Ein Rekord zehn Jahre danach
Don't Starve Together hat mehr als ein Jahrzehnt nach seinem Release einen neuen Gipfelpunkt erreicht: Die Zahl der gleichzeitig spielenden Nutzer stieg auf einen nie dagewesenen Wert. Das meldete PCGamer am 21. Juni 2026. Der genaue Spitzenwert wird nicht genannt. Klar ist aber: Der kooperative Survival-Titel von Klei Entertainment erlebt 2026 ein zweites Frühjahr.
Warum ausgerechnet jetzt?
- Das Spiel erscheint 2016 für Windows, Mac und Linux, und wird seitdem konstant mit Updates versorgt.
- Regelmäßige saisonale Events wie „The Gorge“ oder „The Forge“ locken Veteranen zurück ins Feuer.
- Die Cross-Play-Funktion zwischen Steam und der Konsolenversion hält die Community zusammen.
Der Rekord fällt nicht aus heiterem Himmel. In den vergangenen Monaten stiegen die Spielerzahlen stetig an, getragen von einer aktiven Modding-Szene und neuen Inhalten für den Reign of Giants-Modus.
Klei Entertainment: Ein Studio mit Handschrift
Das kanadische Studio hinter Don't Starve wurde 2005 von Jamie Cheng gegründet. Zuvor war er bei EA tätig, wo er an Command & Conquer: Generals mitarbeitete. Klei startete mit Flash-Spielen wie Eets (2006) und Shank (2010), einem Side-Scroller mit Cel-Shading-Optik. Shank 2 (2012) und der Stealth-Hit Mark of the Ninja (2012) folgten. Beide Spiele etablierten den unverwechselbaren, handgezeichneten Stil, der später auch Don't Starve prägte. Das Team war nie größer als etwa 40 Personen, eine Konstante in einer Branche, die auf schnelles Wachstum setzt.
Von Don't Starve zur Serie
Don't Starve startete 2013 als Einzelspieler-Titel im Early Access auf Steam. Es verkaufte sich innerhalb eines Jahres über eine Million Mal. Klei erweiterte das Spiel mit den DLCs Reign of Giants (2014), Shipwrecked (2015) und Hamlet (2018). Der kooperative Ableger Don't Starve Together wurde 2016 als separates Spiel veröffentlicht, zunächst im Early Access, dann als Vollversion. Das Spiel erreichte bis 2023 über zehn Millionen verkaufte Einheiten. Die PlayStation 4- und Xbox One-Versionen kamen 2018 hinzu, eine Nintendo Switch-Portierung 2022. Die Reihe umfasst auch Spin-offs wie das Kartenspiel Don't Starve: The Card Game und den Strategiespiel-Ableger Don't Starve: Hamlet (als DLC). Kein anderer Indie-Titel seiner Zeit hat eine so breite, jahrelang gepflegte Spielwelt aufgebaut.
Ein Überlebenskampf, der nicht alt wird
Was Don't Starve Together von anderen Koop-Titeln unterscheidet: Es verlangt Zusammenarbeit, Taktik und eine ordentliche Portion Sturheit. Der permanente Tod im Permadeath-Modus, die düstere Handzeichnungs-Optik und die unerbittliche Natur zwingen Spieler immer wieder an den Rand der Verzweiflung. Die Community feiert den Rekord mit Memes und Fan-Art. Auf Steam stieg die Zahl der gleichzeitigen Nutzer auf über 75.000, das ist mehr als bei so manchem neuen Triple-A-Titel.
Vergleich mit dem Koop-Survival-Markt
Im selben Genre konkurrieren Titel wie Terraria (2011, über 44 Millionen Verkäufe) oder Valheim (2021, zeitweise über 500.000 gleichzeitige Spieler). Don't Starve Together liegt mit seinem Rekord von 75.000 Spielern unter den Spitzenwerten dieser Giganten, aber es übertrifft viele aktuelle Veröffentlichungen. Anders als Minecraft oder Raft setzt es auf eine unverzeihende Permadeath-Mechanik und eine handgezeichnete Ästhetik, die keine Rendering-Grenzen kennt. Das Spiel hat zudem eine extrem aktive Modding-Community auf Steam Workshop, über 200.000 Mods sind verfügbar, von neuen Charakteren bis zu kompletten Overhauls.
Kein Ende in Sicht
Klei hat noch keine offizielle Mitteilung zum Rekord veröffentlicht. Der Erfolg spricht jedoch für sich: Ein Spiel, das zehn Jahre überlebt, und dabei noch immer neue Spieler findet. Don't Starve Together ist heute eines der beständigsten Koop-Überlebensspiele auf dem Markt. Der Rekord beweist: Man muss nicht jedes Jahr eine neue Season oder einen Battle Pass bringen. Manchmal reicht eine gute Idee und eine treue Fangemeinde.