Die Qual der Wahl am lazy Day
Wer kennt es nicht? Die Couch ruft, der Controller liegt bereit, aber das kabellose Headset piept leer. Aufladen? Zu viel Aufwand.
Ich greife dann zum Turtle Beach Atlas 200. Der kabelgebundene Klassiker ist genau für diese Momente gemacht.
Warum Kabel gewinnen
Kein Pairing, keine Ladeschale, kein Batteriestress. Einfach den 3,5-mm-Klinkenstecker in den PS5-Controller stecken und loslegen.
- Sofort einsatzbereit, ohne Ladepause
- Kein Latenz- oder Verbindungsgeruckel
- Leichtes Gewicht für stundenlanges Zocken
Der Atlas 200 liefert dabei soliden Sound. Für den gelegentlichen Feierabend-Race in Gran Turismo 7 oder eine Runde Baldur's Gate 3 reicht das völlig.
Hintergrund: Turtle Beach und die Atlas-Serie
Turtle Beach startete 2005 als Nischenhersteller für Flight-Sim-Headsets. Mit der Ear Force-Reihe etablierte sich die Firma als feste Größe im Konsolen-Gaming. Die Atlas-Linie kam 2019 als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach günstigen, austauschbaren Klinken-Headsets.
Der Atlas One (2019) hatte noch 50-mm-Treiber und ein starres Bügeldesign. Der Atlas 200 erschien 2021 mit 40-mm-Neodym-Treibern, 240 Gramm Gewicht und einem gefederten Stahlbügel. Die Änderung senkte die Herstellkosten, ohne die Klangqualität für den Durchschnittsspieler zu ruinieren.
Nie günstiger
Die Zusammenfassung aus der News spricht Klartext: Der Kopfhörer war noch nie so billig wie heute. Ein echtes Schnäppchen für alle, die auf unnötigen Schnickschnack verzichten.
Ob im Action-Adventure oder beim Indie-Plattformer, der Atlas 200 stört nicht. Er ist einfach da, wenn man ihn braucht.
Technik unter der Haube: Was die 40 mm leisten
Die kleinen Treiber im Atlas 200 decken einen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz ab. Das ist Standard, kein Hi-Res-Zertifikat, keine virtuellen Klangprofile. Der Hersteller verzichtet auf einen eigenen DAC oder DSP. Die Audio-Verarbeitung übernimmt der PS5-Controller, der über den 3,5-mm-Ausgang den Tempest-3D-Audio-Mixer der Konsole ausgibt.
Das Mikrofon ist ein unidirektionales 4-Pol-Klinkenmodell, das bei hohen Lautstärken rauscht. Für Voice-Chat in Call of Duty: Warzone oder Fortnite reicht es. Für Podcast-Aufnahmen nicht.
Konkurrenten und Preisvergleich
Im gleichen Preissegment (40–60 Euro) tummeln sich mehrere Kandidaten:
- HyperX Cloud Core (50 €): 40-mm-Treiber, geschlossene Bauweise, aber 275 Gramm und kein abnehmbares Kabel
- Razer Kraken X (45 €): 7.1-Surround-Simulation, 250 Gramm, aber fragiles Kunststoffband
- Logitech G332 (40 €): 50-mm-Treiber, leiser Frequenzgang, mit Plastikbügel
Der Atlas 200 liegt mit 240 Gramm am leichtesten. Sein Stahlbügel ist langlebiger als Razers Kunststoff, aber die Ohrpolster (Kunstleder) schwitzen bei langen Sessions schneller als die Stoffpolster von HyperX.
Mein Fazit zur faulen Lösung
Wer wie ich oft zu bequem ist, Headsets zu laden, findet hier seinen perfekten Partner. Kein Firlefanz, kein Bling-Bling, nur ehrlicher, kabelgebundener Sound.
Der Tiefpreis macht den Kauf jetzt noch leichter. Und das Aufladen bleibt dem Controller überlassen.