Woody für immer, Tom Hanks wird deutlich
Tom Hanks hat keine Lust, Woody an den Nagel zu hängen. Im exklusiven Gespräch mit dem Toy Story 5-Team fragte der Schauspieler: „Can we keep doing this?“
Die Aussage ist mehr als eine nette Geste. Hanks verkörpert den Cowboy seit 1995 und scheint bereit für eine unendliche Geschichte.
Was das Toy-Story-5-Team zur Zukunft sagt
- Das Team diskutiert offen die Möglichkeit weiterer Teile der Pixar-Reihe.
- Konkrete Pläne oder ein grünes Licht für Teil 6 gibt es bislang nicht.
- Die Stimmung hinter den Kulissen ist laut der Quelle positiv, „mehr“ ist kein Tabu.
Pixar hält sich traditionell bedeckt, wenn es um Fortsetzungen geht. Dass das Team selbst über die Zukunft spricht, ist ungewöhnlich offen.
Pixar, die Schmiede hinter Toy Story
Pixar Animation Studios gehört seit 2006 zu Disney, operiert aber eigenständig. Gegründet 1986 von Ed Catmull, Alvy Ray Smith und Steve Jobs, startete das Studio mit Kurzfilmen und dem ersten vollständig computergenerierten Spielfilm Toy Story (1995). Die technologische Pionierarbeit, RenderMan, die Marionettensteuerung, setzte Standards.
Die bisherigen Toy-Story-Filme spielten weltweit rund 3,3 Milliarden US-Dollar ein. Teil 4 (2019) kam auf 1,07 Milliarden. Das Studio musste 2023 wegen Disney-Sparmaßnahmen 75 Mitarbeiter entlassen, der Druck auf neue Hits wächst. Ein fünfter Teil ist für Juni 2026 angekündigt, Regie führt Andrew Stanton, der schon Findet Nemo und WALL-E inszenierte.
Frühere Releases der Toy-Story-Spiele
Die Spiele zum Franchise haben eine wechselhafte Geschichte. Toy Story (1995) erschien für SNES, Genesis, Game Boy und PC, ein Jump-’n’-Run mit Renn- und Puzzlesequenzen, entwickelt von Traveller’s Tales und Disney Interactive. 1996 folgte Toy Story: Activity Center für Windows und Mac.
Teil 2 brachte 1999 Toy Story 2: Buzz Lightyear to the Rescue für PlayStation, N64, Dreamcast und PC, ein 3D-Plattformer mit offenen Levels. Traveller’s Tales programmierte auch diesen Titel. 2001 erschien Toy Story Racer für PlayStation und Game Boy Color, ein Kart-Spiel.
Mit Teil 3 (2010) kam Toy Story 3: The Video Game von Avalanche Software auf PS3, Xbox 360, Wii, PC und DS. Das Spiel kombinierte eine Sandbox-Welt mit Story-Missionen und verkaufte sich über 3 Millionen Mal. 2014 folgte Disney Infinity mit Toy-Figuren, das 2017 eingestellt wurde, wegen Überproduktion von Starterpacks. Seitdem gibt es keine eigenständigen Toy-Story-Spiele mehr.
Branchenkontext, was bedeutet Hanks' Aussage?
Disney und Pixar setzen zunehmend auf Nostalgie. Inside Out 2 (2024) spielte über 1,6 Milliarden US-Dollar ein, Elemental hingegen nur 496 Millionen. Das Risiko neuer IPs ist hoch. Toy Story 5 wird unter diesem Druck produziert, ein weiterer Teil 6 wäre logische Konsequenz, wenn Teil 5 erfolgreich läuft.
Im Spielemarkt herrscht eine ähnliche Logik. Disney Dreamlight Valley (2022) zeigte, dass nostalgische Marken funktionieren, der Early Access zog über eine Million Spieler an. Ein neues Toy-Story-Spiel müsste nicht unbedingt von Pixar selbst kommen. Lucasfilm Games und Bethesda arbeiten an neuen Star-Wars-Titeln; auch Disney-Spiele werden wieder häufiger extern lizenziert, etwa an EA oder Ubisoft. Der Erfolg von Lego Star Wars: Die Skywalker Saga (13 Millionen verkaufte Einheiten) zeigt: lizenzierte Abenteuer mit erkennbaren Figuren haben ein großes Publikum.
Konkrete Zahlen: Toy Story in Spielen
- Toy Story 2 verkaufte weltweit etwa 2,5 Millionen Einheiten.
- Toy Story 3 erreichte über 3 Millionen Verkäufe, auf Wii und PS3 am stärksten.
- Die Disney Infinity-Reihe setzte insgesamt über 2 Milliarden US-Dollar um, brach aber an der Figurenflut.
- Aktuelle Wiederveröffentlichung: Toy Story 3 ist über Rückwärtskompatibilität auf Xbox One/Series spielbar, aber nicht auf modernen Stores neu erhältlich.
Ein Teil 5 bringt fast sicher ein neues Spiel. Disney hat 2023 eine Partnerschaft mit Microsoft für Cloud-Gaming und mit Netflix für Mobile Games verlängert. Wer auf virtuelle Abenteuer mit Woody und Buzz hofft, sollte die Ohren spitzen, Hanks’ Wunsch ist ein starkes Signal, aber die Entscheidung liegt bei Disney und Pixars Geschäftsführung.