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Die Redaktion von PC Games erweitert ihr Angebot. Ab sofort gibt es die Kolumne „PC Games Logbuch“, einen persönlichen Reflexionsort für die Macher des Hefts.
Den Anfang macht Redaktionsleiter Sascha. In der ersten Ausgabe stellt er sich eine Frage, die wohl jeder kennt, der schon länger zockt: Bin ich immun gegenüber Hypes geworden?
Die Frage hinter der Frage
Sascha fragt nicht nach einem Ja oder Nein. Das Logbuch soll Raum bieten, um das eigene Verhältnis zur Spiele-Welt zu hinterfragen.
- Wer jahrelang Ankündigungen, Vorschauen und Release-Wellen verfolgt hat, entwickelt vielleicht eine gewisse Gelassenheit.
- Der nächste große Blockbuster wirkt dann weniger wie ein Ereignis, mehr wie ein weiterer Titel auf der Liste.
- Gleichzeitig locken Indie-Perlen oder Nischen-Spiele oft stärker als die millionenschweren Marketing-Maschinen.
Das Logbuch verspricht, solche Entwicklungen ehrlich und ohne PR-Filter zu beleuchten.
Hintergrund: PC Games und seine Redaktion
PC Games erscheint seit 1992 monatlich im Verlag Computec Media. Die Druckauflage lag 2023 bei rund 25.000 Heften pro Ausgabe, ein stabiles Nischendasein im Zeitalter digitaler Medien.
Redaktionsleiter Sascha (Nachname in der Branche nicht öffentlich) ist seit über 15 Jahren Teil der Mannschaft. Er hat zuvor als Autor für Tests, Vorschauen und Reportagen gearbeitet und kennt den Hype-Kreislauf aus erster Hand.
Das Magazin hat in der Vergangenheit bereits persönliche Formate wie „Die Sicht des Redakteurs“ oder „Meinung am Montag“ erprobt. Das Logbuch ist der erste durchgehend subjektive, tagebuchartige Strang.
Ton und Zielsetzung
Laut Ankündigung wird die Kolumne subjektiv und persönlich, kein reines Test-Format, sondern eine Art Tagebuch eines erfahrenen Redakteurs.
- Sascha ist seit vielen Jahren in der Branche unterwegs.
- Seine Beobachtungen könnten Muster aufzeigen, die viele Leser nachvollziehen können.
- Der Ton soll enthusiastisch bleiben, aber auch kritische Selbstreflexion erlauben.
Es geht nicht um Wertungen. Es geht um das eigene Gefühl beim Spielen und beim Verfolgen der News.
Der Hype-Kreislauf: Beispiele aus der Vergangenheit
Die Frage nach Hype-Immunität ist keine akademische. Die Spielepresse wurde mehrfach von überzeichneten Ankündigungen getroffen. No Man’s Sky (2016, Hello Games) versprach ein unendliches Universum, der Launch lieferte ein leeres Gerüst. Der Shooter Aliens: Colonial Marines (2013, Gearbox) zeigte auf der E3 2011 eine Grafik, die im Endprodukt nicht existierte.
Laut einer Umfrage des Branchendienstes GamesIndustry aus 2022 gaben 63 % der befragten Spieleredakteure an, bei großen Publisher-Enthüllungen „vorsichtiger als vor fünf Jahren“ zu sein. Saschas Kolumne greift genau diese kollektive Skepsis auf.
Vergleichbare persönliche Formate gibt es bei Eurogamer („The Friday Game“) oder Kotaku („The Week In Games“). PC Games setzt mit dem Logbuch auf eine deutschsprachige, redaktionell gefärbte Variante.
Erste Eindrücke
Ob Sascha wirklich „immun“ ist, verrät die erste Ausgabe natürlich nicht, das wäre ja auch das Ende der Frage. Stattdessen liefert sie einen Startpunkt für eine Serie, die mit jeder neuen Folge tiefer in die Materie eintaucht.
Die Leser sind eingeladen, mitzudenken. Vielleicht entdeckt der eine oder andere bei sich selbst ähnliche Symptome.