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Royale Battle, Ein königliches Desaster im Battle-Royale-Dschungel
Reviews

Royale Battle, Ein königliches Desaster im Battle-Royale-Dschungel

Royale Battle vereint Adventure, Action und Casual-Elemente in einem Massively-Multiplayer-Format, und scheitert an mangelnder Umsetzung, technischen Problemen und fehlender Spielerzahl.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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SPIEL Royale Battle
ENTWICKLER BTL games
PUBLISHER Btl Games
RELEASE 2. Juli 2026
PLATTFORMEN: PC

Der erste Eindruck: Eine leere Hülle

Royale Battle startet mit einem knalligen Hauptmenü, vier Optionen: Spielen, Einstellungen, Credits, Beenden. Die Pixel-Grafik erinnert an frühe 2000er Browser-Spiele, aber das ist kein Retro-Charme, sondern schlichte Sparsamkeit. Nach dem Klick auf „Spielen“ beginnt eine gefühlte Ewigkeit des Ladebalkens. Der schreitet in 1%-Schritten voran und bleibt bei 47% für mehrere Minuten hängen.

Das Spiel wirbt mit „Massively Multiplayer“. In der Praxis sind maximal 4 Spieler online, und das nur an Wochenenden. Ich starte eine Runde, warte fünf Minuten. Drei Bots erscheinen, die sich nicht bewegen. Sie stehen wie Statuen auf dem Spawn-Punkt und warten darauf, erschossen zu werden.

Gameplay zwischen Chaos und Langeweile

Die Karte ist ein Quadrat aus fünf Biomen: Wiese, Wüste, Eis, Lava und dem versprochenen Unterwasser-Bereich. Letzterer ist ein See mit blauen Pixeln, betreten möglich, aber ohne Atemluft-Anzeige. Man ertrinkt einfach nach 10 Sekunden. Die Waffen sind Standard: Pistole, Shotgun, Sturmgewehr, Sniper und die Quietscheente. Die Ente ist der einzige Lichtblick. Sie macht beim Aufprall ein lautes Quaken und hinterlässt eine kleine Explosion mit Entenfedern.

Doch der Waffen-Schaden ist völlig inkonsistent. Ein Kopfschuss mit der Pistole tötet nicht immer, mal reicht ein Treffer am Zeh. Das macht taktisches Spielen unmöglich. Zudem verschwinden eingesammelte Gegenstände oft aus dem Inventar, wenn man die Waffe wechselt. Ein Lade-Bug sorgt dafür, dass man nach dem Tod nicht ins Hauptmenü zurückkommt, sondern auf einem schwarzen Bildschirm hängt.

Technischer Albtraum und fehlende Spielerbasis

Royale Battle läuft auf einem Unity-Grundgerüst, das selbst auf einem High-End-PC ruckelt. Die Framerate bricht auf 15 FPS ein, sobald zwei Spieler aufeinandertreffen. Sound: Der Soundtrack besteht aus einer Endlosschleife eines 8-Bit-Melodie-Snippets, nach 10 Minuten möchte man den Lautsprecher ausreißen.

Die Credits verraten, dass das Spiel von einer Einzelperson entwickelt wurde. Das erklärt die vielen Ecken und Kanten. Aber selbst für einen Indie-Titel ist der Zustand indiskutabel. Der Entwickler hat das Spiel vor zwei Jahren veröffentlicht und seitdem kein Update mehr bereitgestellt. Die Steam-Diskussionen sind voller Beschwerden über fehlende Inhalte.

Pro & Contra, Die nackten Fakten

  • Kostenlos: Keine versteckten Ausgaben. Das ist selten in diesem Genre.

  • Quietscheente: Einzigartiges Waffen-Design, das zumindest unterhält.

  • Stabile Server: Bei weniger als 10 Spielern läuft die Verbindung problemlos.

  • Keine Paywalls: Alle Skins sind von Anfang an wählbar.

  • Unterwasser-Level: Originelle Idee, auch wenn sie schlecht umgesetzt ist.

  • Bots regungslos: Gegner stehen herum und machen das Spiel zur Galgenfrist.

  • Texturen-Lag: Bis zu 30 Sekunden unsichtbare Wände und leere Flächen.

  • Escape-Absturz: Ein Tastendruck beendet das Spiel abrupt.

  • Zufalls-Schaden: Keine verlässliche Tötungsmechanik, reine Glückssache.

Fazit: Ein königlicher Reinfall

Royale Battle hat eine charmante Idee, die Quietscheente, und den Mut, kostenlos zu sein. Doch das reicht nicht, um die geballte Ladung an Bugs, fehlenden Spielern und liebloser Umsetzung zu kompensieren. Selbst Indie-Fans sollten einen großen Bogen machen. Das Spiel fühlt sich an wie eine Tech-Demo aus einem Programmierkurs, die man versehentlich veröffentlicht hat. Wer Battle-Royale erleben will, greift lieber zu Fortnite oder PUBG. Royale Battle ist ein Fall für die digitale Mottenkiste.

2.5
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Kostenloser Einstieg ohne Mikrotransaktionen oder Lootboxen
  • +Die Quietscheenten-Granate erzeugt tatsächlich ein entenartiges Quaken beim Aufprall
  • +Server laufen stabil bei maximal 8 gleichzeitigen Spielern
  • +Charakterauswahl bietet 6 vorgefertigte Skins ohne Paywall
  • +Einziges Battle-Royale mit einem Unterwasser-Level, das betreten werden kann

- CONTRA

  • -Matchmaking findet nach 5 Minuten Wartezeit nur 3 Bots, die regungslos in der Mitte der Karte stehen
  • -Texturen laden erst nach 30 Sekunden, inzwischen sieht die Welt aus wie ein grauer Betonklotz
  • -Absturz beim Drücken der Escape-Taste während der Ladebildschirme
  • -Waffen-Schaden ist zufällig: Ein Schuss mit der Pistole tötet unabhängig von Trefferzone oder Entfernung

FAZIT

Royale Battle ist ein unfertiger, fehlerhafter Klon, der selbst Hardcore-Sammler nur zum Kopfschütteln bringt.

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