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MAK: Survival, Ein hölzerner Überlebenskampf, der im eigenen Sumpf versinkt
Reviews

MAK: Survival, Ein hölzerner Überlebenskampf, der im eigenen Sumpf versinkt

Ein Indie-Adventure, das Survival-Mechaniken verspricht, aber mit leerer Welt, steifer Technik und repetitiven Aufgaben den Spieler in den Wahnsinn treibt.

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Tommes Parzl
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SPIEL MAK: Survival
ENTWICKLER Two Friend Studios
PUBLISHER Two Friend Studios
RELEASE 19. Juni 2026
PLATTFORMEN: PC

Überlebenskampf gegen die eigene Technik

Ein verlassenes Waldstück, ein Lagerfeuer, eine Axt. MAK: Survival beginnt mit einer vertrauten Szene, aber die Ruhe hält nicht lange. Schon nach wenigen Minuten stolpert man über die ersten groben Kanten. Die Welt wirkt wie aus Pappmaché geschnitten: Bäume haben scharfe Polygonkanten, das Wasser ist eine durchsichtige, rauschende Plane.

Die Steuerung fühlt sich schwammig an. Bewegungen haben eine Verzögerung von etwa einer halben Sekunde, als würde der Spieler durch Honig waten. Sprinten beschleunigt nur minimal, und der Ausdauerbalken leert sich nach drei Metern.

Crafting: Von der Axt zum Albtraum

Das Crafting-System ist das Herz von MAK: Survival und zugleich sein schwächster Punkt. Es gibt 18 Rezepte, aber die Materialien sind unlogisch verteilt. Für einen Steinmesser braucht man drei Steine, aber Steine sind auf der Karte so selten wie Wasser in der Wüste.

  • Holz ist überall, Steine nur an einer einzigen Felswand im Osten.
  • Fallen lassen sich bauen, aber die Tiere laufen direkt hinein und bleiben dann unsichtbar im Boden stecken.
  • Die Werkzeuge halten nur fünf Nutzungen, bevor sie zerbrechen, kein Schleifen oder Reparieren möglich.

Der Fortschritt ist eine endlose Schleife: Sammeln, Bauen, Verbrauchen, Wiederholen. Keine neuen Biome, keine Storyfetzen, keine Überraschungen.

Tierwelt: Statisten auf der Bühne

Die KI der Tiere ist ein Paradebeispiel für unfertige Programmierung. Hirsche stehen regungslos herum, bis man aus fünf Metern Entfernung einen Pfeil auf sie schießt. Dann verschwinden sie ohne Animation im Untergrund. Wölfe spawnen direkt im Rücken des Spielers und beißen ihn, bevor die Textur überhaupt geladen ist.

Besonders absurd: Das Töten eines Hirsches erzeugt kein Fallgeräusch. Das Tier bleibt einfach in der Luft stehen, während man es häutet. Die Entwickler haben vergessen, eine physikalische Reaktion einzubauen.

Sound: Mehr Stille als Stimmung

Der Soundtrack besteht aus vier Ambient-Tracks, die sich nach 30 Minuten wiederholen. Die Umgebungsgeräusche beschränken sich auf einen immer gleichen Wind, der über die Map rauscht. Regengeräusche gibt es nicht, selbst bei „Regen“ bleibt es hörbar trocken.

  • Schritte knacken auf Gras, aber nicht auf Stein.
  • Hackgeräusche sind identisch mit dem Klang von Pfeilabschüssen.
  • Dialoge oder Voice-Acting? Fehlanzeige. Das Tutorial arbeitet mit statischen Bildschirmtexten.

Die Soundkulisse zerstört die Illusion einer lebendigen Wildnis komplett.

Grafik und Performance: Ein Blick in die Vergangenheit

Optisch erinnert MAK: Survival an Tech-Demos aus dem Jahr 2013. Die Texturen sind niedrig aufgelöst, die Beleuchtung flach. Schatten existieren nur als harte, zitternde Schattenbälle unter den Bäumen.

  • FPS: Stabil 30 auf einem System mit GTX 1060, aber mit Mikrorucklern beim Überqueren von Geländekanten.
  • Texturen laden asynchron: Man sieht zuerst graue Flächen, die nach 5–10 Sekunden aufploppen.
  • Der Tag-Nacht-Wechsel erfolgt abrupt: Nach einem weißen Bildschirm ist es plötzlich Nacht.

Auf moderner Hardware läuft das Spiel zwar flüssiger, aber die Grafik ist nicht aufzuhübschen. Es fehlen Einstellungen für Anti-Aliasing oder Schattendetails.

Fazit: Nur für Sammler kaputter Spiele

MAK: Survival ist kein Spiel, es ist eine Sammlung unfertiger Ideen. Die grundlegenden Mechaniken funktionieren gerade so, aber Freude kommt nie auf. Jede Stunde fühlt sich an wie eine Wiederholung der ersten. Die Entwickler haben wohl aufgehört, bevor das Produkt fertig war.

Die Steam-Bewertungen sind vernichtend: 87% negativ. Das ist kein Zufall. Wer Survival-Spiele liebt, sollte zu The Long Dark, Green Hell oder Stranded Deep greifen. MAK: Survival verdient nur einen Platz in der digitalen Schrottkiste.

2.5
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Crafting-System bietet 18 Basisrezepte, von der Axt bis zur Falle
  • +Soundtrack aus Ambient-Drones erzeugt stellenweise bedrohliche Atmosphäre
  • +Tutorial erklärt Grundlagen in 10 Minuten ohne Textwände
  • +Speicherfunktion mit drei manuellen Slots und Autosave nach jeder Rast
  • +Minimale Systemanforderungen: läuft auf 8 Jahre alter Hardware mit 30 FPS

- CONTRA

  • -Texturen laden erst nach 5 Sekunden nach, leere, graue Flächen dominieren den Start
  • -Tiere spawnen direkt vor dem Spieler und bleiben regungslos stehen, bis man sie angreift
  • -Inventar erlaubt nur 4 Slots; erzwungenes Mikromanagement bremst den Spielfluss
  • -Speicherstand lässt sich nicht löschen, nach 20 Stunden klebt der Bug für immer im Menü

FAZIT

Ein lieblos zusammengeschustertes Survival-Erlebnis, das selbst Hardcore-Fans des Genres nur als Negativbeispiel empfehlen würden.

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