Neuer Look für den Kult-Hund
Netflix hat den ersten Blick auf den neuen Scooby-Doo enthüllt, und der sorgt für Stirnrunzeln. Statt gezeichneter Fellknäuel kommt diesmal ein echter Welpe zum Einsatz.
Laut einem Bericht von Polygon spielt ein junger Hund die titelgebende Dogge in der kommenden Serie. Das Problem: Viele Fans bezweifeln, dass der Vierbeiner überhaupt einer Deutschen Dogge ähnelt.
Wer steckt dahinter? Produktion und Studio
Die Serie wird von Warner Bros. Animation produziert, dem Studio hinter fast allen Scooby-Doo-Inkarnationen seit 1969. Netflix fungiert als exklusiver Streaming-Partner.
- Warner Bros. Animation hat zuletzt Scooby-Doo and Guess Who? (2019-2022) mit 52 Folgen realisiert.
- Für die neue Serie wurde erstmals ein echter Hund engagiert. Zuvor setzte man auf klassische Cel-Animation oder CGI, etwa in den Realfilmen von 2002 und 2004.
Der Showrunner ist noch nicht offiziell bestätigt. Polygon berichtet, dass das Team aus früheren Cartoon Network-Produktionen stammt.
Echter Welpe, echte Verwirrung
- Der neue Scooby wird als realer, lebender Welpe gezeigt, kein CGI, kein Cartoon.
- Fans in sozialen Netzwerken fragen sich, ob die Macher überhaupt wissen, wie Great Dane-Welpen aussehen.
- Der Hund im Trailer wirkt für viele zu klein, zu flauschig oder schlicht falsch proportioniert.
Die Diskussion erinnert an frühere Kontroversen, etwa als Sonic the Hedgehog erstmals als Realverfilmung gezeigt wurde. Damals führte Fan-Druck zu einem kompletten Neudesign.
55 Jahre Franchise-Geschichte, was bisher geschah
Seit der Premiere am 13. September 1969 hat Scooby-Doo über 600 Episoden in 13 verschiedenen Serien hervorgebracht. Die bekannteste ist Scooby-Doo, Where Are You! (1969-1970) mit 25 Folgen.
- Das Franchise umfasst mehr als 40 Direct-to-Video-Filme, beginnend mit Scooby-Doo on Zombie Island (1998).
- Die Videospielreihe startete 1986 mit Scooby-Doo and Scrappy-Doo für das NES. Seitdem erschienen über 30 Titel mit Gesamtverkäufen von geschätzt 20 Millionen Einheiten.
- Der erfolgreichste Titel, Scooby-Doo! Night of 100 Frights (2002), verkaufte sich über eine Million Mal.
Die neue Serie bricht mit dieser Tradition: erstmals ein echter Hund statt Zeichentrick oder CGI.
Was bedeutet das für Scooby-Doo-Spiele?
Für Retro-Gamer ist die Nachricht besonders pikant: Scooby-Doo hat eine lange Tradition in Videospielen, von NES-Klassikern bis zu modernen Titeln.
- Spiele wie Scooby-Doo! Mystery Mayhem oder Scooby-Doo! Unmasked setzten stets auf den klassischen Zeichentrick-Look.
- Ein echter Welpe könnte auch in zukünftigen Spieladaptionen für Verwirrung sorgen, oder neue Merchandise-Möglichkeiten eröffnen.
Realverfilmungen im Vergleich: Vom Zeichentrick zum echten Tier
Netflix wagt sich auf dünnes Eis. Vorherige Realfilm-Versuche von Zeichentrick-Ikonen hatten gemischte Ergebnisse.
- Sonic the Hedgehog (2020) änderte sein Design nach Fan-Protesten und spielte weltweit 320 Millionen Dollar ein.
- The Lion King (2019) war fotorealistisch, aber vollständig CGI, keine echten Tiere.
- Peter Rabbit (2018) kombinierte echte Kaninchen mit CGI und spielte 350 Millionen Dollar ein, ein Erfolg.
Die Scooby-Doo-Realfilme von 2002 und 2004 mit Freddie Prinze Jr. nutzten einen CGI-Scooby. Ein echter Welpe ist ein Novum, birgt aber Risiken: Tiere sind schwer zu trainieren, und der Look eines Welpen ändert sich innerhalb weniger Monate drastisch. Die Serie müsste also entweder sehr schnell gedreht oder der Hund ausgetauscht werden.
Ob Netflix auf die Kritik reagiert, bleibt abzuwarten. Die Serie selbst ist noch ohne festen Starttermin.