusammenhang mit der Switch 2 erwähnt, was immer wieder Spekulationen über eine Neuveröffentlichung auslöst. Eine Bestätigung für eine solche Veröffentlichung gibt es nicht. Für Retro-Fans bedeutet das: Wer die Gold Parts ausprobieren will, braucht weiterhin Hardware von 2003, vier Controller und Geduld. Digitale Nachbauten oder Neuauflagen ändern daran bislang nichts.
Ein Fund, der vor allem Neugier weckt
Der eigentliche Wert dieser Meldung liegt weniger in den Codes als in dem, was sie über F-Zero GX erzählt. Ein Rennspiel von 2003 beschäftigt 23 Jahre nach seinem europäischen Start noch immer Menschen, die nach Wegen zu versteckten Inhalten suchen. Ob die Gold Parts am Ende wirklich über vier Controller erreichbar sind, müssen Besitzer eines GameCube und drei geduldige Freunde selbst herausfinden. Bis dahin bleibt es bei einer Meldung ohne offizielle Bestätigung und der Erinnerung daran, wie unversöhnlich schwer F-Zero GX sein konnte.