Wilde Natur, kein Spaziergang
Das Überleben in Red Dead Redemption 2 ist kein Zuckerschlecken. Mit der Jagd auf verschiedene Tiere besorgt ihr euch Ressourcen, meistert Herausforderungen und löst spannende Nebenquests.
Die offene Welt von Rockstar Games wimmelt nur so von Wild, von majestätischen Adlern bis hin zur bescheidenen Ziege. Wer die Jagdgründe kennt, hat einen handfesten Vorteil.
Die 16 legendären Tiere, Standorte auf einen Blick
In unserer Bildergalerie haben wir die genauen Fundorte aller 16 legendären Tiere zusammengestellt. Jedes Biest hat sein eigenes, festes Revier.
- Legendärer Bär, in den dichten Wäldern von Big Valley
- Legendärer Elch, nahe des Owanjila-Sees
- Legendärer Wolf, im Cumberland Forest
- Legendärer Biber, am Butcher Creek
- Legendärer Fuchs, bei der Old Harry Fen
Die Kartenausschnitte zeigen die Orte exakt an. So spart ihr Zeit und vermeidet stundenlanges Herumirren.
Gewöhnliche Tiere, von Adler bis Ziege
Auch die alltägliche Beute ist wichtig für euren Vorrat und eure Taschen. Pelze, Federn und Fleisch lassen sich verkaufen oder zu wertvollen Gegenständen verarbeiten.
- Adler kreisen über hohen Felsen und offenen Ebenen
- Rehe grasen in Wäldern und auf Lichtungen
- Wildschweine wühlen in Sümpfen und dichtem Unterholz
- Ziegen findet man vor allem in gebirgigen Regionen
Die Galerie deckt alle Tierarten ab, ein Muss für Komplettisten.
Jagdtipps für die erste Seite
Die Startseite der Bildergalerie hält wertvolle Ratschläge bereit. Die richtige Waffe und das passende Köder sind der halbe Erfolg.
- Immer auf die Pelzqualität achten: Ein gezielter Kopfschuss mit dem Bogen oder dem Gewehr hinterlässt makellose Beute.
- Legendäre Tiere lassen sich nicht mit Ködern anlocken. Stattdessen müsst ihr ihren Spuren folgen und Geduld mitbringen.
Also: Büchse laden, Köder einstecken und ab in die Wildnis. Die Karte von Red Dead Redemption 2 ist riesig, aber mit den richtigen Koordinaten wird jeder zum Meisterjäger.
Rockstar Games und die Red Dead-Reihe
Red Dead Redemption 2 wurde von Rockstar Games entwickelt, genauer von Rockstar Studios (ehemals Rockstar San Diego). Das Studio veröffentlichte 2004 den ersten Ableger Red Dead Revolver, einen linearen Western-Shooter. 2010 folgte Red Dead Redemption, das Open-World-Konzept mit moralischen Entscheidungen kombinierte und über 23 Millionen Einheiten verkaufte.
Der Nachfolger erschien am 26. Oktober 2018 für PlayStation 4 und Xbox One, später für PC und Stadia. Innerhalb von drei Tagen spielte das Spiel über 725 Millionen US-Dollar ein. Bis 2023 wurden mehr als 55 Millionen Exemplare ausgeliefert. Die Entwicklungskosten lagen bei schätzungsweise 170 bis 240 Millionen US-Dollar, das Marketing bei weiteren 100 Millionen. Damit zählt RDR2 zu den teuersten Produktionen der Branche.
Jagdsystem und Ökosystem
Die Jagd in RDR2 ist Teil eines dynamischen Ökosystems. Jede Tierart reagiert auf Witterung, Tageszeit und menschliche Aktivität. Der Köder, etwa Köderpflanzen oder tote Tiere, beeinflusst das Verhalten von Raubtieren und Pflanzenfressern. Die Pelzqualität bleibt nur durch saubere Tötung erhalten: Ein Kopfschuss mit dem Bogen oder einem Springfield-Gewehr mit Zielfernrohr liefert die besten Resultate.
Legendäre Tiere haben feste Spawnpunkte, aber nur eine einmalige Chance pro Spielstand. Wer sie tötet, erhält einzigartige Materialien für den Trapper. Der Legendäre Biber liefert die Biber-Mütze, der Legendäre Wolf den Wolfspelz-Umhang. Alle 16 legendären Tiere erscheinen auf der Karte mit einem Fragezeichen, sobald der Spieler ihr Gebiet betritt.
Branchenkontext und Vergleichstitel
Open-World-Spiele mit Jagdmechaniken gibt es viele. The Hunter: Call of the Wild (2017) simuliert Jagd mit ballistischen Modellen und realen Tierpopulationen. Far Cry 5 (2018) bietet ein abgespecktes Ressourcen-Jagdsystem. RDR2 setzt dagegen auf narrative Einbettung, die Jagd dient dem Überleben, der Kleidung und den Herausforderungen des Spiels. Einzigartig ist die Kombination aus Western-Setting, historisch genauen Waffen (Repetierbüchsen, Revolver) und der Detaildichte der Tieranimationen.
Laut Rockstar wurden über 200 Tierarten integriert, jedes mit eigenem Verhaltensmuster. Die Kunst der Jagd wird in Ingame-Tagebüchern dokumentiert. Ein perfektes Fell erhält man nur durch eine einzige, präzise Kugel oder einen Pfeil. Das System belohnt Geduld und Beobachtung, eine Abkehr von arcade-haften Jagdmechaniken.
Zahlen zur Entwicklungszeit und Größe
Die Entwicklung von Red Dead Redemption 2 dauerte rund acht Jahre. Über 2.000 Mitarbeiter arbeiteten an dem Titel, darunter Motion-Capture-Schauspieler, Tierverhaltensforscher und Historiker. Die Spielkarte ist etwa 75 Quadratkilometer groß, die begehbare Fläche mit Städten und Wildnis. Der Vorgänger Red Dead Redemption (2010) hatte eine Karte von rund 30 Quadratkilometern. Wechselnde Jahreszeiten und Wettereffekte beeinflussen die Tierwanderung.
Der Online-Modus Red Dead Online erweiterte die Jagd um kooperative Missionen. Spieler können Felle an Händler verkaufen oder zu Traditionsoutfits verarbeiten. Trotz anfänglicher Kritik an mangelnden Updates bleibt die Jagd ein Kernfeature.