Mehr Liebe für die Schurken
Die GIGA-Redaktion hat 15 Videospiel-Bösewichte gekürt, die bei Fans beliebter sind als so mancher strahlender Held. Der Grund ist simpel: Sie sind einfach zu gut geschrieben. Bösewichter mit Tiefgang, charismatischen Monologen oder tragischen Hintergründen bleiben im Gedächtnis, oft mehr als der stoische Retter der Welt.
Wer erinnert sich nicht lieber an Sephiroth aus Final Fantasy VII als an den stummen Cloud? Oder an Handsome Jack aus Borderlands 2, dessen sarkastische Sprüche jedes Gespräch stehlen? Diese Figuren sind nicht nur Hindernisse, sie sind die eigentlichen Stars ihrer Spiele.
Was einen guten Bösen ausmacht
- Motivation: Schurken wie GLaDOS aus Portal handeln nicht aus reiner Bosheit, sondern aus logischen (wenn auch gestörten) Programmierzielen.
- Präsenz: Vaas Montenegro aus Far Cry 3 liefert Monologe, die man zitiert, sein „Definition of Insanity“ ist legendär.
- Sympathie: Bowser aus Super Mario ist zwar der Erzfeind, aber sein unerschütterlicher Einsatz für seinen Sohn in Super Mario Odyssey macht ihn fast liebenswert.
Manche dieser Charaktere haben so starke Fanbasen, dass sie eigene Spin-offs oder Merchandise bekommen. Psycho Mantis aus Metal Gear Solid oder Albert Wesker aus Resident Evil sind Kultfiguren, deren Auftritte die Spieler wollen.
Das Problem der Helden
Viele Protagonisten sind bewusst als leere Leinwände konzipiert, damit der Spieler seine eigene Geschichte einwebt. Master Chief aus Halo spricht kaum, Link aus Zelda gar nicht. Das biete Identifikation, aber keine starke Persönlichkeit.
Bösewichte hingegen bekommen aufwendige Zwischensequenzen, markante Stimmen und emotionale Bruchlinien. Sie dürfen laut, fies oder grandios theatralisch sein. Wo Helden oft funktional bleiben, sind Schurken der emotionale Anker.
Die 15 gesammelten Beispiele zeigen: Manche Schurken haben sich durch gute Schreibe ihren Platz in den Herzen der Spieler erobert, und stehen oft heller da als die Helden, die sie besiegen sollen.
Mehr Liebe für die Schurken
Die GIGA-Redaktion hat 15 Videospiel-Bösewichte gekürt, die bei Fans beliebter sind als so mancher strahlender Held. Der Grund ist simpel: Sie sind einfach zu gut geschrieben. Bösewichter mit Tiefgang, charismatischen Monologen oder tragischen Hintergründen bleiben im Gedächtnis, oft mehr als der stoische Retter der Welt.
Wer erinnert sich nicht lieber an Sephiroth aus Final Fantasy VII als an den stummen Cloud? Oder an Handsome Jack aus Borderlands 2, dessen sarkastische Sprüche jedes Gespräch stehlen? Diese Figuren sind nicht nur Hindernisse, sie sind die eigentlichen Stars ihrer Spiele.
Was einen guten Bösen ausmacht
- Motivation: Schurken wie GLaDOS aus Portal handeln nicht aus reiner Bosheit, sondern aus logischen (wenn auch gestörten) Programmierzielen.
- Präsenz: Vaas Montenegro aus Far Cry 3 liefert Monologe, die man zitiert, sein „Definition of Insanity“ ist legendär.
- Sympathie: Bowser aus Super Mario ist zwar der Erzfeind, aber sein unerschütterlicher Einsatz für seinen Sohn in Super Mario Odyssey macht ihn fast liebenswert.
Manche dieser Charaktere haben so starke Fanbasen, dass sie eigene Spin-offs oder Merchandise bekommen. Psycho Mantis aus Metal Gear Solid oder Albert Wesker aus Resident Evil sind Kultfiguren, deren Auftritte die Spieler wollen.
Entwickler und ihre Schöpfungen
- Sephiroth entstammt Final Fantasy VII (1997) von Square (heute Square Enix). Das Studio hatte zuvor mit Final Fantasy VI (1994) einen ersten komplexen Antagonisten, Kefka, und experimentierte mit orchestraler Musik. Sephiroths Theme „One-Winged Angel“ dirigierte Nobuo Uematsu mit einem 40-köpfigen Chor, ein Novum für Spiele.
- Handsome Jack aus Borderlands 2 (2012) stammt von Gearbox Software*. Das Studio war zuvor mit Brothers in Arms (2005) und dem gescheiterten Duke Nukem Forever (2011) bekannt. Der Hyperion-CEO wurde von Schauspieler Dameon Clarke gesprochen; seine improvisierten Zeilen im Motion-Capture-Verfahren prägten den Ton der Serie.
- GLaDOS aus Portal (2007) wurde von Valve entwickelt, das mit Half-Life 2 (2004) physikbasierte Puzzles etablierte. Die KI-Stimme von Ellen McLain und die passiv-aggressive Art machten GLaDOS zum Gesicht des Spiels. Portal 2 (2011) verkaufte sich über 4 Millionen Mal und brachte der Figur eine eigene Hintergrundgeschichte in den Labor-Notizen.
Verkaufszahlen und kulturelle Spuren
- Final Fantasy VII verkaufte über 13 Millionen Einheiten (alle Versionen), Final Fantasy VII Remake (2020) weitere 7 Millionen. Sephiroth tritt in sechs Spin-offs auf, darunter Kingdom Hearts und Super Smash Bros. Ultimate, das steigert seine Bekanntheit über das Kernspiel hinaus.
- Borderlands 2 erreichte bis 2022 über 26 Millionen Verkäufe, mehr als jedes andere Gearbox-Spiel. Handsome Jacks Sprüche („Butt Stallion“, „I’m the conductor of the poop train“) wurden zu Memes, die in sozialen Medien tausendfach geteilt wurden.
- Bowser ist seit 1985 aktiv. Nintendos Plattformer verkauften sich über 830 Millionen Mal; Bowser erschien in über 20 Titeln als Endgegner. Super Mario Odyssey (2017) zeigte ihn als fürsorglichen Vater und verkaufte sich über 27 Millionen Mal, die Figur wurde dadurch breiter wahrgenommen.
- Resident Evil 5 (2009) mit Albert Wesker als finalem Boss verkaufte sich über 8 Millionen Mal. Capcoms Horror-Reihe summierte sich auf über 150 Millionen Einheiten. Weskers Präsenz in den Resident Evil-Filmen (2,5 Milliarden Dollar Einspiel) festigte seinen Status selbst außerhalb der Spieler-Community.
Das Problem der Helden
Viele Protagonisten sind bewusst als leere Leinwände konzipiert, damit der Spieler seine eigene Geschichte einwebt. Master Chief aus Halo spricht kaum, Link aus Zelda gar nicht. Das biete Identifikation, aber keine starke Persönlichkeit.
Bösewichte hingegen bekommen aufwendige Zwischensequenzen, markante Stimmen und emotionale Bruchlinien. Sie dürfen laut, fies oder grandios theatralisch sein. Wo Helden oft funktional bleiben, sind Schurken der emotionale Anker.
Die 15 gesammelten Beispiele zeigen: Manche Schurken haben sich durch gute Schreibe ihren Platz in den Herzen der Spieler erobert, und stehen oft heller da als die Helden, die sie besiegen sollen.