Eisen im Garten, Die Demo von IRON NEST macht satt, aber nicht glücklich
Ein Heavy-Turret-Simulator, der mit solider Basis aufwartet, aber in der Demo noch zu viele Baustellen zeigt.
Erster Eindruck: Blech und Beton
IRON NEST setzt auf den Charme des Heavy-Metal-Settings. Man baut schwere Geschütztürme auf einer handvoll Karten, während endlose Wellen feindlicher Fahrzeuge anrollen. Die Mechanik ist schnell erklärt: Platzieren, aufrüsten, schießen.
Die Demo bietet vier Karten, aber zwei davon unterscheiden sich nur durch die Anordnung von Hindernissen. Die Grafik erinnert an frühe Source-Engine-Modifikationen, funktional, aber ohne Liebe zum Detail. Texturen wirken verwaschen, Explosionen bestehen aus groben Partikeln.
Gameplay: Solide Basis, wacklige Fassade
Die Turret-Auswahl überzeugt mit fünf verschiedenen Typen, darunter ein Flammenwerfer für Nahdistanz und ein Tesla-Turm für Kettenblitze. Jeder Turret hat einen Upgrade-Baum mit drei Stufen, die Reichweite oder Feuerrate erhöhen.
Die manuelle Zielpriorisierung per Rechtsklick ist ein echter Pluspunkt. So kann man gezielt Panzerfahrzeuge ausschalten, während die Standardtürme die schnellen Scouts erledigen. Leider ignoriert die gegnerische KI alternative Routen komplett, jeder Feind marschiert stur den kürzesten Weg.
Schwächen: Wo der Rost nagt
Die Demo zeigt deutliche Kinderkrankheiten. Die Pause-Funktion fehlt völlig, was bei hektischen Wellen schnell in Frust umschlägt. Besonders ärgerlich: Das UI überlappt sich auf 1080p, sodass Upgrade-Buttons teilweise hinter dem Karteneditor verschwinden.
Ein weiteres Problem: Die Kartenvielfalt ist dürftig. Zwei der vier Karten sind identisch aufgebaut, nur die Beleuchtung ändert sich. Die Soundkulisse wiederholt die gleichen zwei Tracks, die nach der dritten Runde nur noch nerven.
Fazit für die Vollversion
IRON NEST: Heavy Turret Simulator Demo hat das Fundament für ein passables Tower-Defense-Spiel gelegt. Mit mehr Karten, einer Pause-Option und einer überarbeiteten UI könnte daraus ein echter Geheimtipp werden.
Stand jetzt reicht es für eine Stunde kurzweilige Unterhaltung, aber nicht für mehr. Wer auf der Suche nach einem tiefgründigen Turret-Simulator ist, wartet besser auf den Patch.
+ PRO
- +Vier verschiedene Turret-Typen mit eigenem Upgrade-Baum
- +Karten bieten vertikale Ebenen für taktische Platzierung
- +Gegnerwellen steigern sich stetig in Tempo und Typenmix
- +Kurze Rundendauer von 10–15 Minuten hält den Druck hoch
- +Manuelle Zielpriorisierung per Rechtsklick funktioniert präzise
- CONTRA
- -Nur vier Karten in der Demo, zwei davon spielen sich nahezu identisch
- -Feind-KI ignoriert alternative Routen und rennt stur geradeaus
- -Keine Pause-Funktion während des Kampfes vorhanden
- -UI-Menüs für Turret-Upgrade überlappen sich bei 1080p-Auflösung
FAZIT
Eine durchschnittliche Demo, die das Potenzial eines soliden Tower-Defense-Ablegers zeigt, aber mit zu vielen Ecken und Kanten kämpft, um über den ersten Eindruck hinauszulocken.
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