EndeNews Logo EndeNews
Target zieht die Reißleine: Neue Regeln gegen Pokémon-Scalper in ausgewählten Filialen
News

Target zieht die Reißleine: Neue Regeln gegen Pokémon-Scalper in ausgewählten Filialen

Target führt offenbar in manchen Stores Kaufbeschränkungen für Pokémon-Karten und Merch ein, um Wiederverkäufern das Handwerk zu legen.

D
Dennis Adam
TEILEN: Twitter Reddit

Target greift durch, aber nur leise

Der Kampf gegen Pokémon-Scalper nimmt eine neue Wendung. Wie Polygon.com berichtet, haben einige US-amerikanische Target-Filialen still und heimlich neue Einkaufsrichtlinien für Pokémon-Merchandise und Trading Cards eingeführt.

Es handelt sich um kaufbegrenzende Maßnahmen, die den Weiterverkauf auf dem Zweitmarkt erschweren sollen. Die Regeln werden allerdings nicht zentral kommuniziert, sondern nach Ermessen der einzelnen Filialen umgesetzt.

Die neuen Regeln im Überblick

  • Käufe von Pokémon-Produkten werden limitiert, meist auf eine bestimmte Anzahl pro Kunde und Tag.
  • Anti-Wiederverkaufsregeln wurden eingeführt. Dazu gehören etwa das Verbot, direkt vor dem Laden zu campen oder mehrfach hintereinander einzukaufen.
  • Die Durchsetzung liegt im Ermessen der Store-Mitarbeiter, sie dürfen Käufe ablehnen, wenn sie Scalping-Verdacht schöpfen.

Bislang gibt es keine offizielle Bestätigung von Target selbst. Die Maßnahmen scheinen schleichend und lokal ausgerollt zu werden, ohne landesweite Ankündigung.

Warum jetzt? Ein alter Kampf wird neu entfacht

  • Bereits seit 2021 kämpfen Einzelhändler gegen exzessives Scalping von Pokémon-Karten.
  • Besonders begehrte Sets wie Pokémon Karmesin & Purpur oder Jubiläumsboxen werden oft innerhalb von Minuten leergekauft.
  • Target war schon früher Vorreiter: 2021 führte der Konzern temporäre Limits ein, beendete sie aber später wieder.

Die neuen, dezentralen Regeln könnten eine Reaktion auf lokale Scalper-Hotspots sein. Statt einer bundesweiten Ansage setzt Target auf flexible Filialsteuerung.

Was das für Sammler bedeutet

  • Kleine Sammler profitieren: Limits erhöhen die Chance, ein Pack oder eine Box zum UVP zu ergattern.
  • Scalper bekommen es schwerer: Vor allem das „Store Discretion“-Prinzip sorgt für Unsicherheit, willkürliche Ablehnung schreckt Massenkäufer ab.
  • Allerdings: Ohne einheitliche Regelung können Scalper einfach in Nachbarfilialen ohne Beschränkungen ausweichen.

Target testet offenbar, wie weit man mit filialgesteuerten Anti-Scalp-Maßnahmen kommt. Eine offizielle Verlautbarung steht noch aus, doch die ersten Umsetzungen sind ein klares Signal.

VERWANDTE ARTIKEL