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Reviews

Sandkasten ohne Sand, Das Starsandisland Modkit enttäuscht auf ganzer Linie

Ein modulares Baukastensystem für eigene Inselwelten, das an mangelnder Dokumentation, häufigen Abstürzen und fehlenden Kernfunktionen scheitert.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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SPIEL Starsandisland Modkit
ENTWICKLER Seed Sparkle Lab
PUBLISHER Starsandisland Modkit
RELEASE 25. Juni 2026
PLATTFORMEN: PC

Erster Eindruck: Nackte Menüs und leere Versprechen

Das Starsandisland Modkit öffnet sich mit einem groben Gitterraster und fünf Buttons. Kein Splashscreen, kein Tutorial, nur eine leere weiße Fläche.

  • Der erste Klick auf „Terrain erstellen“ startet eine 4-Sekunden-Verzögerung. Danach erscheint eine blockige 16x16-Karte.
  • Die Texte im Menü sind offenbar maschinell übersetzt. „Setze Objekt“ liest sich wie „Placement Object“ und passt nirgends hin.

Bauen mit angezogener Handbremse

Das Kernsystem erinnert an einen abgespeckten Far Cry Arcade Editor, nur ohne jede Raffinesse.

  • Du kannst Bäume, Felsen und einfache Hütten setzen. Kollisionsabfrage? Fehlanzeige. Häuser schweben 5 Meter über dem Boden.
  • Wasserelemente sind eine Katastrophe: Jeder dritte Klick auf „See hinzufügen“ lässt das Programm einfrieren. Task-Manager ist dein Begleiter.

Technischer GAU auf ganzer Linie

Nach 20 Minuten Testzeit habe ich drei vollständige Abstürze protokolliert. Der vierte kam beim Speichern.

  • Die Texturen laden nur bei jedem zweiten Start. Bleiben sie lila, musst du das Spiel neu starten.
  • Der Export für Steam Workshop funktioniert zwar, aber die hochgeladene Map zeigt nur leere Kacheln. Andere Spieler sehen nichts.

Fehlende Grundlagen für ein Modkit

Ein Modkit lebt von Erweiterbarkeit. Hier fehlt das Wichtigste:

  • Kein Skripteditor, keine Eventlogik, keine NPC-Platzierung. Du baust nur Kulissen.
  • Im Vergleich zu Garry’s Mod, Planet Coaster oder dem Sims 4-Editor ist das hier ein schlechter Witz. Nicht einmal simple Türen lassen sich animieren.

Die Community, oder: verlorene Seelen im Forum

Das offizielle Steam-Forum zählt 13 Einträge. Drei davon: „Wie funktioniert das?“, zwei: „Game crasht“. Der Entwickler antwortet auf keinen.

  • Ein Nutzer berichtet, er habe 8 Stunden in eine Insel gesteckt, nach Export war sie weg. Upgrade-Pfad? Nicht vorhanden.
  • Patch 1.01 (vor 6 Monaten) versprach „Stabilitätsverbesserungen“. Seitdem kam nichts mehr.

Fazit: Finger weg, es sei denn, du liebst Beta-Sandkästen

Das Starsandisland Modkit ist ein Paradebeispiel für ein unfertiges Produkt, das zu früh veröffentlicht wurde. Wer einfache Inselkulissen für Screenshots bauen will, kommt vielleicht klar, aber für echte Modding-Projekte ist es unbrauchbar. Drei von zehn Punkten sind noch gnädig gemessen an der lila Texturflut.

3
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Kreative Grundidee erlaubt Terraforming von 5 Biomtypen
  • +Einmalige Exportfunktion für Steam Workshop
  • +Performance bleibt stabil bei unter 500 Objekten
  • +Keine nervigen Mikrotransaktionen
  • +Komplette Offline-Nutzung ohne Accountzwang

- CONTRA

  • -Abstürze alle 10 Minuten beim Platzieren von Wasserelementen
  • -Texturen laden nicht nach, 40% der Objekte bleiben lila
  • -Dokumentation fehlt komplett, Tutorial nicht übersetzbar
  • -Keine Möglichkeit, NPCs oder Questlogik einzubinden

FAZIT

Ein ambitioniertes, aber technisch katastrophales Werkzeug, das selbst Hardcore-Moddern nur Frust bereitet.

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