Neuer Deal für Payday
Starbreeze Entertainment wagt den Sprung ins Fernsehen und plant eine TV-Serie basierend auf der beliebten Payday-Reihe. Für dieses Projekt hat sich das schwedische Studio prominente Unterstützung geholt.
Das Unternehmen aus Stockholm wurde 1998 gegründet und veröffentlichte mit The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay und The Darkness zwei vielbeachtete Spiele. Beide erhielten gute Kritiken, sicherten dem Studio aber keine dauerhaft stabile Finanzlage. Nachdem Starbreeze 2019 ein Rekonstruktionsverfahren beantragt hatte, fokussierte es sich stärker auf die Payday-Marke und deren Potenzial.
Kooperation mit G-Unit Film & Television
- Die Produktion erfolgt in Zusammenarbeit mit der Firma von Rapper und Produzent 50 Cent.
- G-Unit Film & Television bringt direkte Erfahrung aus dem Medienbereich mit.
- Weitere kreative Köpfe hinter der Serie nannte das Unternehmen bisher nicht.
G-Unit Film & Television ist die Produktionsfirma von Curtis Jackson, international bekannt als 50 Cent. Das Unternehmen verantwortete die Starz-Serie Power, die von 2014 bis 2020 lief und mehrere Spin-offs wie Power Book II: Ghost nach sich zog. Jackson hat auch eigene Videospiel-Erfahrung: 2005 erschien der Third-Person-Shooter 50 Cent: Bulletproof, an dessen Entwicklung er beteiligt war.
Details zur Umsetzung
Konkrete Informationen zur Handlung oder den geplanten Darstellern fehlen noch. Auch ein konkreter Starttermin für die Ausstrahlung steht zum aktuellen Zeitpunkt aus.
Die Spielereihe handelt von einer vierköpfigen Bande, die Raubzüge in Washington D.C. durchführt. Ob die Serie eine dieser Missionen aufgreift oder eine eigene Geschichte erzählt, ist nicht bekannt. Denkbar wäre eine episodische Struktur, die einzelne Raubzüge in den Mittelpunkt stellt, ähnlich wie bei der Heist-Serie Money Heist.
Ein Blick zurück: Die Payday-Spiele
Payday: The Heist erschien 2011 für PC und PlayStation 3. Entwickelt wurde das Spiel vom schwedischen Studio Overkill Software, das später in die Starbreeze-Gruppe integriert wurde. Das Konzept überzeugte viele Spieler: kooperative Raubüberfälle aus der Egoperspektive, geplant und ausgeführt in Gruppen.
Der Nachfolger Payday 2 kam 2013 auf den Markt und wurde zum kommerziellen Durchbruch. Mehr als 16 Millionen Mal verkaufte sich das Spiel bis 2020, dazu kamen Dutzende Erweiterungen mit neuen Karten, Waffen und spielbaren Charakteren. Die langlebige Unterstützung nach Release machte den Titel zu einem bekannten Vertreter des Koop-Genres.
Payday 3 erschien im September 2023 und startete mit technischen Schwierigkeiten. Server-Probleme und lange Wartezeiten sorgten für Kritik, während die Inhalte im Vergleich zum Vorgänger zunächst sparsam wirkten. Starbreeze arbeitet seitdem an Updates, neuen Raubzügen und einer stabileren Online-Anbindung.
Branchenkontext: Von Spielen zu Serien
Die Ankündigung reiht sich in eine Reihe erfolgreicher Video-Adaptionen ein. The Last of Us von HBO erreichte 2023 ein breites Publikum und wurde für die Nähe zur Spielvorlage gelobt. Arcane, die Serie zu League of Legends, gewann 2022 einen Emmy als beste Animationsserie.
Frühere Versuche verliefen weniger überzeugend. Der Film Doom mit Dwayne Johnson und Karl Urban blieb 2005 hinter den Erwartungen zurück, gleiches gilt für Prince of Persia: Der Sand der Zeit aus dem Jahr 2010. Neuere Produktionen beziehen die ursprünglichen Entwickler oft direkt in die Produktion ein, eine Praxis, die sich bei The Last of Us und Arcane ausgezahlt hat.
Ob die Payday-Serie diesen Weg nimmt, bleibt offen. Starbreeze hat mit G-Unit Film & Television einen Partner gewählt, der Krimistoffe über mehrere Staffeln erzählen kann. Mit Power etablierte 50 Cent eine Serie über Drogen, Geld und Macht, die thematisch eine Brücke zu den Raubzügen von Payday schlagen könnte.