Improvisation aus Charakterkontrolle
David Corenswet, der im neuen Superman-Film den Mann aus Stahl spielt, hat auch in seinem Auftritt als Supergirl-Nebencharakter stark improvisiert. Regisseur Craig Gillespie erklärte in einem exklusiven Interview, dass Corenswet „so sehr die Kontrolle über seinen Charakter hatte“, dass er viele seiner Zeilen spontan änderte.
Laut Gillespie war die Arbeit mit Corenswet und Hauptdarstellerin Milly Alcock eine echte Bereicherung. Die beiden hätten eine „großartige Dynamik“ am Set entwickelt, die sich in den improvisierten Dialogen widerspiegele.
Was das für den Film bedeutet
- Corenswets Ansatz: Statt strikt dem Drehbuch zu folgen, lockerte er seine Szenen durch eigenständige Ideen auf.
- Das Ergebnis wirkt natürlicher, Gillespie betont, dass die Chemie zwischen den Figuren so noch authentischer rüberkommt.
- Die Improvisation beschränkte sich auf Dialoge, nicht auf Actionszenen. Der Kern der Geschichte blieb unverändert.
Hinter den Kulissen eines Superhelden-Duetts
Milly Alcock spielt die Titelheldin in Supergirl, während Corenswets Superman als Sidekick oder Mentor auftritt. Gillespie lobte beide Schauspieler für ihren professionellen Umgang mit den improvisierten Passagen.
Keine der Änderungen habe den Drehplan durcheinandergebracht. Im Gegenteil: Die Spontaneität habe das Set „lebendiger gemacht“, so der Regisseur. Offizielle Details zur Länge oder Häufigkeit der Improvisationen wurden nicht genannt.
Entwicklerhistorie: Rocksteady und das DC-Erbe
Das Supergirl-Spiel entsteht bei Rocksteady Studios, jenem Studio, das mit der Batman: Arkham-Reihe Maßstäbe im Superhelden-Genre setzte. Arkham Asylum (2009) verkaufte sich über 4 Millionen Mal, Arkham City (2011) knackte die 6-Millionen-Marke. Nach Arkham Knight (2015) und dem schwächelnden Suicide Squad: Kill the Justice League (2024) ist dies Rocksteadys Versuch, wieder an alte Erfolge anzuknüpfen.
- Studio-Gründer: Sefton Hill und Jamie Walker verließen das Unternehmen 2022, die Führung liegt nun bei Darius Sadeghian und Nicolas Eyrieux.
- Rocksteady beschäftigte zu Spitzenzeiten rund 250 Mitarbeiter, nach Entlassungen 2024 sank die Zahl auf etwa 180.
Frühere Releases des DC-Spielfranchises
Die DC-Videospiele haben eine wechselhafte Geschichte vorzuweisen. Neben Rocksteadys Arkham-Trilogie dominierte WB Games Montréal mit Batman: Arkham Origins (2013) und Gotham Knights (2022), letzteres verkaufte sich nur 1,2 Millionen Exemplare in den ersten sechs Monaten.
- Superman-Eigenständige Spiele: Superman 64 (1999) gilt als einer der schlechtesten Titel der Geschichte, Superman Returns (2006) erhielt gemischte Kritiken.
- Das Supergirl-Projekt ist das erste eigenständige Spiel mit der Figur als Hauptcharakter. Vorher trat sie nur in Injustice 2 (2017) und Lego DC Super-Villains (2018) als spielbare Figur auf.
Branchenkontext und Marktlage
Superhelden-Spiele bewegten sich 2024 global auf einem Umsatz von rund 1,8 Milliarden US-Dollar nach 2,3 Milliarden im Vorjahr. Der Rückgang ist teils auf die enttäuschende Performance von Marvel’s Avengers (2020) und Suicide Squad zurückzuführen.
- Vergleichbare Releases: Marvel’s Spider-Man 2 (2023) von Insomniac Games setzte 11 Millionen Einheiten ab und zeigte, wie lineare Story-Erfahrungen mit offenen Welten funktionieren.
- Supergirl setzt auf eine Einzelspieler-Kampagne mit Koop-Option, ein Modell, das nach den Live-Service-Flops vieler Publisher wieder an Bedeutung gewinnt.
Konkrete Zahlen und Daten zum Projekt
Das Budget für Supergirl wird auf 120 Millionen US-Dollar geschätzt, davon 40 Millionen für Marketing. Der Release ist für November 2026 geplant auf PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC.
- Die Motion-Capture-Arbeiten mit Corenswet und Alcock fanden in den Warner Bros. Studios Leavesden statt, wo auch die Avatar-Sequels gedreht wurden.
- Rocksteady investierte 14 Monate in die Pre-Production, die Drehbucharbeit von Mitch Dyer (bekannt für Middle-earth: Shadow of War) begann bereits 2023.