Schlechte Nachrichten für Beat-'em-up-Fans
Sony hat den Verkaufsstart des PlayStation FlexStrike Fight Sticks offiziell auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Hardware, die ursprünglich als kabellose Premium-Lösung für die PlayStation 5 angekündigt wurde, fehlt damit weiterhin im Portfolio für Profi-Spieler.
Die Hintergründe des Entwicklungsstopps
Sony nennt als primäre Gründe für den Verzug Probleme innerhalb der globalen Lieferkette sowie technische Hürden bei der Massenproduktion. Insbesondere bei der Latenzoptimierung der kabellosen Funkverbindung traten während der letzten Qualitätskontrollen Abweichungen auf.
- Die Produktion der spezialisierten Mikrochips für die Funkübertragung stockt bei den beauftragten Zulieferern.
- Die angestrebte Zertifizierung für den PlayStation-Standard erfordert eine konstante Signalrate, die unter aktuellen Bedingungen nicht gewährleistet ist.
Historie und technische Einordnung
Die Hardware-Sparte von Sony greift bei der Entwicklung des FlexStrike auf Erfahrungen zurück, die mit dem PlayStation 4-Arcade-Stick von Hori gesammelt wurden. In den letzten Jahren hat Sony die interne Entwicklung von Gaming-Peripherie unter der Marke Inzone und durch eigene Hardware-Teams massiv reaktiviert.
- Der FlexStrike ist der erste ernsthafte Versuch von Sony, nach der Ära der offiziell lizenzierten Partnersticks wie den Modellen von Mad Catz oder Qanba wieder eigene Arcade-Controller anzubieten.
- Frühere Versuche, kabellose Eingabegeräte für Fighting-Games zu etablieren, scheiterten in der Vergangenheit meist an der Eingabeverzögerung (Input Lag), die bei Turnieren im Millisekundenbereich über Sieg oder Niederlage entscheidet.
Branchenkontext und Konkurrenz
Der Markt für Kampfspiel-Controller wird derzeit von Drittanbietern wie Victrix (mit dem Pro FS) und Hit Box dominiert. Sony versucht mit dem FlexStrike, die Lücke zwischen teuren Boutique-Controllern und günstigen Einsteiger-Sticks zu schließen.
- Die Victrix Pro FS-Serie kostet aktuell rund 400 Euro und ist kabelgebunden der Goldstandard für Turnierspieler.
- Konkurrenzprodukte nutzen meist die Brook Gaming-Platinen, die für ihre Kompatibilität über verschiedene Konsolengenerationen hinweg bekannt sind.
Was wir bisher wissen
Bisher gibt es keine Informationen zu einem neuen Veröffentlichungsdatum. Die Hardware sollte die kabellose Steuerung für kompetitive Fighting-Games auf der PlayStation-Plattform erweitern.
- Der FlexStrike verfügt über ein Gehäuse aus Aluminiumdruckguss, das für hohe Beanspruchung bei intensiven Matches ausgelegt ist.
- Die Technik für kabellose Verbindungen ist bei Fight Sticks aufgrund der notwendigen Pufferung von Datenpaketen ein schwieriger Standard.
Status der Hardware
Der PlayStation FlexStrike befindet sich aktuell nicht im Handel. Fans der klassischen Arcade-Steuerung müssen sich für ihre nächste Session in Street Fighter 6 oder Tekken 8 weiterhin auf kabelgebundene Alternativen verlassen.
- Die Mehrheit der Profi-Spieler in der Evolution Championship Series (EVO) bevorzugt aktuell kabelgebundene Controller, um Störungen durch Bluetooth-Interferenzen in vollen Hallen zu vermeiden.
- Sony hat bislang keine Details zu den technischen Schwierigkeiten oder dem Fortschritt der Produktion veröffentlicht.
Die Entwicklung des Controllers unterstreicht das Bestreben des Unternehmens, die Markenbindung im E-Sport-Bereich durch eigene Peripherie zu stärken. Das Gerät bleibt bis auf Weiteres von der Verfügbarkeitsliste gestrichen.