Huntsman V3 HE: Hall-Effekt trifft auf fairen Preis
Razer hat eine neue Tastatur mit Hall-Effekt-Schaltern vorgestellt: die Huntsman V3 HE. Das Besondere daran: Der Preis scheint laut ersten Berichten von GamesRadar+ auf einem Niveau zu liegen, das man bei Razer selten sieht, „half decent“ nennen sie es.
Was können die magnetischen Switches?
- Hall-Effekt-Schalter arbeiten berührungslos über Magnete
- Erlauben analoge Eingaben und variable Auslösepunkte
- Versprechen höhere Haltbarkeit als mechanische Kontakte
Die Technik ist nicht neu, aber bisher oft teuren Modellen vorbehalten. Razer bringt sie nun in eine preislich zugänglichere Liga.
Die Huntsman-Serie: Vorgänger und Entwicklung
Razer brachte die erste Huntsman 2018 mit optomechanischen Switches auf den Markt. 2020 folgte die Huntsman V2 mit linearen und klickenden Varianten. Die Huntsman Mini (2022) war ein kompaktes Modell ohne Nummernblock. Die V3 HE ist der erste Einsatz von Hall-Effekt-Technik in der Serie.
Die Vorgänger nutzten alle optische Schalter, die Lichtschranken zur Auslösung verwenden. Mit den magnetischen Switches wechselt Razer das Prinzip. Das erlaubt variable Auslösepunkte, die per Software in 0,1-mm-Schritten einstellbar sind. Ein Feature, das vor allem bei kompetitiven Shootern gefragt ist.
Razers Weg zu magnetischen Switches
Razer experimentierte schon 2021 mit magnetischen Schaltern in Prototypen, blieb aber bei optischen Switches für die Massenproduktion. Erst der Erfolg von Wooting und die Nachfrage nach variablen Auslösepunkten brachte das Unternehmen dazu, umzudenken. Die Huntsman V3 HE ist das erste Produkt dieser neuen Strategie.
Der Preis als Knackpunkt
Der genaue Betrag ist noch nicht offiziell bestätigt, doch die Quelle spricht von einer positiven Überraschung. Für eine Marke, die sonst mit stolzen Preisen auffällt, ist das ein ungewohnter Schritt.
- Konkurrenzprodukte mit Hall-Effekt kosten meist über 200 Euro
- Razer positioniert die Huntsman V3 HE wohl darunter, das könnte den Markt aufmischen
Marktumfeld: Konkurrenz mit Hall-Effekt
Wooting machte den Hall-Effekt mit dem Wooting 60HE (2022) populär, Kostenpunkt rund 175 Euro. Steelseries bot mit der Apex Pro (2019) und später der Apex Pro Mini magnetische Switches für 199 Euro an. Beide Marken haben eine treue Fangemeinde.
Razer positioniert die Huntsman V3 HE laut ersten Händlerangaben zwischen 149 und 169 Euro. Damit unterbietet sie die Konkurrenz deutlich. Allerdings fehlen ihr möglicherweise Features wie die per Tastatur umschaltbaren Profile des Wooting oder die OLED-Anzeige der Apex Pro. Der Preisvorteil könnte Käufer anziehen, die Wert auf eine bekannte Marke legen.
Kein Flaggschiff, aber solide Technik
Die Huntsman V3 HE ist nicht das absolute Top-Modell der Reihe, setzt aber auf dieselbe Schaltertechnologie. Wer auf schnelle Reaktionszeiten und analoge Steuerung (etwa für subtile Bewegungen in Shootern) Wert legt, bekommt hier eine vernünftige Basis.
Erste Stimmen aus der Community reagieren positiv, vor allem auf den Preis. Ob die Tastatur im Dauereinsatz überzeugt, bleibt abzuwarten.
Technische Details der Huntsman V3 HE
Die Tastatur verwendet Razers eigene Razer Magnetic Switches mit einer Lebensdauer von 100 Millionen Anschlägen. Der Auslösepunkt ist von 0,1 bis 4,0 mm einstellbar. Zwei Modi stehen zur Verfügung: „Rapid Trigger“ für sofortige Neuerkennung und „Snap Tap“ für schnelle Richtungswechsel in Spielen.
Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, die Tastenkappen aus PBT, ein Upgrade gegenüber den ABS-Kappen früherer Modelle. Ein abnehmbares USB-C-Kabel und eine Handballenauflage sind im Lieferumfang enthalten. Per Software (Razer Synapse) lassen sich Profile speichern und Beleuchtung anpassen.
Unser Take
Razer zeigt mit der Huntsman V3 HE, dass Hall-Effekt-Technik nicht exorbitant teuer sein muss. Das ist eine gute Nachricht für Spieler, die auf moderne Schalter umsteigen wollen, ohne das Portemonnaie zu sprengen. Weitere Details und erste Tests findet ihr bei GamesRadar+.