Hitze, Matsch und Palmen: Season 18 ist da
Saber Interactive hat SnowRunner mit Season 18 „Patch & Power“ in eine tropische Umgebung verlegt. Statt eisiger Wildnis warten jetzt Palmen, dichter Dschungel und knallende Sonne auf die Spieler. Die Erweiterung ist ab sofort verfügbar.
Erstmals in der Geschichte der Offroad-Simulation verlässt das Spiel die verschneiten und gemäßigten Zonen. Passend zum Sommerwetter heißt es nun: Schlamm, Hitze und Palmen statt Schnee und Eis.
Was bietet das tropische Biom?
- Neue Kartenabschnitte mit dschungelartiger Vegetation
- Flache Küstenabschnitte und tückische Sumpfgebiete
- Frühere Fahrzeuge bekommen auf dem losen Untergrund eine völlig andere Fahrdynamik
Die Umgebung fordert die Spieler mit hohen Temperaturen und weichem Boden heraus. Matschpisten sind noch unberechenbarer als in den kalten Regionen. Nässe und Hitze lassen den Lehm schneller aufweichen, eine neue Herausforderung für die Physik-Engine.
Neue Fahrzeuge im Fuhrpark
- Mehrere zusätzliche Geländewagen und Lkw, speziell auf tropische Bedingungen abgestimmt
- Darunter ein Fahrzeug mit besonders breiten Reifen für sumpfiges Gelände
- Ein weiteres Modell soll mit extremer Zugkraft überzeugen
Die genauen Namen der Fahrzeuge hat Saber Interactive noch nicht im Detail bekannt gegeben. Die Community spekuliert bereits über mögliche Klassiker aus früheren Season-Pässen. In den letzten Jahren kamen oft Fahrzeuge von Herstellern wie Pacific, Caterpillar oder TUZ hinzu.
Season 18: Kleiner Patch, große Wirkung
Der Titel „Patch & Power“ deutet an: Neben dem neuen Biom kommen zahlreiche Bugfixes und Performance-Optimierungen. Das Update adressiert mehrere Langzeit-Probleme auf der Karte sowie Verbesserungen der Physik-Engine. Besitzer des Season-Passes laden die Erweiterung kostenlos herunter, andere zahlen einen separaten Preis.
Saber Interactive: Vom Arcade-Shooter zum Offroad-Spezialisten
Saber Interactive wurde 2001 gegründet und begann als Dienstleister für Portierungen. Berühmt wurde das Studio mit dem Remake von Halo: Combat Evolved Anniversary (2011) und später mit World War Z (2019). Parallel entwickelte Saber MudRunner (2017), den direkten Vorgänger von SnowRunner. Das Team in St. Petersburg (heute mit Standorten in den USA und Europa) hat sich auf physikbasierte Simulationen spezialisiert.
Vor MudRunner arbeitete Saber an Spintires (2014), einem kleinen Indie-Titel, der die Grundidee des matschigen Geländefahrens populär machte. Saber übernahm die Markenrechte nach Rechtsstreitigkeiten mit dem ursprünglichen Entwickler Oovee Game Studios. Seither betreibt das Studio die Reihe als eigenes Franchise.
Die Geschichte der SnowRunner-Reihe
SnowRunner erschien im April 2020 und verkaufte sich laut Publisher Focus Entertainment bis Mitte 2023 über sieben Millionen Mal. Das Spiel ist der dritte Teil der „Runner“-Serie nach Spintires (2014) und MudRunner (2017). Jeder Ableger erweiterte die Physiksimulation: MudRunner führte dynamische Tag-Nacht-Zyklen und Treibstoffverbrauch ein, SnowRunner brachte eine offene Welt mit vier Regionen und kooperativen Mehrspielermodus.
Die Season-Pässe begannen mit dem Year 1 Pass und brachten Regionen wie Alaska, Sibirien und Kanada. Season 18 ist Teil des Year 4 Pass, das vierte Jahr nach Release. Das ist für ein Simulationsspiel ungewöhnlich lang; die meisten Titel erhalten maximal zwei Jahre Updates.
Einordnung in den Simulationsmarkt
Offroad-Simulationen sind eine Nische, die aber treue Fangemeinden bindet. SnowRunner konkurriert nicht direkt mit arcadigen Rallye-Spielen wie Dirt oder Forza Horizon, sondern mit titeln wie Farming Simulator oder Euro Truck Simulator 2. Der Fokus liegt auf realistischem Fahrverhalten, Frachtlogistik und Geländemechank.
Laut Marktforschungsdaten von SteamDB hat SnowRunner durchschnittlich 8.000 bis 12.000 gleichzeitige Spieler im Monat. Das ist für einen vier Jahre alten Titel in einer Nische beachtlich. Season 18 könnte diese Zahlen durch das neue, bisher fehlende tropische Biom kurzfristig steigern. Vergleichbare Erweiterungen wie Farming Simulator 22, Saison-Updates, setzen ebenfalls auf neue Biome, um die Spielerbasis zu halten.