Naughty Dog: Entwickler der Reihe
Naughty Dog wurde 1984 von Andy Gavin und Jason Rubin gegründet. Das Studio aus Santa Monica entwickelte zunächst Spiele für den Apple Macintosh, später für Sony-Konsolen. Ab 1996 entstand die Crash Bandicoot-Reihe, die PlayStation populär machte. Nach dem Verkauf des Studios an Sony (2001) folgte die Jak and Daxter-Serie. 2007 begann mit Uncharted: Drake's Fortune eine neue Ära. Der kreative Kopf Amy Hennig prägte die ersten drei Teile. Nach ihrem Weggang 2014 übernahm Neil Druckmann die Leitung von Uncharted 4: A Thief's End. Das Studio ist heute vor allem für The Last of Us bekannt. Aktuell arbeitet Naughty Dog an einem Mehrspieler-Projekt im The Last of Us-Universum. Ein neues Uncharted ist nicht in Entwicklung, zumindest wurde kein offizielles Projekt bestätigt. Das Studio beschäftigt über 400 Mitarbeiter und unterhält zwei interne Teams.
Die Uncharted-Saga: Von 2007 bis 2017
Die erste Episode Uncharted: Drake's Fortune erschien 2007 exklusiv für PlayStation 3. Sie verkaufte sich über 5 Millionen Mal. Uncharted 2: Among Thieves (2009) gilt als einer der besten Third-Person-Shooter seiner Zeit und gewann mehrere Game of the Year-Auszeichnungen, darunter den Golden Joystick Award. Der Titel erreichte über 10 Millionen verkaufte Exemplare. Uncharted 3: Drake's Deception (2011) erzielte 9 Millionen Verkäufe. Der dritte Teil führte die Geschichte um Nathan Drake und seinen Mentor Victor Sullivan fort. Nach einer Pause von fünf Jahren erschien Uncharted 4: A Thief's End (2016) auf PlayStation 4. Mit über 16 Millionen verkauften Einheiten ist es der erfolgreichste Teil der Serie. Der eigenständige Ableger Uncharted: The Lost Legacy (2017) bot eine kürzere Kampagne mit den Figuren Chloe Frazer und Nadine Ross. Die gesamte Reihe hat sich bis 2022 mehr als 41 Millionen Mal verkauft. Ein Kinofilm mit Tom Holland als junger Nathan Drake kam 2022 in die Kinos und spielte weltweit über 400 Millionen Dollar ein.
Funkstille seit 2017
Uncharted 4: A Thief's End erschien 2016, der eigenständige Ableger The Lost Legacy folgte 2017. Seither kein offizielles Wort zu einem fünften Teil. Sony hat bis heute keine Ankündigung gemacht.
Gerüchte halten sich hartnäckig
- Immer wieder taucht Uncharted 5 in Fan-Diskussionen und Insider-Reports auf.
- Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür nicht.
- Die Marke gilt für Sony als zu wertvoll, um sie endgültig zu beerdigen.
Warum schweigt Sony?
Die Reihe hat eine riesige Fangemeinde und verkaufte sich millionenfach. Sony hat in der Vergangenheit andere PlayStation-Ikonen wie The Last of Us oder God of War nach langer Pause zurückgebracht. Ein ähnliches Szenario für Uncharted ist denkbar, aber reine Spekulation.
Branchenkontext: Pausen und Comebacks
Sony hat eine Geschichte von langen Abständen zwischen ikonischen Serien. God of War kehrte 2018 nach acht Jahren Pause zurück und verkaufte sich über 23 Millionen Mal. The Last of Us Part II erschien sieben Jahre nach dem ersten Teil. Auch Ratchet & Clank: Rift Apart (2021) kam nach fünf Jahren. Diese Strategie soll Marken frisch halten, birgt aber das Risiko, Fan-Erwartungen zu enttäuschen. Im Fall von Uncharted wäre eine Rückkehr möglich, aber nicht durch Naughty Dog. Externe Studios wie Bend Studio oder Sucker Punch haben eigene Projekte. Gerüchte um ein Uncharted 5 von einem neuen Team kursieren seit 2020. Ein angebliches Leak von 2023 nannte Bluepoint Games (Entwickler des Demon's Souls-Remakes) als möglichen Kandidaten. Bluepoint arbeitet jedoch an einem eigenen Originaltitel, wie das Studio 2023 bestätigte. Sony hat zudem mit PlayStation Studios eine Reihe von First-Party-Teams, die theoretisch einspringen könnten. Bisher gibt es keine offizielle Ankündigung.
Keine konkreten Hinweise
Naughty Dog arbeitet derzeit an anderen Projekten. Ob ein externes Studio einen fünften Teil entwickeln könnte, ist nicht bekannt. Die Gerüchte bleiben vage.
Was bleibt?
Uncharted ist nicht tot, sondern in einem tiefen Winterschlaf. Ob Nathan Drake oder ein neuer Held je zurückkehren, weiß nur Sony.