Lootbound im Test: Taktische Pixel-Schlägerei mit Ecken und Kanten
Das isometrische Rollenspiel kombiniert rundenbasiertes Looten mit cleverer Strategie auf dem PC und Linux-Systemen.
## Rückkehr zu den Pixel-Wurzeln
Lootbound wirft euch ohne große Umschweife in eine düstere Fantasy-Welt, in der jede falsche Bewegung das Ende der Party bedeutet.
Entwickler PixelCraft Studios haben sich stark an alten Klassikern orientiert, ohne stumpf zu kopieren.
Das Spiel läuft auf Windows, Mac und dank nativer Unterstützung hervorragend auf Linux.
## Taktik schlägt rohe Gewalt
Das Herzstück bildet das rundenbasierte Kampfsystem auf quadratischen Gittern.
Jeder Charakter hat Aktionspunkte für Bewegung, Angriffe und Zauber zur Verfügung.
Besonders die Nutzung von Höhenunterschieden bringt spürbare Vorteile im Schaden.
## Die Beutespirale greift
Wie der Name schon andeutet, dreht sich alles um die Jagd nach besserer Ausrüstung.
Jeder getötete Bossgegner lässt verlockende Schätze fallen, die sofort angelegt werden wollen.
Das Inventar platzt jedoch nach wenigen Dungeons aus allen Nähten.
## Technische Umsetzung auf dem PC
Auf dem PC und unter Linux läuft Lootbound mit konstanten Bildern pro Sekunde.
Die Steuerung per Maus und Tastatur reagiert direkt und präzise.
Lediglich die Auflösungsskalierung bei Ultra-Wide-Monitoren sorgt für seltsame Ränder.
## Schattenseiten des Abstands
Der Schwierigkeitsgrad zieht ab Akt drei spürbar an und verlangt frustrierendes Training.
Manche Textboxen zeigen schlicht englische Programmcodes statt deutscher Erklärungen.
+ PRO
- +Rundenbasiertes Kampfsystem mit Höhenvorteilen und Deckungsmechanik
- +Handgezeichnete 16-Bit-Grafik mit charmanten Animationen
- +Umfangreiches Crafting-System für legendäre Waffen und Rüstungen
- +Linux-Native-Port läuft butterweich auf dem Steam Deck
- +Permadeath-Option für Veteranen sorgt für echte Nervenkitzel
- CONTRA
- -Inventarverwaltung wird ab Spielstunde 20 extrem unübersichtlich
- -KI-Gegner ignorieren manchmal Flächenzauber und laufen geradewegs hinein
- -Hauptquest verlangt stupides Grinding für die nächste Stufe
- -Deutsche Übersetzung enthält Grammatikfehler und unvollständige Dialogboxen
FAZIT
Ein motivierendes Retro-Abenteuer für Taktik-Fans, das trotz kleinerer Schwächen im Interface viel Tiefgang bietet.
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