Klingenstaub und Tequila: Ein Härte-Test für Retro-Fans
Mexican Ninja verbindet klassische Arcade-Beat-'em-up-Action mit einem schrägen Setting voller Sombreros und Katanas.
Der erste Eindruck von Mexican Ninja
Das Indie-Studio liefert mit Mexican Ninja einen direkten Liebesbrief an die alten 16-Bit-Automaten der Neunziger.
Ohne langes Tutorial landet die Figur direkt in einer staubigen Wüstenstadt, wo Wellen von Banditen angreifen.
Die Pixel-Grafik zeigt viel Liebe zum Detail und läuft auf allen Plattformen konstant mit flüssigen Bildern.
Das Kampfsystem im Detail
Gegner teilen sich in Standard-Schläger, Schützen und Nahkampf-Experten auf.
Jeder der vier Protagonisten nutzt eine andere Waffe vom klassischen Katana bis zur explosiven Machete.
Die Kombos lassen sich durch rechtzeitiges Drücken der Tasten verketten.
Besonders der Arcade-Modus verlangt schnelles Ausweichen und präzises Timing bei den Kontern.
Technische Umsetzung auf den Plattformen
Auf der PS5 und der Xbox Series X laden die Levels in weniger als einer Sekunde.
Die PC-Version läuft auch auf älteren Laptops ohne nennenswerte Ruckler im Test.
Einzig die Tastenbelegung am Controller verlangt im Menü etwas Feintuning.
Der kooperative Mehrspielermodus
Gemeinsam mit Freunden macht das Hauen und Stechen auf der Couch am meisten Spaß.
Das Chaos auf dem Bildschirm bleibt dank klarer visueller Effekte immer lesbar.
Team-Angriffe teilen doppelten Schaden aus.
Fazit aus der Redaktion
Wer klassische Hack-and-slash-Spiele sucht, bekommt hier solide Handwerkskunst geboten.
Die Entwickler haben bewusst auf moderne Mikrotransaktionen verzichtet.
Das Spiel bietet genau die richtige Dosis Nostalgie für ein Wochenende.
+ PRO
- +Präzise Kollisionsabfrage bei Sprungangriffen verhindert unfaire Treffer
- +Der Chiptune-Soundtrack treibt mit schnellen Bässen durch die Levels
- +Lokaler Koop-Modus für bis zu vier Spieler bringt echtes Automatengefühl
- +Vier spielbare Charaktere besitzen komplett unterschiedliche Nahkampf-Animationen
- +Bosse fordern mit klaren Angriffsmustern und kurzen Reaktionsfenstern
- CONTRA
- -Steuerung der Spezialattacken reagiert auf Tastaturen oft erst nach kurzer Verzögerung
- -Level-Hintergründe recyceln nach der Hälfte der Spielzeit dieselben Texturen
- -Fehlendes Online-Matchmaking zwingt zu externen Tools wie Parsec
- -Speichersystem setzt Spieler bei Game Over stets an den Level-Anfang zurück
FAZIT
Ein ehrliches Beat 'em up für verregnete Abende auf der Couch, das trotz kleinerer technischer Macken gut unterhält.
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