Knallhart reduziert: RoboCop: Rogue City für 3,99 Euro
Auf Steam läuft ein Deal, den ihr nicht verpassen solltet. RoboCop: Rogue City kostet derzeit nur 3,99 Euro, ein absoluter Spottpreis für einen hochwertigen Singleplayer-Shooter.
Das Spiel, das von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert wird, landet damit weit unter dem regulären Preis. Ein Schnäppchen, das in dieser Form selten vorkommt.
Was euch erwartet
- Ihr schlüpft in die Rolle des legendären Cyborg-Polizisten Alex Murphy. Die Entwickler von Teyon haben die düstere Detroit-Atmosphäre der Filme perfekt eingefangen.
- Der Shooter setzt auf knackige, taktische Feuergefechte und eine Menge Retro-Charme. Wer die 80er-Ära und harte Action liebt, kommt hier voll auf seine Kosten.
- Dazu gibt es eine komplett vertonte Kampagne mit Original-Synchronsprechern aus dem Film, inklusive Peter Weller als RoboCop.
Warum sich der Deal lohnt
Für unter vier Euro bekommt ihr rund 15 bis 20 Stunden Spielzeit. Die Mischung aus linearen Missionen und offenen Erkundungsabschnitten sorgt für Abwechslung.
Hinzu kommt die Liebe zum Detail: Die Entwickler haben das Franchise mit Respekt behandelt. Wer RoboCop mag, wird hier nicht enttäuscht.
Unser Tipp
Der Deal läuft nur für kurze Zeit. Sichert euch RoboCop: Rogue City auf Steam, bevor der Preis wieder nach oben klettert.
Einsteiger und Serienfans greifen gleichermaßen zu. Bei 3,99 Euro gibt es absolut nichts zu verlieren.
Hinter den Kulissen: Das Studio Teyon
Das polnische Studio Teyon existiert seit 2006 und hat sich auf lizenzierte Spiele spezialisiert. Frühere Projekte wie Terminator: Resistance (2019) und Rambo: The Video Game (2014) zeigten bereits ihre Vorliebe für düstere Science-Fiction und Filmadaptionen. Doch der Erfolg war wechselhaft: Rambo bekam auf Metacritic nur 35 Punkte, während Terminator: Resistance bei 69 lag.
Mit RoboCop: Rogue City gelang Teyon der Durchbruch. Das Spiel erreichte einen Metacritic-Score von 77 und eine User-Wertung von 8,4. Auf Steam sind über 90 Prozent der 15.000 Bewertungen positiv. Laut Pressemitteilung verkaufte sich der Titel in den ersten drei Monaten mehr als 500.000 Mal. Das ist für ein Nischenprodukt dieser Größenordnung beachtlich.
Teyons Ansatz unterscheidet sich von großen Studios: Statt auf überladene Open Worlds setzen sie auf kompakte, erzählerisch dichte Level. Engine und technische Basis bauen auf der Unreal Engine 4 auf. Der gesamte Soundtrack wurde von den gleichen Komponisten wie Terminator: Resistance geschrieben, was dem Spiel einen vertrauten Wiedererkennungswert verleiht.
RoboCop auf dem Bildschirm: Eine Spielegeschichte
Die Marke RoboCop hat eine lange, aber selten ruhmreiche Videospielgeschichte. Das erste Spiel erschien 1988 für NES und Arcade, ein Side-Scroller, der damals gute Kritiken bekam. Es folgten RoboCop 2 (1990) und RoboCop 3 (1992), beide mit abnehmender Qualität. Danach blieb es Jahrzehnte still, abgesehen von einigen obskuren Adaptionen und Handyspielen.
RoboCop: Rogue City ist das erste moderne Spiel der Reihe und das erste mit einer vollwertigen Einzelspieler-Kampagne seit den 90ern. Die Entwickler holten nicht nur Peter Weller vor die Kamera für Motion-Capturing und Sprachaufnahmen, sondern auch weitere Originaldarsteller wie Nancy Allen und Dan O’Herlihy. Die Synchronisation erfolgte in mehreren Sprachen, darunter Deutsch mit eigenen Sprechern.
Der Spieler übernimmt nicht nur die Waffe, sondern auch die typischen Fähigkeiten: den schweren Gang, das Nachladen mit einer ganz eigenen Animation und die Fähigkeit, Beweise zu scannen. Ein kleiner, aber feiner Touch: Die Gesundheitsanzeige zählt nach jedem Treffer runter, genau wie im Film. Solche Details tragen zur Authentizität bei.
Der Deal im Branchenkontext
Der reguläre Preis von RoboCop: Rogue City liegt bei 49,99 Euro. Der aktuelle Rabatt von 92 Prozent ist ein historischer Tiefstand, das Spiel war noch nie so günstig. Zum Vergleich: Das ähnlich gelagerte Terminator: Resistance kostete zum Launch 39,99 Euro und fiel im Sale selten unter 10 Euro.
Singleplayer-Shooter mit Fokus auf eine lineare, filmreife Geschichte erleben seit einigen Jahren ein Comeback. Titel wie Titanfall 2 (2016), Wolfenstein: The New Order (2014) und Doom (2016) haben das Genre geprägt. RoboCop: Rogue City reiht sich mit einer Spielzeit von 15 bis 20 Stunden in diese Kategorie ein, weniger als ein Open-World-Titel, aber mehr als ein reiner Arcade-Shooter.
Der Erfolg des Spiels zeigt, dass lizenzierte Spiele nicht zwangsläufig enttäuschen müssen, wenn sich Entwickler wirklich mit der Vorlage auseinandersetzen. Teyon hat aus den Fehlern früherer Projekte gelernt, insbesondere was das Balancing und die Erzählstruktur angeht.