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Mole: Ein Maulwurf, der sich vergräbt, und nicht wieder auftaucht
Reviews

Mole: Ein Maulwurf, der sich vergräbt, und nicht wieder auftaucht

Das Adventure Mole entführt euch in ein unterirdisches Labyrinth aus unfertigen Ideen, aber die mangelhafte Steuerung und die technischen Mängel lassen jeden Spaß im Erdreich stecken.

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Tommes Parzl
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SPIEL Mole
ENTWICKLER Mole
PUBLISHER Mole
RELEASE 15. Juni 2026
PLATTFORMEN: PC

Einleitung

Mole ist ein Adventure aus dem Jahr 2023, entwickelt von einem Zwei-Personen-Team namens „DirtPatch Games“. Es sollte ein entspanntes Erkundungsspiel werden: Man gräbt sich als Maulwurf durch prozedural generierte Tunnel, sucht nach Kristallen und entdeckt versteckte Höhlen. Doch was nach einer charmanten Low-Poly-Erfahrung klingt, entpuppt sich als halbgares Experiment. Die Pixelgrafik ist zwar liebevoll, aber technisch holpert das Ding gewaltig.

Gameplay und Steuerung

  • Buddeln ist die einzige Kernmechanik. Ihr steuert den Maulwurf per Maus und Tastatur, müsst auf Erdschichten klicken, während ihr durch Gänge navigiert.
  • Die Maussteuerung fühlt sich schwammig an, oft reagiert das Spiel erst nach einer halben Sekunde Verzögerung. Präzise Manöver sind unmöglich.
  • Die Kamera folgt dem Maulwurf nicht automatisch. Stattdessen müsst ihr sie mit WASD verschieben, was im engen Tunnelgewirr schnell zu Desorientierung führt. In Level 2 bleibt die Kamera an einer Felswand kleben, ein Neustart war nötig.

Leveldesign und Rätsel

  • Die prozedurale Generierung sorgt für Abwechslung, aber die Räume wiederholen sich nach etwa 30 Minuten. Kristalle liegen oft in Sackgassen ohne Hinweise.
  • Ein Rätsel, bei dem man Wasserläufe durch Erde umleiten muss, ist clever, aber die Umsetzung scheitert an fehlenden Tutorials. Die Logik wird nirgends erklärt.
  • Zwei Level enden mit einem schwarzen Bildschirm. Keine Animation, kein Übergang, einfach Schluss. So fehlt dem Spiel der rote Faden.

Technische Probleme

  • Abstürze sind keine Ausnahme: Auf meinem Testsystem (i5-10400, RTX 2060) trat alle 20 Minuten ein Crash auf. Besonders ärgerlich: Der Absturz beim Öffnen der Karte killt den Speicherstand.
  • Die Performance ist selbst auf 720p schwankend. Zwischen 15 und 40 FPS, völlig unberechenbar.
  • Fehlende Speicherpunkte bedeuten, dass man nach einem Crash von vorne beginnen muss. Das Spiel speichert nur am Levelanfang, nicht in Tunneln.

Sound und Atmosphäre

  • Der 8-Bit-Soundtrack ist tatsächlich gelungen. Die Melodie wechselt dynamisch zwischen ruhigen Passagen und Spannungsmomenten, etwa wenn ein Maulwurfsgegner auftaucht.
  • Der Buddelsound (matschen, knirschen) wirkt befriedigend, aber die Soundeffekte wiederholen sich nach wenigen Minuten und nerven dann.
  • Die Grafik im pixeligen „Retro“-Stil hat Charme, aber die Texturen sind an vielen Stellen unscharf, ein Zeichen für nicht optimierte Assets.

Fazit

Mole ist ein Paradebeispiel für ein Konzept, das mehr gewollt als gekonnt ist. Die Idee, als Maulwurf durch ein dynamisches Tunnelsystem zu reisen, hat Potenzial, doch das Spiel stolpert über seine eigenen technischen Unzulänglichkeiten. Die Steuerung ist ungenau, die Levels fühlen sich unfertig an, und die Abstürze zerstören jede Immersion. Fans von Adventure-Spielen mit niedriger Erwartungshaltung können hier vielleicht zwei unterhaltsame Stunden finden, aber nur, wenn sie bereit sind, Frustration zu ertragen.

3
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Originelles Setting als Maulwurf in einem weitläufigen Tunnelsystem
  • +Stimmungsvoller 8-Bit-Soundtrack mit melancholischer Untergrund-Atmosphäre
  • +Kurze Spielzeit von etwa zwei Stunden, kein sinnloses Füllmaterial
  • +Einige kreative Rätselideen, etwa das Navigieren mittels Erdvibrationen
  • +Der Soundeffekt beim Buddeln durch Erde klingt befriedigend matschig

- CONTRA

  • -Kamera klemmt regelmäßig an Levelgeometrien und verhindert freie Sicht auf den Maulwurf
  • -Bewegungssteuerung reagiert schwammig, präzises Graben wird zur Glückssache
  • -Zwei von vier Leveln enden abrupt ohne Abschlussanimation, was auf unfertige Entwicklung hindeutet
  • -Das Spiel stürzt bei Nutzung der Karte jedes dritte Mal ab, Speicherstände sind dann korrupt

FAZIT

Mole verspricht mehr, als es hält, ein ambitioniertes Konzept, das an mangelnder Feinschliffarbeit und technischer Unreife scheitert.

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