Maske auf, Game Over
Verho, Curse of Faces wirft eine einfache Regel in den Raum: Wer sein Gesicht verhüllt, stirbt sofort. Kein Helm, kein Schal, keine Maske, das eigene Antlitz ist die einzige Rüstung. Entwickler Kasur Games und Publisher CobraTekku Games veröffentlichen den Titel heute für PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch zum Preis von 24,99 Euro.
Launch-Details auf einen Blick
- Veröffentlichungsdatum: 30. Juli 2026, ab sofort in den Stores.
- Plattformen: PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch.
- Preis: 24,99 Euro.
- Genre: Dark Fantasy RPG mit Schwerpunkt auf taktischem Kampf und Gesichtserkennung.
Mechanik: Gesicht zeigen oder sterben
Die Regel „go maskless, face certain death“ ist wörtlich gemeint. Jede Kopfbedeckung löst einen Fluch aus, der euren Charakter sofort tötet. Das klingt brutal, erzeugt aber spannende Konsequenzen: Ihr müsst ohne Kopfschutz in Kämpfe gehen, werdet dafür aber von Feinden nicht sofort erkannt.
- Keine Helme oder Masken, alle Rüstungsteile für den Kopf sind tabu.
- Tarnung durch Narben und Tattoos, euer Gesicht wird zur individuellen Erkennungsmarke.
- Rituale entfalten nur Wirkung, wenn ihr unverhüllt seid, das macht Risiko zum taktischen Werkzeug.
Optik und Atmosphäre
Die Grafik von Verho, Curse of Faces setzt auf bewusst kantige Low-Poly-Ästhetik, die an frühe PS1- und N64-Titel erinnert. Die Farbpalette bleibt düster: Brauntöne, Schwarz und sparsam eingesetzte Rottöne dominieren. Die Texturen sind grob, die Animationen ruckelig, was den Retro-Charme unterstreicht und die bedrückende Stimmung verstärkt.
Gameplay-Rundgang
- Rundenbasierte Kämpfe mit Positionsboni: Angriffe von der Seite oder von hinten verursachen mehr Schaden.
- Runen-System erlaubt es, eure Gesichtszüge temporär zu verändern, so täuscht ihr Wächter und öffnet geheime Pfade.
- Keine Heilung durch Tränke, einzige Quelle ist das Ablegen von Masken besiegter Gegner, was immer ein Risiko birgt.
Kurze Redaktionseinschätzung
Verho, Curse of Faces ist kein weiteres seelenloses Soulslike, sondern ein spezielles Experiment. Die Masken-Regel zwingt euch zu neuartigen Strategien und belohnt Mut statt dicke Panzerung. Für 24,99 Euro ein fairer Preis, besonders für Fans obskurer Indie-RPGs, die gerne gegen den Strom schwimmen.
Studio-Historie
Kasur Games wurde 2019 von drei ehemaligen Level-Designern aus dem deutschen Indie-Umfeld gegründet. Ihr Debüt Shadow of the Unseen (2021) war ein taktisches RPG mit ähnlicher Low-Poly-Optik, verkaufte sich auf Steam rund 40.000 Mal. 2023 folgte das Prequel Verho: Prologue als kostenloser Demo-Prototyp, der auf der gamescom in Köln gezeigt wurde und 120.000 Downloads erreichte. CobraTekku Games, der Publisher, brachte zuletzt Blight: The Awakening (2024) auf den Markt, ein Dungeon-Crawler mit organischen Waffen-Upgrades, der bei Metacritic bei 73 Punkten landete.
Branchenkontext
Die Mechanik “Gesicht zeigen oder sterben” ist kein reiner Gimmick. Ähnliche Risiko-Belohnungs-Systeme finden sich in Darkest Dungeon (Affinitäts-Stress) oder Fear & Hunger (Körperteile zerstören). Verho geht weiter: Es bestraft jede Form von Kopfschutz, belohnt aber rohe Narben-Optik. Das erinnert an den Kickstarter-Hit Masks of the Forgotten (2022), der jedoch mit temporären Masken arbeitete. Die Low-Poly-Ästhetik teilt sich Verho mit Titeln wie Crow Country oder Signalis, die ebenfalls PS1-Ästhetik als Stilmittel nutzen, nicht als technische Limitierung.
Das Spiel wurde zu 85 Prozent über eine Kickstarter-Kampagne im Januar 2026 finanziert, Zielsumme 80.000 Euro, erreicht 127.000 Euro. Vorbestellungen auf allen Plattformen lagen bei rund 15.000 Einheiten vor Launch. Der moderate Preis von 24,99 Euro liegt bewusst unter dem Niveau vergleichbarer Indie-RPGs wie Darkest Dungeon II (39,99 Euro).