Die Maus, die aussieht, wie aus Phantom Blood entsprungen
Der japanische Arcade- und Hardware-Spezialist Taito hat ein neues Peripheriegerät vorgestellt: eine Gaming-Maus, die der Steinernen Maske aus JoJo's Bizarre Adventure: Phantom Blood nachempfunden ist. Das Design ist so nah am Original, dass man fast die Dornen spüren kann.
Die Maske im Miniaturformat soll als vollwertige Gaming-Maus dienen, inklusive der markanten Gesichtsstruktur und der steinernen Patina. Wer schon immer wie Dio Brando Blut abzapfen wollte, bekommt hier die nächste Gelegenheit.
Ein Accessoire für echte Stand-Nutzer
- Die Maus ist eine detailgetreue Nachbildung der Maske, die in der ersten Staffel von JoJo eine zentrale Rolle spielt.
- Sie verfügt über die typischen Zacken und die steinerne Optik des Filmrequisits, nur kleiner und mit Kabel (oder Funk?).
- Taito hat bisher keine technischen Spezifikationen veröffentlicht. Klar ist: Die Optik ist der absolute Hingucker.
Was unter der steinernen Hülle steckt
Ob die Maus mit seitlichen Tasten, einer verstellbaren DPI oder einer ergonomischen Form aufwartet, bleibt vorerst offen. Taito beschränkt sich auf das Enthüllen des ungewöhnlichen Designs. Für Sammler und Hardcore-Fans der Serie ist das jedoch Nebensache, hier zählt der Wiedererkennungswert.
Gaming-Mäuse mit Anime-Motiven gibt es viele. Aber eine, die direkt eine mörderische Maske aus dem 19. Jahrhundert kopiert, sucht ihresgleichen.
Warum diese Maus perfekt zu JoJo passt
JoJo’s Bizarre Adventure lebt von übertriebenem Stil, dramatischen Posen und absurden Wendungen. Eine Gaming-Maus in Form der Steinernen Maske fügt sich nahtlos in diese Ästhetik ein. Sie ist nicht praktisch, nicht unauffällig, aber genau das macht sie zum Statement.
Ob die Maus auch ohne Hamon-Energie funktioniert, bleibt abzuwarten. Im Zweifel reicht der USB-Anschluss.
Taito: Vom Arcade-Pionier zum Lizenz-Hardware-Produzenten
Taito wurde 1953 gegründet und prägte die Branche mit Space Invaders (1978). Das Unternehmen gehört seit 2005 zu Square Enix und produziert heute neben Spielhallen-Automaten auch lizenzierte Hardware und Figuren.
- Taito brachte bereits JoJo-Pachinko-Maschinen wie The World of Lightning (2014) und The Ogre (2016) heraus.
- Die Maus ist keine Einzelaktion: Taito verkauft auch Controller und Headsets zu Serien wie Persona 5, Dragon Quest und Final Fantasy.
- Anders als reine Figurenhersteller baut Taito funktionsfähige Peripherie. Das erfordert enge Lizenzabsprachen. Die steinerne Maske ist das bislang bizarrste Beispiel.
JoJo’s Bizarre Adventure im Spiele- und Merch-Markt
Die Reihe hat eine lange Videospielgeschichte. Capcom veröffentlichte 1998 einen Arcade-Prügler, der 1999 auf Dreamcast und später auf PlayStation portiert wurde. CyberConnect2 entwickelte All Star Battle (2013) für PS3, das über 500.000 Einheiten verkaufte, und Eyes of Heaven (2015) für PS4.
- Mobile Spiele wie JoJo’s Bizarre Adventure: Diamond Records (2017) und Stone Ocean-Titel erreichen Millionen Downloads.
- Merchandise reicht von Figuren über Kleidung bis zu Haushaltswaren. Eine Gaming-Maus als Maske ist jedoch ein Novum. Kein anderes JoJo-Produkt kombiniert Mythos und PC-Arbeit so direkt.
Vergleichbare Produkte: Die Nische der Skulptur-Mäuse
Die meisten lizenzierten Gaming-Mäuse beschränken sich auf bedruckte Gehäuse. Razer bot One Piece-Editionen mit einfarbigen Logos, SteelSeries lieferte League of Legends-Designs mit flachen Stickern. Taitos Ansatz ist eine vollständige Skulptur.
- Hori produzierte Controller in Form von Pokéball- oder Mario-Kart-Lenkrad-Nachbildungen. Aber keine Maus.
- Solche Skulptur-Mäuse sind selten, weil sie ergonomisch kompromissbehaftet sind. Die steinerne Maske besitzt scharfe Kanten, wie viel Grifffläche bleibt?
- Preise für Sammler-Mäuse liegen meist zwischen 50 und 100 Euro. Taito könnte aufgrund der aufwendigen Form darüber liegen. Ein genauer Preis fehlt noch.
Die Maus wird wohl eher auf dem Schreibtisch landen als in der Hand eines E-Sportlers. Sie ist ein Dialogstück, kein Werkzeug. Und genau das entspricht dem Geist von JoJo's Bizarre Adventure: Stil über Funktion, Pose über Praxis.